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Bayern Neu-Ulm: Feuerwehrleute im Landkreis jetzt auch digital unterwegs

Bayern Neu-Ulm: Feuerwehrleute im Landkreis jetzt auch digital unterwegs

#1 von Detlef Wipperfürth , 05.07.2017 11:30

04.07.2017 Bayern Neu-Ulm: Feuerwehrleute im Landkreis jetzt auch digital unterwegs



Im letzten Rettungsdienstbereich in Bayern, eben jenem an Donau und Iller, haben die Einsatzkräfte gestern auf den neuen Kommunikationskanal umgestellt.

Ganz im Süden und im Nordosten – genauer legt sich Kreisbrandrat Bernhard Schmidt nicht fest – hat es im Landkreis Neu-Ulm bisher „Versorgungslücken“ beim Feuerwehrfunk gegeben. Diese sind seit gestern morgen, 9 Uhr, passé: Die Brandbekämpfer nämlich haben jetzt komplett auf Digitalfunk umgestellt, auf ein eigens aufgebautes System mit einer Abdeckung von fast 100 Prozent. Mit der so genannten „Migration“, also dem Übergang von analog auf digital im Rettungsbereich Donau-Iller, ist der letzte weiße Fleck beim neuen Behördenfunk in Bayern getilgt.

Zahlreiche Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister hatten sich gestern für den symbolischen Start vor dem Landratsamt versammelt. „Das ist ein historischer Tag für uns. Das ist ein Meilenstein“, sagte Kreisbrandrat Schmidt. Die jahrelange Vorarbeit mit Mastbauten, Schulungen und Tests trage nun Früchte. Alle Behörden mit Sicherheitsaufgaben seien nun in einem Netz unterwegs. Digitalfunk habe „enorme Vorteile“: Er sei unter anderem vermeintlich abhörsicher, garantiere Verbindung auch in Wäldern oder auf abgelegenen Straßen, biete eine Notruffunktion mit GPS-Ortung für Atemschutzträger, lasse sich mit Verstärkern auch in große Tiefen verlängern.

Land gewährt Fördermittel

Im Landkreis Neu-Ulm wurden acht Funkmasten aufgebaut. Die Kommunen beschafften für Feuerwehr und Katastrophenschutz 1039 Funkgeräte: 894 Handsprechfunkgeräte für 336.000 Euro, 225 Sprechfunkgeräte für Fahrzeuge für 102.000 sowie 20 Festfunkstationen für Feuerwehrhäuser für 14.000 Euro. Das Land gewährte Fördermittel, rund 183.000 Euro sind ausbezahlt. In Illertissen schuf der Landkreis eine hauptamtlich besetzte Taktisch-technische Betriebsstelle für die Verwaltung der Geräte. Schließlich ließen sich 10.000 Parameter einstellen.

Bislang seien 1500 der rund 3000 Feuerwehrleute im Landkreis Neu-Ulm auf Digitalfunk geschult worden. Das sei ein „enormer Kraftakt“ gewesen, sagte Schmidt. Doch wird es langfristig genug Feuerwehrleute geben, um die schöne neue Technik bedienen zu können? Schmidt seufzt. Die Zahl der Feuerwehrleute sei seit Jahren konstant, versichert er. Allerdings gebe es zusehends ein Problem mit der so genannten Tagesbereitschaft: Sprich: Auf dem Papier gibt es zwar genug Einsatzkräfte im Ort, doch tatsächlich sind diese weit weg an ihrem Arbeitsplatz.

Angestellte Feuerwehrleute?

Mögliche Lösungen: Mehr Frauen fürs Löschen und Bergen begeistern. Und wiederum moderne Technik einsetzen: Die digitale Alarmierung, die bald kommen soll, mache es möglich, den Standort jedes Feuerwehrmannes zu lokalisieren. So könnten zielgerichtet jene in den Einsatz geschickt werden, die in der Nähe sind.

Schmidt macht sich auch für steuerliche Vorteile oder dergleichen explizit für Feuerwehrleute stark: Die Politik müsse sich dazu durchringen, nicht mehr jedes Ehrenamt gleich zu behandeln. „Was ein Übungsleiter tut, ist wichtig, aber bei uns geht es um Leben und Tod.“ Wenn alles nicht fruchtet, müssten die Kommunen hauptamtliche Einsatzkräfte beschäftigen, sprich: bezahlen.

Quelle: http://www.swp.de/…/feuerwehrleute-im-landkreis-jetzt-auch-…


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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