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Bayern Bad Wörishofen: Großeinsatz in der Klinik Mittelpunkt stand auch die Frage, wie der neue Digitalfunk funktioniert

Bayern Bad Wörishofen: Großeinsatz in der Klinik Mittelpunkt stand auch die Frage, wie der neue Digitalfunk funktioniert

#1 von Detlef Wipperfürth , 02.08.2017 22:55

Bayern Bad Wörishofen: Großeinsatz in der Klinik



Die Hauptübung in Bad Wörishofen war diesmal besonders knifflig. Im Mittelpunkt stand auch die Frage, wie der neue Digitalfunk funktioniert. Es gab aber noch andere Besonderheiten

Analog war gestern, mittlerweile funkt auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Wörishofen digital. Wie bewährt sich die neue Technik? Dieser Frage ging Kommandant Peter Eichler bei der jährlichen Großübung der Einsatzkräfte nach. Eichler hatte ganz schön getüftelt, um seine Leute auf die Probe zu stellen. Die Übung bestand nicht aus einem einzigen, sondern aus vier voneinander unabhängigen Übungsteilen. Eine der Herausforderungen war dabei, alle nötigen Einsatzkräfte via Funk optimal zu koordinieren. Als Übungsort diente diesmal die Klinik der Deutschen Rentenversicherung am Tannenbaum Bad Wörishofen. Die große Fachklinik für Herz-Kreislauferkrankungen und Orthopädie ist durchweg mit Patienten belegt. Sollte es hier einmal einen Zwischenfall geben, ist nicht nur die Ortskenntnis der Retter gefragt.

Vier Einsatzschwerpunkte, vier Funkgruppen: So geht die Kneippstädter Feuerwehr bei einem Großeinsatz vor. Eine einzige Funkgruppe würde da bei Weitem nicht ausreichen, berichtet Matthias Eichler, der Sohn des Kommandanten. Die Feuerwehr hat mit dem Digitalfunk nun ganz neue Möglichkeiten. Ein eigener Führungskanal sorgt für freie Kommunikation zur Koordination der Feuerwehrleute. In einem der vier Einsatzabschnitte hatten es die Retter mit einem fiktiven Brand in einem Lagerraum im dritten Obergeschoss zu tun. In Atemschutzausrüstung legten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung im Treppenhaus bis ins dritte Obergeschoss. In einem weiteren Einsatzabschnitt kamen die Wörishofer derweil Personen zu Hilfe, die aus dem brennenden Gebäude nicht aus eigener Kraft fliehen konnten. Mit der Drehleiter erzeugte die Feuerwehr auf der Südseite des Patiententraktes einen künstlichen Notausgang. Im Gebäude war der Fluchtweg durch einen Brand abgeschnitten. Rettung war nur über den Balkon im vierten Obergeschoss möglich.

Richtig kompliziert wurde es, als ein weiterer Brandherd ausgemacht war. In einer Küche im Untergeschoss der Klinik loderten die Flammen – glücklicherweise freilich nur im Skript des Kommandanten. In diesem Gebäudeteil galt zudem eine Person als vermisst. Feuerwehrleute in Atemschutzausrüstung drangen in die Klinik vor. Mithilfe einer Wärmebildkamera suchten sie die Räume und wurden zügig fündig. Im Ernstfall hätte die vermisste Person schnell gerettet werden können. Im dritten Stock kamen derweil die speziellen Evakuierungsstühle der Feuerwehr Bad Wörishofen zum Einsatz. Die Retter konnte auf diese Weise gehbehinderte Patienten aus dem Gebäude über das Haupttreppenhaus ins Freie bringen. Die Wörishofer Wehr hat ihre Ausrüstung auf die Bedürfnisse eines Kurorts abgestimmt, in dem im Ernstfall viele ältere Menschen gerettet werden müssen, die unter Umständen krank oder nicht mehr gut zu Fuß sind. „In dieser Übung hat sich zum wiederholten Male gezeigt, dass durch diese speziellen Stühle eine schnelle aber vor allem auch sichere Rettung von gehbehinderten Personen durch nur eine Einsatzkraft möglich ist“, bilanziert Eichler. „Auch Treppen sind für diese Stühle sowohl nach unten als auch nach oben kein Problem.“ Beschafft wurden diese Stühle bereits im Jahr 2012 durch Spenden aus der Bevölkerung. Sie werden ständig auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt, um im Bedarfsfall insbesondere bei Gebäuden wie Kurheimen, Sanatorien oder Pflege- und Betreuungseinrichtungen greifbar zu sein.

So komplex die Aufgabenstellung des Kommandanten auch war, die Retter bewältigten sie bravourös. Kreisbrandinspektor Wolfgang Heimpel habe die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bad Wörishofen gelobt, berichtet Eichler. Kommandant Peter Eichler bedankte sich zudem bei Josef Gaul, dem Verwaltungsleiter der Klinik Bad Wörishofen, für die Möglichkeit, während des laufenden Betriebs eine Übung in dieser Größenordnung abhalten zu können.

Quelle: Augsburger Allgemeine


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