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Thüringen Gotha: Umrüstung auf Digitalfunk hat begonnen

Thüringen Gotha: Umrüstung auf Digitalfunk hat begonnen

#1 von Detlef Wipperfürth , 16.08.2017 11:06

15.08.207 Thüringen Gotha: Umrüstung auf Digitalfunk hat begonnen



Unter Federführung des Landratsamtes hat jetzt die Umrüstung der Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge im Landkreis Gotha auf Digitalfunktechnik begonnen.

Techniker Christian Theilemann montiert die Haltevorrichtungen in die Einsatzfahrzeuge.

Seit vergangener Woche werden Wagen der freiwilligen Feuerwehren Neudietendorf, Wechmar, Günthersleben, Ingersleben und Apfelstädt mit neuen Geräten ausgestattet. Die genannten Wehren zählen zur so genannten Tunnelbasiseinheit und sichern ab Dezember 2017 den Brandschutz unter anderem im ICE-Eisenbahntunnel Augustaburg nahe Ingersleben ab.

Nach erfolgter Umstellung funken die Feuerwehren dann künftig im bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystem für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz: BOS). Dessen technisches Rückgrat bildet das TETRA-Funknetz, das dem GSM-Mobilfunknetz ähnelt. Die Umrüstung bringt perspektivisch mehrere Vorteile mit sich, erklärt Sandra Ellrich vom Amt für Sicherheit und Ordnung: „Digitalfunk kann grundsätzlich mehr als nur Sprache übermitteln“, sagt die Systemverwalterin. So lassen sich auch Textnachrichten oder GPS-Einsatzkoordinaten übermitteln. Bei größeren Schadenslagen können gemeinsame Rufgruppen gebildet werden; die Reichweitenüberbrückung ist dank des Rückgriffs auf die Funkmasten auch Regionen übergreifend möglich. „Sollten beispielsweise Gothaer Feuerwehren im Rahmen des Katastrophenschutzes in anderen Bundesländern mithelfen, so können sie von der heimischen Leitstelle aus per Digitalfunk direkt erreicht werden“, macht Ellrich am Beispiel deutlich. Größter Vorteil der Neuerung aber ist: Die digitale Kommunikation gilt, im Gegensatz zum Analogfunk, als abhörsicher. Die Endgeräte ähneln den frühen Mobiltelefonen.

Finanziert wird die Umrüstung der Fahrzeugflotte über eine dafür erlassenen Richtlinie des Landes. Danach werden 70 Prozent der Kosten durch das Land gefördert und die restlichen 30 Prozent im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs einbehalten. Für den Landkreis Gotha macht das eine Aufwendung von rund 150.000 Euro im Jahr 2017 aus. Immerhin sollen bis Jahresende zunächst 70 Fahrzeuge ausgestattet werden – und binnen vier Jahren alle knapp 280 Feuerwehrwagen zwischen Fahner Höhe und Rennsteig. „Das ist eine Herausforderung, vor allem logistisch und in der Planung“, sagt Landrat Konrad Gießmann. „Ich hoffe, dass nach der langen Vorlaufzeit seit 2002 sich letztlich alle Hoffnungen erfüllen, die mit der neuen Technik verbunden sind.“

Für die Rettungsdienste und die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes steht die Umrüstung auf Digitalfunk ab kommendem Jahr ins Haus.

Quelle: http://www.focus.de/…/landratsamt-gotha-umruestung-auf-digi…


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Detlef Wipperfürth
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