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Baden-Württemberg Heidenheim an der Brenz: Digitalfunk für Retter hängt weiter in der Warteschleife

Baden-Württemberg Heidenheim an der Brenz: Digitalfunk für Retter hängt weiter in der Warteschleife

#1 von Detlef Wipperfürth , 15.10.2017 09:26

14.10.2017 Baden-Württemberg Heidenheim an der Brenz: Digitalfunk für Retter hängt weiter in der Warteschleife



Weil vom versprochenen landesweiten Netz seit Jahren nichts zu sehen ist, will die Region jetzt einen eigenen digitalen Alarm.

2004 war im Kreistag erstmals die Rede von der Einführung des Digitalfunks bei den Rettungskräften. Nun ist man Ende 2017 in Ostwürttemberg immerhin soweit, dass man europaweit 5000 Funkmelder ausschreibt, welche Feuerwehren und Rotes Kreuz für die digitale Alarmierung erhalten.

An einen digitalen Sprechfunk aber ist immer noch nicht zu denken. Hierfür ist das Land zuständig. Und das stellt diesen weiterhin erst „mittelfristig“ ins Aussicht. Dabei hätte das Netz bereits 2009 flächendeckend aufgebaut sein sollen.

Von einer gewissen Ernüchterung sprach Dezernent Georg Feth im Verwaltungsausschuss des Kreistags angesichts dieses zeitlichen Verzugs. 2015 hatten sich die Landkreise Heidenheim und Ostalb letztlich entschieden, sich vom Land und dessen Digitalfunkplänen abzukoppeln und zumindest für die digitale Alarmierung mit Einsatzsignal ein eigenes Netz für die Region aufzubauen.

Die beauftragte Firma Accellonet aus Neu-Ulm hat inzwischen ein Systemkonzept erarbeitet. Die Standorte der Funkmasten (22 im Landkreis Heidenheim, 33 im Ostalbkreis) wurden für einen optimalen Empfang eingemessen, beim Aufbau rechnet man mit keinen nennenswerten Verzögerungen. Im Frühjahr 2018 soll der Netzaufbau beginnen, bis Ende 2018 soll der Probebetrieb abgeschlossen sein, so dass ab 2019 die Umstellung von der analogen auf die digitalen Alarmierung beginnen kann.

Feth rechnete damit, dass pro Funkmelder (1500 sind für Feuerwehr und DRK im Landkreis bestimmt), ein Betrag von zirka 300 Euro zu bezahlen ist.

Dabei drängt die Zeit, wie Kreisbrandmeister Rainer Spahr deutlich machte. Die analogen Funkmelder seien in die Jahre gekommen, störanfällig – und es gebe kaum mehr Ersatzteile. Doch die digitale Armierung hat nicht nur Vorteile. Spahr sprach von einem tendenziell langsameren Netz. Aber der Empfang sei besser und die Zuverlässigkeit höher.

Auf die Frage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Ilg, warum Baden-Württemberg anderen Bundesländern beim Digitalfunk hinterdrein hinke, musste Spahr passen. „Wir verstehen es auch nicht.“ Seine Mutmaßung: In Bayern habe man deutlich mehr Personal für diese Aufgabe eingestellt. Kreisrat Ulrich Grath (Freie Wähler) der sich wunderte, warum man beim Digitalfunk noch auf Masten setze und nicht via Satellit Verbindungen herstelle, sah bereits die Gefahr, dass bei dessen Einführung diese Technik schon wieder veraltet sein könnte. Spahr widersprach da nicht. Es gebe jetzt bereits eine Arbeitsgruppe, die sich unter dem Namen Digitalfunk 2020 mit Optimierungen befasse.

Wie Spahr weiter erläuterte, ist die Region Ostwürttemberg unter den letzten Körperschaften, welche für die digitale Alarmierung ein eigenes Netz erstelle. Man habe sehr lange gehofft, dass das Land es schaffe, ein ausreichend dichtes Funknetz zu errichten. Technisch, so Spahr, seien die Einsatzstellen im Landkreis auf den Digitalfunk vorbereitet.

Quelle: http://www.swp.de/…/digitalfunk-fuer-retter-haengt-weiter-i…


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Detlef Wipperfürth
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