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Thüringen drängt auf Entscheid zum Digitalfunk

Thüringen drängt auf Entscheid zum Digitalfunk

#1 von Detlef Wipperfürth , 13.11.2017 06:10

12.11.2017 Thüringen drängt auf Entscheid zum Digitalfunk



Rettungskräfte dürfen Geräte der Firma Sepura nicht nutzen. Sollte die Software keine Zertifizierung erhalten, drohen dem Land Zusatzkosten in Millionenhöhe für die Bereitstellung neuer Digitalfunkgeräte.

Erfurt. Am Wochenende trainierten Hunderte Thüringer Feuerwehrleute und Rettungskräfte ihren Einsatz nach einem ICE-Unfall. Die Wirklichkeit offerierte den Übenden noch eine besondere Hürde. Sie durften die in den Einsatzfahrzeugen fest installierten Digitalfunkgeräte der Firma Sepura nicht benutzen. Bemühungen, wenigsten für die Übung eine Sondergenehmigung vom Bund zu erhalten, scheiterten. Dieser Zustand sei unhaltbar, ärgert sich Thüringens Innenstaatssekretär Udo Götze (SPD). Auch Petra Enders, die parteilose Landrätin des Ilmkreises, kritisiert am Rande der Übung die Situation beim Digitalfunk.
Land drohen Kosten in Millionenhöhe

Dabei trägt Thüringen keine direkte Schuld dafür, dass Funkgeräte, in den Einsatzfahrzeugen eingebaut sind, nun nicht benutzt werden dürfen. Der britische Gerätehersteller Sepura wurde an die chinesische Firma Hytera verkauft. Damit verlor die Zertifizierung der Gerätesoftware ihre Gültigkeit. „Der Bund muss die Gerätesoftware erneut zertifizieren“, erklärt Udo Götze. Dieser Vorgang laufe noch immer und ein Ergebnis sei nicht abzusehen. Der Staatssekretär kündigte nach der Übung vom Wochenende an, den Druck in Berlin noch einmal erhöhen zu wollen, damit der Freistaat die bereits beschafften Geräte endlich einsetzen könne. Sollte die Software keine Zertifizierung erhalten, drohen dem Land Zusatzkosten in Millionenhöhe für die Bereitstellung neuer Digitalfunkgeräte. Denn alternativ gibt derzeit nur einen weiteren Anbieter auf dem Markt. Der habe dann das Monopol, so Udo Götze . Die Feuerwehren entlang der ICE-Strecke seien aber alle mit Digitalfunk ausgerüstet, fügt Götze an. Das Innenministerium hatte sich 2015 entschlossen, dafür die „Polizeireserve“ zu nutzen. Ursprünglich war das mit der Annahme erfolgt, zügig die erforderlichen Geräte für die Feuerwehren zu erhalten. Stattdessen ist die Polizeireserve inzwischen weitgehend aufgebraucht. Eigentlich waren diese Geräte als Ersatz beispielsweise bei Defekten oder aber für zusätzlichen Aufgaben gedacht.

Den Zuschlag auf eine entsprechende Ausschreibung der Digitalfunkgeräte für die Feuerwehren erhielt die deutsche Firma Selectric aus Münster. Doch diese vertreibt Sepura-Geräte. Deshalb dürfen die Kommunen derzeit keine weiteren Funkgeräte aus der Ausschreibung für ihre Feuerwehren beschaffen.

Entlang der ICE-Neubaustrecke ist Digitalfunk zwingend für alle Einsatzkräfte erforderlich. Nur so sind Funkverbindungen innerhalb der Tunnel möglich.

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/…/Thueringen-draengt-au…


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http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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