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Nordrhein-Westfalen Köln - Euskirchen: Nach jahrelanger Verzögerung Euskirchener Feuerwehr funkt nun auf digitaler Welle

Nordrhein-Westfalen Köln - Euskirchen: Nach jahrelanger Verzögerung Euskirchener Feuerwehr funkt nun auf digitaler Welle

#1 von Detlef Wipperfürth , 11.03.2018 12:28

10.03.2018 Nordrhein-Westfalen Köln - Euskirchen: Nach jahrelanger Verzögerung Euskirchener Feuerwehr funkt nun auf digitaler Welle



Die Euskirchener Feuerwehr ist im Digitalfunk-Zeitalter angekommen – mit erheblicher Vorlaufzeit. Ursprünglich sollte laut Euskirchens Stadtbrandinspektor Markus Neuburg der Digitalfunk bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bundesweit funktionieren. „Erst vier Jahre später nahm das Projekt aber deutlich Fahrt auf“, berichtet der Berufsfeuerwehrmann.

In ähnlichen Schritten sei es weitergegangen. Nachdem 2012 erste Projektgruppen in den Kommunen eingerichtet und ein Probebetrieb aufgenommen worden seien, wurde in Euskirchen 2014 zunächst der Fahrzeugfunk digitalisiert.

Noch einmal vier Jahre später sind nun alle Euskirchener Feuerwehrleute mit Digitalfunkgeräten ausgestattet worden. Die Stadt griff dafür tief in die Haushaltskasse und stellte insgesamt 160 000 Euro zur Verfügung. 130 der jeweils etwa 1000 Euro teuren Geräte wurden vor wenigen Wochen an die Euskirchener Wehr ausgeliefert. 20 weitere waren bereits vor einiger Zeit an die Wehrführungen ausgegeben worden.
Alte Analog-Technik bereits aussortiert

„Der Schulungsaufwand war enorm. Aber die Kollegen freuen sich auf die neue Technik“, so Neuburg. Doch nicht nur die persönliche Ausstattung ist neu, auch die in den Fahrzeugen muss angepasst werden. Die alten Ladevorrichtungen für die Analogfunkgeräte sind mit den digitalen nicht kompatibel. Deswegen wird praktisch täglich an einem der etwa 50 Feuerwehrfahrzeuge herumgeschraubt und die Ladetechnik ausgetauscht. „Das passiert alles in Eigenleistung“, sagt Neuburg. Die neuesten Fahrzeuge der Euskirchener Wehr müssen nicht modernisiert werden. Sie waren bereits mit der digitalen Technik ausgeliefert worden.

„Der Akku der Funkgeräte hält länger als sieben Tage und kann auch über eine Steckdose geladen werden. Dass ein Akku während des Einsatzes leer geht, ist eigentlich auszuschließen“, so Neuburg. Die alte Analog-Technik sei bei der Euskirchener Wehr bereits komplett aussortiert worden. Der Grund: Die Systeme sind im Einsatz nicht miteinander kompatibel.
Funkgeräte sind abhörgeschützt

Komme es zu einem Einsatz an der Kommunengrenze, stelle das ebenfalls kein Problem dar. „Die Einsatzleitungen aller Kreiskommunen sind bereits seit Jahren mit Digitalfunk ausgestattet worden“, berichtet Neuburg. Zudem gebe es in allen Einsatzleitwagen digitale Reservegeräte, die im Extremfall an die Feuerwehrleute ausgegeben werden, die noch auf der analogen Welle funken.

„In 90 Prozent aller Fälle wird das Gerät angeschaltet und kann mit den Voreinstellungen genutzt werden. Die theoretischen Möglichkeiten sind aber enorm“, berichtet Neuburg. Anstelle der ehemaligen Funkkanäle gibt es im digitalen Handsprechfunkgerät voreingestellte Rufgruppen für Polizei, Katastrophenschutz oder Feuerwehr. Es könne aber auch ganz gezielt ein Funkgerät angewählt werden. „Auch die Nutzung als Walkie-Talkie – netzunabhängig – ist möglich“, so Neuburg.

Eine Besonderheit: Die Funkgeräte sind abhörgeschützt. „Das ist weltweit einzigartig. Was gesprochen wird, wird mehrfach verschlüsselt und erst vom empfangenen Gerät decodiert“, erklärt der Digitalfunk-Experte. Die neue Technik mache die Kommunikation im Einsatz einfacher und präziser.



Weitere digitale Offensive geplant

Zudem können laut Neuburg mit Digitalfunk auch in größeren Gebäudekomplexen erhebliche Distanzen „überfunkt“ werden. Ein Beispiel: „In der Badewelt ist so viel Technik und Beton verbaut, dass wir mit dem analogen Funk – auch wegen des Wassers – bereits nach wenigen Metern an unsere Grenzen gekommen sind. Dank des digitalen Funks und der unterstützenden Gebäudefunkanlage ist das jetzt keine Herausforderung mehr“, sagt Neuburg.

Der Digitalfunk sei die Zukunft. Entsprechend gebe es für die alten Geräte immer weniger Ersatzteile. „Es war klar, dass wir, sobald es möglich ist, umstellen werden. Das haben wir nun getan“, berichtet Stadtbrandinspektor Neuburg. Die Euskirchener Wehr ist nach der Hellenthaler die zweite im Kreis, die auf den digitalen Einsatzstellenfunk setzt. Eine weitere digitale Offensive soll in etwa zwei Jahren kreisweit kommen: die digitale Alarmierung. Haben die Feuerwehrleute aktuell einen analogen Melder, der vor allem auf einen Einsatz aufmerksam macht, sollen auf dem digitalen Melder auch direkt Einsatzort und -geschehen zu lesen sein.

Der Einsatzstellenfunk wird das Gesamtpaket komplettieren

„Die Einrichtungen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, wozu auch die Feuerwehren der Städte und Gemeinden und der Rettungsdienst des Kreises Euskirchen gehören, tauchen seit 2014 in rasanter Geschwindigkeit in die digitale Kommunikationswelt ein“, berichtet Kreisbrandmeister Udo Crespin.

Mit der Einführung des bundesweiten Digitalfunks für die Sicherheitsorgane und Einsatzkräfte seien auch die Sprechfunk- und Datenübertragungsgeräte in den Einsatzfahrzeugen im Kreis Euskirchen auf den reinen digitalen Funk umgestellt worden. Die digitale Welt der Sicherheit erstrecke sich längst nicht mehr nur auf den Fahrzeugfunk – also von Leitstelle zu Einsatzfahrzeugen und zurück –, sondern vielmehr über den digitalen Funk an komplexen Einsatzstellen von Einsatztrupp zu Einsatztrupp bis hin zum sogenannten digitalen Objektfunk.

„Im Kreis Euskirchen erfolgt nun nach und nach der letzte Schritt der Feuerwehren zur digitalen Funkausstattung. Der digitale Einsatzstellenfunk wird nach und nach das Komplettpaket des Digitalfunks abschließen“, so Crespin. Die erste Wehr, die das Konzept des digitalen Einsatzstellenfunks neben der Fahrzeugausstattung umgesetzt hat, war die der Gemeinde Hellenthal, nunmehr gefolgt von der Feuerwehr der Stadt Euskirchen. Ein großes technisches Paket sei dafür geschnürt worden.

Ein aus Sicht des Kreisbrandmeisters sachlich richtiges und zukunftssicheres technisches Kommunikationspaket. „Dieser Weg begleitet die örtliche Einsatzorganisation und sichert die Kommunikation von Feuerwehrleuten an der Einsatzstelle. Neben aller Kommunikation ein Beitrag zur erhöhten Sicherheit der Feuerwehrleute“, so Crespin.

Quelle: https://www.ksta.de/…/nach-jahrelanger-verzoegerung-euskirc…


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Detlef Wipperfürth
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