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Bayern: Komplexe Technik handliches Messgerät für Digitalfunk entwickelt

Bayern: Komplexe Technik handliches Messgerät für Digitalfunk entwickelt

#1 von Detlef Wipperfürth , 09.07.2018 06:56

08.07.2018 Bayern: Komplexe Technik auf Schrumpfkurs



Hochschule:Maximilian Wölfel hat im Rahmen seiner Dissertation handliches Messgerät für Digitalfunk entwickelt

Für Feu­er­wehr­leu­te und Po­li­zis­ten kann der zu­ver­läs­si­ge Emp­fang di­gi­ta­ler Si­g­na­le bei Ein­sät­zen in gro­ßen Ge­bäu­de­kom­ple­xen über­le­bens­wich­tig sein.

Daher muss in Einrichtungen wie Einkaufszentren, Krankenhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen regelmäßig überprüft werden, ob die Empfangsqualität von Digitalfunksignalen gewährleistet ist.

Die Messung ließ sich bislang nur mit mehr als zehn Kilogramm schweren tischgerätegroßen Apparaturen vornehmen. Das ist nicht mehr nötig: Der frisch promovierte Laufacher Maximilian Wölfel hat im Rahmen seiner Dissertation ein wesentlich handlicheres Gerät in Tablet-Größe entwickelt, das diese Funktion übernimmt.

Im Rahmen eines vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Projekts hat der ehemalige Hochschulstudent Wölfel in Kooperation mit der Hösbacher Firma Kaitec einen Messgeräte-Demonstrator entwickelt, der mobile Messungen des neuen digitalen Bündelfunkdienstes Tetra ermöglicht. »Damit können Kontrollen der Infrastruktur in großen Gebäuden und Freigeländen erstmals ohne aufwendige zusätzliche Stromversorgung mit Hilfe eines Handgerätes erfolgen«, erläutert Hochschulprofessor Professor Ulrich Bochtler.

Schon als Kind bei Feuerwehr

Die Messungen sind nötig, seit Behörden per Digitalfunk kommunizieren. »Auch im hintersten Winkel muss der Empfang gewährleistet sein, erläutert Bochtler. Dass Wölfel sich seit seiner Kindheit auch privat bei der Laufacher Feuerwehr engagiert, hat die Arbeit noch beflügelt.

Wölfels Gerät prüft, ob die Möglichkeit, im ganzen Gebäude zu funken und zu empfangen gewährleistet ist. Dafür müssen Messungen in jedem Raum erfolgen. Die Stärke eines elektromagnetischen Feldes allein sagt dabei nichts darüber aus, ob die Kommunikation per Funk möglich ist. Die Signalqualität ist ebenso wichtig. Wölfel hat für das Gerät einen Algorithmus für das Berechnungsverfahren entwickelt, das digitale Signale klassifiziert und qualifiziert. Dieses wurde in das kleine Gerät integriert.

Der 29-jährige Wölfel hat an der Aschaffenburger Hochschule zunächst Mechatronik studiert und anschließend den Master in Elektro- und Informationstechnik gemacht. Schon in frühen Semestern machte er Praktika bei der Firma Kaitec.

Die Promotion erfolgte in Kooperation der Hochschule mit der TU München. Etwa fünf Mal im Jahr fuhr er für einwöchige Aufenthalte in die bayerische Landeshauptstadt und tauschte sich mit Professoren und anderen Doktoranden aus. Über vier Jahre hat Wölfel an dem Projekt gearbeitet. Bereits in seiner Bachelor- und Masterarbeit habe er sich mit verwandten Themen befasst.

Ein kleiner Tablet erleichter das Messen immens, so Wölfel. Bislang waren bei den Großgeräten Zweier- bis Dreier-Teams nötig. » Wir haben mit dem Gerät Standards gesetzt«, freut sich Christoph Schmitt, Prokurist beim Projekt-Beteiligten Kaitec.

Überschaubare Zielgruppe

In große Serie wird das Gerät indes nicht gehen, denn die Nutzer-Zielgruppe - Feuerwehr, Planer und Ingenieurbüros - ist überschaubar. Seit etwa einem halben Jahr ist das Gerät verfügbar. Bislang sind 50 der Messgeräte im Einsatz. Die Rückmeldungen seien sehr positiv, freut sich Schmitt. Viel Geld verdienen lässt sich mit dem Produkt nicht. Das ist auch der Grund, warum es mit der Entwicklung eines solchen Gerätes so lange gedauert hat. Schmitt: »Es ist kein Massenprodukt, sondern ein Gerät für die Nische.« Wichtiger als der finanzielle Aspekt ist das Know-How, das bei dem Projekt gewonnen wurde.

Mit der Verkleinerung folgt Kaitec einem Trend: Elektronik wird nun mal immer kleiner, sagt Professor Bochtler. Die Bausteine in den Geräten schrumpfen kontinuierlich. Wobei es eine Grenze gibt: Schließlich muss das Gerät bedienbar bleiben.

Veralten wird Wölfels Messgerät nicht so schnell, ist Schmitt sicher. Der Digitalfunk wird sicher in den nächsten zehn bis 15 Jahren aktuell bleiben, bevor es in die nächste Generation geht.

Quelle: https://www.main-echo.de/…/stadt-kreis-as…/art490814,6089028


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Detlef Wipperfürth
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