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Sachsen-Anhalt Klötze: Chinesen lösen Kosten in Klötze aus

Sachsen-Anhalt Klötze: Chinesen lösen Kosten in Klötze aus

#1 von Detlef Wipperfürth , 19.08.2018 04:42

Sachsen-Anhalt Klötze: Chinesen lösen Kosten in Klötze aus



Bis Ende 2020 muss die Stadt Klötze neue Funkgeräte für ihre Feuerwehren kaufen. Grund dafür ist ein Besitzerwechsel beim Hersteller.

Die erst vor wenigen Jahren gekauften digitalen Funkgeräte für die Feuerwehren der Stadt Klötze müssen schon wieder durch neue ersetzt werden. Das bestätigte auf Anfrage der Volksstimme der städtische Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach. „Ja, die Stadt Klötze ist auch betroffen“, sagte er. Der Grund dafür: Der im Rahmen der Digitalisierung des Funkverkehrs in sicherheitsrelevanten Behörden und Organisationen vor rund zehn Jahren ausgewählte Hersteller von Funkgeräten Sepura ist seit einiger Zeit in der Hand chinesischer Investoren. Damit die Chinesen nicht den Funkverkehr von Polizei und Feuerwehren mithören, sollen die Geräte aus Sicherheitsgründen mit neuer Software versehen oder ausgetauscht werden. Ältere Geräte sind mit neuer Software schon gar nicht mehr kompatibel.

Mit Blick auf die Kosten stellte Ulf Dittfach in Aussicht, dass der Kauf neuer Geräte nur in Jahresscheiben umsetzbar ist. „Das deutet sich schon an, weil die Anschaffung sehr kapitalintensiv ist“, betonte er. Wie hoch die Kosten sein werden, vermag er noch nicht zu sagen. Nur so viel: „Die Preisvorstellungen sind noch nicht bekannt, Minimum für die Klötzer Feuerwehren aber 60.000 Euro“, wagte er eine Schätzung.

Laut Dittfach laufen derzeit Gespräche innerhalb der Feuerwehren und auf Kreisebene darüber, wie sich der Altmarkkreis aufstellen will. „Ob sich der Kreis an den Kosten beteiligen wird, kann ich noch nicht sagen. Dafür sind die Information und der Runderlass vom Land zu frisch“, begründete Ulf Dittfach.

Aktuell gibt es in der Einheitsgemeinde Klötze 15 Feuerwehren, die über 120 digitale Funkgeräte verfügen. Erst im Jahr 2013 ist die Ausrüstung dieser Wehren nach der Erstausstattung durch das Land mit dem Nachkauf von 15 Funkgeräten durch die Stadt abgeschlossen worden.

Laut Innenministerium hängt der finanzielle Aufwand für den Neukauf von Funkgeräten von den Ausschreibungen ab. Laut Hersteller sei mit bis zu 1200 Euro pro Funkgerät zu rechnen. Das würde bei 120 Geräten für Klötze eine zusätzliche Ausgabe von maximal 144.000 Euro bedeuten. Von der Landesregierung wird für die Ersatzbeschaffung ein Zeitraum von zwei Jahren bis 1. Januar 2021 eingeräumt. Das Land hatte zwar die Erstausstattung mit digitalen Funkgeräten übernommen, Träger des Brandschutzes sind aber die Kommunen – also müsste nach bisherigem Stand die Stadt Klötze dafür aufkommen. Ob geplante Anschaffungen deshalb warten müssen, ist noch nicht entschieden.

Quelle: https://www.volksstimme.de/…/digitalfunk-chinesen-loesen-ko…


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Detlef Wipperfürth
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