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Thüringen Sondershausen: Umrüstung auf Digitalfunk verzögert sich

Thüringen Sondershausen: Umrüstung auf Digitalfunk verzögert sich

#1 von Detlef Wipperfürth , 17.09.2018 21:33

17.09.2018 Thüringen Sondershausen: Umrüstung auf Digitalfunk verzögert sich



Die Rettungsdienste erhalten zuerst neue Funktechnik. Brandschutzerziehung in Grundschulen wird vom Landkreis übernommen.

Die Umstellung der Rettungsdienstfahrzeuge auf Digitalfunk im Kyffhäuserkreis verzögert sich weiter.

Erst gab es Sicherheitsbedenken gegen die neue Funktechnik in Thüringen, weil der britische Hersteller der Geräte von einer chinesischen Firma übernommen worden war. Nachdem die Bundessicherheitsprüfung bestanden war, mangle es nun an Personal und Kapazitäten bei der Firma, erklärte Kreisbrandinspektor Jonas Weller am Donnerstagabend auf einer Versammlung der Feuerwehren im Landkreis. Jedem Landkreis in Thüringen werden bestimmte Umrüstzeiten zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit dem Kreis Nordhausen sollten innerhalb von fünf Wochen 80 Fahrzeuge die neuen Funkgeräte erhalten – 30 im Kyffhäuserkreis und 50 im benachbarten Nordhausen. So lautete der Plan. Aus- und Einbau der Geräte benötigen aber mehr Zeit, als angenommen, so Weller. „Es läuft nicht wie geplant“, sagte Jonas Weller.

Zunächst sollen die Rettungsdienste umgerüstet werden. Anschließend hofft man, auch noch die zwei neuen Feuerwehrfahrzeuge aus Gehofen und Bad Frankenhausen mit den ohnehin schon vorhandenen Funkgeräten ausstatten zu können, die wegen der fehlenden Sicherheitsfreigabe noch nicht eingebaut werden konnten.

Priorität haben danach die Feuerwehren von Artern und Roßleben, die zu Einsätzen nach Sachsen-Anhalt gerufen werden, da dort schon länger digital gefunkt wird. Auch Führungskraftwagen und Einsatzleitwagen vom Sanitäts- und Betreuungszug des Katastrophenschutzes müssen folgen, damit sie im Katastrophenfall auch außerhalb des Landkreises und Freistaats einsatzfähig seien, zählt der Kreisbrandmeister auf.

Im kommenden Jahr sollen weitere 60 Fahrzeuge umgerüstet werden. Damit die neue Technik auch eingesetzt werden kann, startet Ende des Jahres die Ausbildung für die Feuerwehrleute im Landkreis an den neuen Funkgeräten.

Für die Theorie besteht die Möglichkeit, eine Online-Schulung zu absolvieren.

Als Unterstützung in besonderen Fällen hat der neue Kreisbrandinspektor Jonas Weller einen Einsatzleitdienst eingerichtet. Seit Montag dieser Woche sind drei Mitarbeiter vom Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz im Wechsel rund um die Uhr in Rufbereitschaft. An sie können sich die Einsatzleiter der Feuerwehren bei Einsätzen wenden, wenn sie Unterstützung benötigen sollten, beispielsweise bei der Medienarbeit. Informiert werde der Einsatzleitdienst aber auch in bestimmten Fällen von der Rettungsleitstelle wie bei Gefahrguteinsätzen, wenn mehr als eine Gemeinde betroffen ist oder bei größeren Einsätzen je nach Alarmstufe, so Weller.

In die Brandschutzerziehung wird sich der Landkreis künftig einbringen. In allen Grundschulen des Kyffhäuserkreises wolle man künftig Kindern praktisches Wissen vermitteln, wie man sich bei Bränden verhält und diese verhindert. Bislang habe dies in der Hand der Gemeinden gelegen. Mit der Änderung des Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetzes sollen diese Aufgabe die Landkreise übernehmen. Der Kyffhäuserkreis wolle dies auch flächendeckend an allen Grundschulen umsetzen, so Weller.

Mit der Überarbeitung des Gesetzes können sich die Feuerwehren auch über 25 statt 20 Euro pro Mitglied in ihren Jugendfeuerwehren freuen. Ab kommendem Jahr werde der erhöhte Pauschalbetrag ausgezahlt, erläuterte der Kreisbrandinspektor. Anpassungen wurden auch bei der Altersgrenze für den Dienst in der Einsatzabteilung vorgenommen. Feuerwehrleute müssen mit ihrem 60. Geburtstag einen Antrag stellen, um ihren Dienst verlängern zu können. Dieser müsse vom Bürgermeister genehmigt werden. Zudem müsse jährlich ein ärztliches Attest vorgelegt werden.

Bis Ende des Jahres sollen auch die ersten vom Landkreis und Land finanzierten neuen Fahrzeuge für die Feuerwehren ausgeliefert werden. Fördermittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro hatte der Landkreis im vergangenen Jahr für zehn neuen Fahrzeuge vom Land erhalten. 2,2 Millionen Euro im Haushalt für die Anschaffungen eingestellt. Die ersten vier Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge sollen noch dieses Jahr in Dienst genommen werden, ebenso eine Drehleiter mit Korb. Die anderen Fahrzeuge werden im kommenden Jahr fertiggestellt und ausgeliefert.

Quelle: https://sondershausen.thueringer-allgemeine.de/…/Umruestung…


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Detlef Wipperfürth
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