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Österreich Kärnten Noch immer kein Digitalfunk in Sicht:

Österreich Kärnten Noch immer kein Digitalfunk in Sicht:

#1 von Detlef Wipperfürth , 29.09.2021 07:22

Österreich Kärnten Noch immer kein Digitalfunk in Sicht:

Kärnten ist beim Digitalfunk für Blaulichtorganisationen so etwas wie bei dem französischen Comic Asterix das gallische Dorf. Alle anderen Bundesländer benutzen diese Technik, die näher am Handynetz als am klassischen Funknetz ist. Nur Kärnten hat keinen Digitalfunk, obwohl das Land seit Jahren 22 Millionen Euro dafür bereit hält.

80 Prozent des österreichischen Bundesgebietes sind mit einem Digitalfunknetz ausgestattet. Der größte weiße Fleck ist das Bundesland Kärnten, mit Ausnahme von Klagenfurt. Hier wurde der Digitalfunk für die Polizei im Jahr 2008 zur Fußball-Europameisterschaft eingeführt. Die Diskussion wird aber schon seit mehr als zehn Jahren geführt.

Befürworter: System ist abhörsicher

Zum Digitalfunk gibt es drei Positionen: Die der Befürworter des Digitalfunks, vor allem der Polizei, weil das System abhörsicher ist. Man kann vom Funkgerät direkt jemanden anwählen oder Gruppen bilden. Nicht alles muss von allen mit angehört werden.

Dazu müssten allerdings in Kärnten an die 200 Repeater, also Basisstationen errichtet werden. Dafür hat das Land Kärnten seit 2017 22 Millionen Euro reserviert.
Gegner: Auf neue Technik warten

Dann gibt es die Gegner, des derzeitigen Digitalstandards wie er in den anderen Bundesländern verwendet wird. Der zuständige Landesrat Daniel Fellner (SPÖ) sagte, Digitalfunk sei eine bereits veraltete Technik, man könne viel Geld sparen. Fellner will weiter abwarten und Kärnten zur Modellregion für einen neuen Standard machen. Ein Blaulichtfunk im 5-G-Netz sollte es schon im Jahr 2020 werden.
Retter: Kommen mit altem Funk gut aus

Die dritte Position ist die der Neutralen, die umsteigen würden, das aber nicht unbedingt. Feuerwehr, Berg- oder Wasserrettung kommen mit dem alten Funk zum Beispiel gut aus. Ein neues System würde hohe Kosten für Endgeräte mit sich bringen, dabei geht es immerhin um tausende Geräte. Das Rote Kreuz hat für seine Arbeit sogar eine Variante entwickelt, wie man digitale Daten analog verschicken kann.
Ministerium: Alternative Lösungen

Aus dem Büro Fellner hieß es zuletzt, es gebe Gespräche mit der KELAG, ihr digitales Betriebsfunknetz mitzuverwenden. Auch das Innenministerium sei für die Polizei bei den Gesprächen eingebunden.
Das Innenministerium antwortete auf Anfrage des ORF-Kärnten, es gebe trotz jahrelanger Bemühungen und Verhandlungen nach wie vor keine Kooperationsvereinbarung mit dem Land Kärnten. Man suche ein alternative Lösung, wie die der Mitnutzung des A1 Mobilfunknetzes. Damit wären Autobahnen, Schnellstraßen und Bezirkshauptstädte abgedeckt, das entspräche etwa einem Drittel der Landesfläche Kärntens.

Quelle und Foto: ORF at


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Detlef Wipperfürth
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