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Zweite Ausbaustufe beendet: Berlins Polizei- und Feuerwehrfunk ist besser als sein Ruf

Zweite Ausbaustufe beendet: Berlins Polizei- und Feuerwehrfunk ist besser als sein Ruf

#1 von Detlef Wipperfürth , 06.11.2025 18:51

Zweite Ausbaustufe beendet: Berlins Polizei- und Feuerwehrfunk ist besser als sein Ruf

Beim 60-Stunden-Blackout im Südosten funktionierte der Digitalfunk trotzdem weiter. Der Ausbau kostete noch einmal über 23,5 Millionen Euro.

Der Digitalfunk in der Hauptstadt funktioniert offenbar besser, als mancher Polizist oder Feuerwehrmann glaubt. Zumindest Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lobt die jetzige Qualität des bundeseinheitlichen BOS - Funks.
Das Kürzel BOS steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Er ist das zentrale Kommunikationsmittel für Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen.

Ende 2012 ging der Digitalfunk in Berlin mit einer Grundinfrastruktur in Betrieb. Er löste damals endgültig den Analogfunk ab. Polizeireporter, aber auch Kriminelle konnten fortan nicht mehr mithören. Immer wieder klagten Polizisten und Feuerwehrleute jedoch über Funklöcher, zum Beispiel in Tunneln oder Stahlbeton-Bauten. Der Digitalfunk habe sich inzwischen deutlich verbessert, sagte Spranger am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.
In einer zweiten Ausbaustufe ab 2016, die in diesem Jahr endete, wurde das Funknetz erheblich verdichtet. Die Zahl der Basisstationen mit TETRA - Funkstandard wuchs in dieser Zeit von 52 auf 86. Allein innerhalb des S-Bahn-Rings kamen 17 Stationen hinzu. Im Ergebnis sei die Digitalfunk-Abdeckung im gesamten Stadtgebiet, insbesondere in den Außenbezirken, in großflächigen Parkanlagen, Waldgebieten und Veranstaltungsräumen, nun deutlich besser, sagte Spranger.

Die zweite Ausbaustufe kostete 23,5 Millionen Euro, von denen der Bund zehn Millionen übernimmt.
Digitalfunk muss auch bei Blackout funktionieren

Mehrere größere Bewährungsproben hatte der BOS - Funk in Berlin schon zu bestehen: zum Beispiel im Februar 2019, beim Stromausfall in Köpenick, wo rund 30.000 Haushalte bis zu 32 Stunden im Dunkeln saßen, weil bei Bauarbeiten zwei 110-Kilovolt-Kabel gekappt worden waren.

Eine weitere Herausforderung gab es im September dieses Jahres, nachdem Linksextremisten in Johannisthal zwei Strommasten in Brand gesetzt und dadurch einen Kurzschluss verursacht hatten. Der 60-stündige Stromausfall in Johannisthal, Adlershof und Altglienicke, bei dem rund 50.000 Kunden ohne Strom waren, war der längste Blackout seit Kriegsende.
Wie schon 2019 fielen nach etwa zwei Stunden Stromausfall in dem betroffenen Gebiet die Mobilfunkmasten aus, weil deren Akkus dort leer waren. Der Digitalfunk muss hingegen auch bei großen Schadenslagen, etwa bei einem großflächigen Stromausfall, funktionieren. Dafür wurden mehrere Standorte mit Notstromanlagen ausgerüstet. Sie müssen einen Zeitraum von mindestens 72 Stunden überbrücken können. „Der Stromausfall zeigte, wie anfällig wir sind“, so Spranger. „Der Digitalfunk war dagegen zu jeder Zeit da.“

Quelle und Foto: Berliner Zeitung


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Detlef Wipperfürth
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