Bayern - Neuburg-Marienheim - Bei Marienheim soll ein 46 Meter hoher Funkmast entstehen: Neuburg leistet Widerstand
Bei Marienheim ist ein 46 Meter hoher Funkmast geplant, von dem das örtliche Geschwader profitieren würde. Weil der Mast nahe der Wohnbebauung stehen soll, regt sich Widerstand.
Der Neuburger Ortsteil Marienheim ist durch die B16 und den nahegelegenen Flugplatz des Neuburger Luftwaffengeschwaders bereits stark beansprucht. Nun kommt ein weiteres Projekt hinzu, das Anwohnerinnen und Anwohnern wohl nicht schmecken dürfte. Auf einem Grundstück nahe der Ortschaft soll ein 46 Meter hoher Funkmast für den Digitalfunk BOS errichtet werden. Über diesen Digitalfunk kommunizieren alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie die Bundeswehr in einem bundesweit einheitlichen, gemeinsamen digitalen System. In diesem Fall gehe es vor allem um die Sicherheit des Luftverkehrs, hieß es im Bauausschuss am Mittwoch, in dem das Thema auf die Agenda kam.
Am Flugplatz der Bundeswehr: Funkmast bei Marienheim geplant
Der geplante Funkmast würde sich auf dem Papier auf der Gemarkung Zell befinden, die nächsten Anwohner in Marienheim leben aber nur rund 90 Meter von diesem Standort entfernt. Die Verwaltung äußerte aufgrund dieser Nähe zur Wohnbebauung „Bauchschmerzen“, man sehe das Vorhaben kritisch, hieß es. „Es könnte zu Unbehagen bei Anwohnern führen.“ Auch die Stadtpolitiker sprachen sich am Mittwoch einstimmig gegen diesen Standort aus.
Neuburg ist gegen diesen Standort
Doch die Frage ist, welches Gewicht diese Stellungnahme hat. Nicht die Stadt, sondern die Regierung von Oberbayern muss das Projekt genehmigen, erklärt Bürgermeister Johann Habermeyer (FW) gegenüber unserer Redaktion. Das Veto aus Neuburg könnte das Verfahren nach seiner Einschätzung womöglich um ein halbes bis ein Jahr verzögern. Ob man an dem angedachten Standort im Endeffekt wirklich etwas ausrichten kann, sei aber ungewiss.
Quelle und Foto: Neunberger Rundschau Weniger anzeigen