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Bayern - „Uns reicht es langsam“: Anwohner wehren sich gegen Digitalfunkmast bei Neuburg

Bayern - „Uns reicht es langsam“: Anwohner wehren sich gegen Digitalfunkmast bei Neuburg

#1 von Detlef Wipperfürth , 04.06.2026 10:14

Bayern - „Uns reicht es langsam“: Anwohner wehren sich gegen Digitalfunkmast bei Neuburg

Exakt 401 Bürger aus Marienheim und Zell wehren sich mit ihrer Unterschrift gegen den geplanten Standort für einen neuen Digitalfunk-Mast. Das 46 Meter hohe Bauwerk ist ihnen zu nah an ihren Häusern.
46 Meter hoch ist der geplante Behördenfunkmast in Marienheim - so hoch wie ein Riesenrad auf einem Volksfest oder ein Hochhaus mit 15 Stockwerken. „Das ist ein Riesen-Ding“, sagt Ortsbeauftragter Roland Habermeier aus Zell. Gemeinsam mit der Marienheimer Amtskollegin Hildegard Weis hat er eine Unterschriftenliste im Neuburger Rathaus abgegeben. „Wir wollen klar und deutlich unterstreichen, dass wir diesen Funkmast an dieser Stelle nicht wollen.“
Die Stelle, das ist ein Bundeswehrgrundstück mit nur 80 Metern Abstand zum nächsten Wohnhaus. Der Bauausschuss hat den Standort bereits im April in einer Sitzung einstimmig abgelehnt. Allerdings dürfte das nur wenig ändern, denn am Ende entscheidet nicht die Stadt Neuburg über die Genehmigung des Standortes, sondern die Regierung von Oberbayern.

Die wird nun in den nächsten Tagen Post erhalten: 401 Unterschriften aus Marienheim und Zell haben Habermeier und Weis gesammelt und nun symbolisch an OB Schoder übergeben. „Ich kann die Vorbehalte und Bedenken der Marienheimerinnen und Marienheimer sehr gut verstehen“, betont OB Gerhard Schoder bei dem Termin im Rathaus und ergänzt: „Wir werden die Unterschriften-Sammlung mit ablehnender Haltung gleich nächste Woche an die Regierung von Oberbayern schicken, denn dort wird die Finale Entscheidung getroffen. Die Notwendigkeit der Anlage steht für mich außer Frage, über den Standort sollte man jedoch nochmal sprechen.“
Auch Habermeier betont, dass die Anlage, die der Kommunikation von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dienen soll, nicht per se ablehnt wird. „Dass wir das brauchen, ist klar. Aber der Standort und die Art der Kommunikation mit der Bevölkerung wollen wir nicht hinnehmen“, sagt der CSU-Stadtrat. Denn vonseiten der Bundesbehörden oder des LKA sei man mit keinerlei Information auf die Marienheimer und Zeller zugegangen. „Warum werden die Leute da nicht einbezogen?“, fragen sich die beiden Ortssprecher.

Die Nerven der Menschen in den beiden Ortsteilen sind angespannt. Die Marienheimer Bevölkerung ist mit dem nahen Bundeswehrflugplatz, der Bundesstraße und der PFAS-Thematik bereits mehrfach belastet. Jetzt kommen noch die Pläne für den Behördenfunkmast dazu. „Uns reicht es langsam“, sagt auch Habermeier.

Neuer Behördenfunkmast für digitale Kommunikation für Rettungskräfte und Bundeswehr

Der neue Funkmast ist offenbar notwendig, damit der Behördenfunk künftig digital ablaufen kann. Feuerwehr, Rettungsdienste und die beiden Standorte der Bundeswehr, Flugplatz und Kaserne, sollen abgedeckt werden. Deshalb wurde der nun kritisierte Standort gewählt und auch die enorme Höhe von 46 Metern ist eine Folge dessen.

Quelle und Foto: Augsburger Allgemeine - Neuburger Rundschau


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Detlef Wipperfürth
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