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Bundesweit erste digitale Lehrleitstelle in Münster offiziell eingeweiht

Bundesweit erste digitale Lehrleitstelle in Münster offiziell eingeweiht

#1 von Detlef Wipperfürth , 09.09.2009 01:08

Die Feuerwehr wird digital

Münster - 500.000 Mitarbeiter von Feuerwehren, Polizei und Rettungsdiensten in ganz Deutschland sollen bis 2013 an ein Digitalfunknetz angeschlossen werden, das den Einsatzkräften bislang nicht gekannte Möglichkeiten bei ihrer täglichen Arbeit bietet. Ein Mammutvorhaben – bei dem Münster eine Vorreiterrolle zukommen wird: Im Institut der Feuerwehr an der Wolbecker Straße hat am 2. September die bundesweit erste Ausbildungs-Leitstelle für den Digitalfunk ihre Arbeit aufgenommen.

Zwei Millionen Euro hat das Land in die Einrichtung investiert, die durch das Münsteraner Unternehmen SELECTRIC Nachrichten-Systeme GmbH aufgebaut wurde. Die ersten 16 Feuerwehrleute lernen bereits seit vergangener Woche, wie sie mit der digitalen Funktechnik richtig umgehen.

„Dieser Start ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau des Netzes“, betonte Karl Peter Brendel, Staatssekretär im NRW-Innenministerium, bei der feierlichen Inbetriebnahme. Und ein gewaltiger Schritt in die Zukunft, wie den Gästen anschließend anhand einer fiktiven Katastrophenlage demonstriert wurde.

Maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Aufbau der Lehreinrichtung in Münster hat dabei die SELECTRIC Nachrichten-Systeme GmbH als Generalunternehmer des Projektes. Der ebenfalls in Münster beheimatete Spezialist für TETRA-Digitalfunk realisierte für das Institut der Feuerwehr eine voll funktionsfähige digitale Leitstellenumgebung, wie sie künftig zum Einsatz kommen kann. Dabei integrierte SELECTRIC sowohl Komponenten führender Hersteller aus dem Bereich Leitstellentechnik (Thales, CKS) als auch digitale Funktechnik vom Marktführer Sepura und Systemtechnik aus SELECTRIC-eigener Entwicklung.

Die Feuerwehr-Leitstelle der Zukunft verfügt nicht nur über Dutzende Bildschirme, sondern auch über die Möglichkeit, Einsatzkräfte über GPS jederzeit metergenau zu orten, mit einem einzigen Knopfdruck Polizei und Rettungskräfte zu alarmieren und zu informieren, überhaupt effektiver und genauer zu arbeiten: „Die Einsatzkräfte können schneller und gezielter an den Ort des Geschehens geschickt werden“, unterstreicht Brendel.

Gewerkschaftsvertreter der Polizei hatten in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass Deutschland bei der Funktechnik Schlusslicht in Europa sei. Bereits 2006, passend zur Fußball-WM, sollte der neue Digitalfunk eingeführt werden, daraus wurde jedoch unter anderem wegen technischer Probleme nichts. Nun heißt die Zielmarke also 2013.

Und dabei soll Münster die Ausbildungsbasis für 120 000 Einsatzkräfte in NRW sein. Die werden allerdings nicht alle persönlich nach Münster kommen. Wie Werner Kemker, Sprecher des Instituts der Feuerwehr, betont, sollen an der Wolbecker Straße lediglich Multiplikatoren ausgebildet werden, die ihr Wissen dann vor Ort an ihre Kollegen weitergeben. Alle anderen haben die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer interaktiven E-Learning-Platform vom heimischen PC aus mit den Funktionen und dem Gebrauch des Digitalfunks vertraut zu machen. „Denn nur durch optimale Vorbereitung kann das große Potenzial des neuen Funknetzes voll ausgenutzt werden“, betont Brendel.


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Detlef Wipperfürth
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