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SICHERHEIT Sender soll neuen Polizei-Digitalfunk ermöglichen / Zwölf Anlagen sind im Kreis geplant

SICHERHEIT Sender soll neuen Polizei-Digitalfunk ermöglichen / Zwölf Anlagen sind im Kreis geplant

#1 von Detlef Wipperfürth , 17.01.2010 09:33

Fercher sind gegen 55 Meter hohen Betonmast

SCHWIELOWSEE - Die Gemeinde Schwielowsee lehnt den bisher geplanten Bau eines neuen 55 Meter hohen Betonmastes für den neuen Digitalfunk von Einsatzkräften ab. Er ist auf dem Wietkiekenberg in Ferch vorgesehen. Das Land hatte eine entsprechende Anfrage für den Bau im Auftrag des Innenministeriums gestellt. Der jetzige 26 Meter hohe Feuerwachturm soll abgebaut werden. Die Gemeinde begründet die Ablehnung des neuen Mastes damit, dass durch die Höhe des Turmes mit 1,50 Metern Durchmesser das Landschaftsbild stark beeinträchtigt wird. Der Turm hätte auch negative Auswirkungen auf die Gemeinde, die anerkannter Erholungsort werden möchte. „Alternativen wurden uns vom Land bisher nicht angeboten“, sagt Bauamtleiterin Kerstin Murin. Der Infrastrukturausschuss der Gemeinde plädierte am Mittwoch dafür, gemeinsam mit dem Land nach neuen Varianten zu suchen, und zeigt sich nun gesprächsbereit.

Der Feuerwachturm auf dem Wietkiekenberg in Ferch muss nach Auskunft des Werderaner Stadtbrandmeisters Lothar Boreck erneuert werden, weil die Konstruktion schon jetzt mit den Antennen mehrere Mobilfunkanbieter, der Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr sowie Waldbrand-Meldern ausgereizt sei.

Boreck, der in der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der digitalen Vernetzung von Polizei und Rettern mitwirkt, geht davon aus, dass einige Masten zwischen Potsdam und Brandenburg neu errichtet oder umgerüstet werden müssen. Auf dem Territorium der Stadt Werder allerdings nicht. Die Stadt werde aus Potsdam-Eiche die Signale erhalten. Boreck widerspricht aber der Befürchtung, die absolute Zahl von Sendern werde zunehmen. Weil künftig alle Behörden denselben Funk benutzten, reduziere sich die Mastenzahl um zwei Drittel, so Boreck. Bislang betreibe jede Behörde mit sicherheitsrelevanten Aufgaben ihr eigenes Netz. Schon jetzt gilt Werder als Vorreiter in Sachen Digitalfunk. So verwenden die Sicherheits- und Rettungskräfte bereits seit drei Jahren Digitalfunk auf dem Baumblütenfest. Zwei Feuerwehrautos sind mit digitalen Funkgeräten ausgestattet, außerdem sind mobile Geräte im Einsatz. „Die Kameraden sind begeistert“, sagt Boreck. Der Klang sei scharf. Das Rauschen und die Unterbrechungen wie beim derzeitigen Funk träten nicht auf. Außerdem gilt Digitalfunk als abhörsicher – derzeit lässt sich der Polizeifunk mit einfachen Hilfsmitteln belauschen. Boreck hält es für wahrscheinlich, dass wegen der Praxis-Erfahrung seiner Behörde Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis in Werder den Umgang mit der neuen Technik erlernen sollen.

Auf die Inbetriebnahme des Digitalfunknetzes müssen Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste allerdings noch warten. Derzeit ist 2013 als Starttermin für den abhörsicheren Qualitätsfunk vorgesehen – ursprünglich sollte das Netz schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geschaltet werden.

Laut Innenministerium sind für den Landkreis zwölf neue Funkanalgen geplant. Die Standorte dürften aber aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht werden. Dies, so Sprecher Geert Piorkowski, sei bedauerlich: „Wir können nicht die Transparenz leisten, die wir gern hätten.“ Piorkowski betonte, dass alle Sender die scharfen Grenzwerte deutlich unterschreiten würden.

Geplanter Funkmast wird in Ortrand zum Zankapfel
Ortrand Das Errichten eines Digitalfunkmastes für Polizei und Rettungsdienste hat während der Informationsveranstaltung im Feuerwehrgerätehaus in Ortrand zu heftigen Diskussionen geführt. Bürgermeister Ingo Senftleben hatte am Montagabend interessierte Anwohner eingeladen.
10.12.2009
Ein Funkmast soll und muss in Ortrand nach Richtlinien der Bundesanstalt für Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) errichtet werden.

Kaum war dies bekannt, regte sich in der Bevölkerung Unmut. Während der Veranstaltung sprach ein Mann an, was viele denken. Nämlich, dass er eine mögliche Strahlenbelastung befürchte. Dafür bekam er Applaus. Enrico Anger belegte die Furcht vor gesundheitlichen Schäden mit einem Beispiel aus Großbritannien.

Dabei sollte das Treffen den Einwohnern eigentlich die Angst nehmen. André Dressler von der Feuerwehr und Gerd Seemann von der Polizeiwache Lauchhammer machten klar, welche Probleme es mit der alten Funktechnik im Einsatz gibt und dass die zwei Funknetze von Polizei und Feuerwehr an der Landesgrenze halt machen. Eine direkte Kommunikation mit Kollegen in Sachsen sei nicht möglich. Detlef Prussak, Pressesprecher beim Zentraldienst der Polizei in Potsdam, die mit diesem Projekt betraut wurden, zeigte an Hand einer Power-Point-Präsentation die zukünftigen Strahlungsbelastungen auf. So wurde der Grenzwert der elektrischen Feldstärke von 27,5 Volt pro Meter bei einem 50-Meter-Mast in einem Radius von 10 Metern schon deutlich unterschritten. Der ermittelte Wert soll hier bei 0,43 Volt pro Meter liegen.

Der beste Standort für den Digitalfunkmast soll sich direkt an der Feuerwehr befinden. Doch hier steht er in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Neubauten im Grenzweg. Im Umkreis von 500 Metern sei ein Versetzen des Funkmastes problemlos möglich, so Prussak. Um einen Kompromiss mit den aufgebrachten Einwohnern zu finden, stellte Senftleben zwei geeignete Flächen etwas abseits der Wohnbebauung vor. Es handelt sich um eine Fläche am Schwarzen Weg und um eine Wiesenfläche an der Straße nach Ponikau. Somit stehen drei mögliche Flächen zur Verfügung, über die die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend abstimmt.


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http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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