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Niedersachsens Innenminister startet „Erweiterten Probebetrieb” in Lüneburg

Niedersachsens Innenminister startet „Erweiterten Probebetrieb” in Lüneburg

#1 von Detlef Wipperfürth , 08.12.2010 03:17

„Hallo, hier spricht Uwe Schünemann aus Lüneburg, ...”


Niedersachsens Innenminister startet „Erweiterten Probebetrieb” in Lüneburg


Quelle: PD Lüneburg


„Hallo, hier spricht Uwe Schünemann aus Lüneburg, können Sie mich empfangen?" Kein Knistern, kein Rascheln in der Leitung - aus dem kleinen Funkgerät ist klar und deutlich die Antwort des Bundesinnenministers zu vernehmen: „Ja, Sie sind ausgezeichnet zu verstehen! Hier Thomas de Maizière in Berlin!".

Der Senator der Behörde für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg, Heino Vahldieck ist ebenfalls zugeschaltet. Der kleine Funktest von Lüneburg nach Berlin und Hamburg verläuft einwandfrei.

Und er ist etwas Besonderes: Denn hier wird digital gefunkt.


Innenminister Uwe Schünemann startete am 17.10.2010 bei der Polizeidirektion in Lüneburg den ersten „Erweiterten Probebetrieb" für das Digitalfunknetz im nord-östlichen Teil Niedersachsens: „Bei dem nun in Betrieb genommenen Netzabschnitt handelt es sich um die bis dato größte zusammenhängende mit Digitalfunk versorgte Fläche Deutschlands. Ich sage das mit Stolz, und danke allen Beteiligten für ihr Engagement und Durchhaltevermögen. Es hat sich gelohnt, denn für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ist der Digitalfunk bundesweit die Kommunikationstechnologie der Zukunft!"




Auch Polizeipräsident Friedrich Niehörster zeigte sich erfreut: „Es ist schon etwas Besonderes, als Pilotbehörde bei der Einführung des Digitalfunks aktiv mitwirken zu dürfen! Bereits bei der Bewältigung des gerade beendeten Castor-Einsatzes haben sich unsere hohen Erwartungen an die neue Technik mehr als erfüllt."

Beim diesjährigen Castortransport sind rund 2.800 digitale Endgeräte in Ergänzung zum Analogfunk zum Einsatz gekommen und auf die Probe gestellt worden.

Nach Ablauf von sechs Monaten, in denen das Netz unter realitäts- und betriebsnahen Bedingungen umfangreich genutzt und auf seine Zuverlässigkeit geprüft werden wird, wird der Digitalfunk die analoge Technik in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Rotenburg und Harburg ablösen. Stade, Celle und Soltau-Fallingbostel wird die Netzstruktur spätestens im Frühjahr 2011 vollflächig zur Verfügung stehen.

Neben der Übungseinlage der drei Politiker bekamen die Gäste der Veranstaltung vielerlei geboten: Vor dem Gebäude wurden mit Digitalfunk ausgestattete Fahrzeuge der Polizei und Feuerwehr ausgestellt. Im Innenbereich konnten sich Interessierte an einen Infostand wenden und selbst mal ein Funkgerät in die Hand nehmen.

Die Ausstattung der Dienststellen und Fahrzeuge im Geschäftsbereich der Polizeidirektion Lüneburg mit Digitalfunkgeräten ist nahezu abgeschlossen. Zurzeit werden zahlreiche Anwenderbeschulungen durchgeführt.

Hier die Vorteile des Digitalfunks noch einmal zusammengestellt:
Elektronische Filterverfahren und digitale Fehlerkorrekturen sorgen für eine exzellente Sprachqualität.
Nebengeräusche entfallen.
Gleichzeitig gilt die Kommunikation als abhörsicher, da alle Nachrichten codiert versandt werden und ausschließlich durch zugelassene Endgeräte entschlüsselt werden können.
Darüber hinaus kann jedes Gerät individuell bei Verlust oder Endwendung vorübergehend oder endgültig gesperrt werden.
Durch die Möglichkeit, verschiedene Rufgruppen zu schalten, kann die Kommunikation zielgerichteter und flexibler durchgeführt werden.
Dies ermöglicht auch eine Kontaktaufnahme über die eigene Behörde hinaus zu anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), z.B. der Feuerwehr.
Bei Bedarf können jederzeit zusätzliche temporäre Rufgruppen eingerichtet werden.
Auch Einzelgespräche von Funkgerät zu Funkgerät, wie bei einem Telefonat, können geführt werden.
Sogar reguläre Telefonapparate können von einem Digitalfunkgerät angewählt werden.
Ähnlich der SMS aus der Handynutzung bietet auch der Digitalfunk die Möglichkeit, frei formulierte Texte, z.B. eine Täterbeschreibung, zu versenden.

Quelle: Innenministerium des Landes Niedersachsen


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Detlef Wipperfürth
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