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Übung in Stuttgart

#1 von ralfv ( gelöscht ) , 26.11.2007 04:11

STUTTGART. Generalprobe bestanden: Im Zuge der bundesweiten Einführung ist der Digitalfunk für Sicherheitsbehörden am Samstag in Baden-Württemberg zum ersten Mal in größerem Umfang getestet worden.

Auf dem alten Messegelände am Stuttgarter Killesberg wurde dazu eine Gasexplosion in einer Großküche simuliert. Rund 160 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten nahmen an der Übung teil. 20 weitere ehrenamtliche Helfer mit „verbrannten“ Armen und zerfetzten Kleidern spielten die Verletzten. „Der Digitalfunk hat seine Feuertaufe bestanden“, sagte der Projektleiter im Innenministerium, Christian Nill, nach dem Einsatz.

„Heute erfüllt sich für uns ein lang gehegter Wunsch“, fügte Landespolizeipräsident Erwin Hetger hinzu. Der Digitalfunk bringe Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei einen deutlichen Mehrwert durch bessere Sprachqualität und größere Abhörsicherheit. Innenminister Heribert Rech (CDU) betonte, dass mit dem Digitalfunk bundesweit alle Sicherheitsbehörden miteinander verknüpft seien.

Direktes Kommunizieren möglich

In einem dpa-Interview erklärte Rech, das jetzige analoge Funknetz sei technisch veraltet. „Deswegen haben Bund und Länder sich entschieden, allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einheitlich Digitalfunk zur Verfügung zu stellen. Alle können dann in ganz Deutschland direkt miteinander kommunizieren.“ Der Digitalfunk sei abhörsicher, Funklöcher gehören in Zukunft der Vergangenheit an. „Sie können Kurzmitteilungen – vergleichbar der SMS beim Handy – verschicken und aus dem Funknetz in öffentliche Netze telefonieren. Und – ganz wichtig – Funkteilnehmer, die einen Notruf absetzen, können sicher lokalisiert werden.“

Baden-Württemberg zählt zu den Vorreitern bei der Erprobung des Digitalfunks in Deutschland. Das bundesweit einheitliche Sprech- und Datenfunksystem wird für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste aufgebaut. Im vergangenen Juni hatte Rech den Startschuss für die Errichtung des Digitalfunknetzes im Land gegeben. Zuvor war eine erste Plattform mit fünf Basisstationen errichtet worden.

Realer Probebetrieb in Stuttgart

Bereits Mitte 2008 soll zunächst in der Landeshauptstadt, bis Ende des Jahres dann im Regierungsbezirk Stuttgart der reale Probebetrieb aufgenommen werden. 2009 folgen die Regierungsbezirke Karlsruhe und Tübingen, im Jahr 2010 dann Freiburg. Bis 2011 wollen Bund, Länder und der Systemlieferant EADS auch den bundesweiten Aufbau des Digitalfunks abschließen.

Das deutsche Netz wird mit rund 500 000 Nutzern das größte digitale Funknetz der Welt. Es löst nach fünfzig Betriebsjahren das letzte analoge Funknetz innerhalb der Europäischen Union ab. Die Kosten für Netzaufbau und die Ausstattung mit Geräten werden auf vier Milliarden Euro veranschlagt. Davon will Baden-Württemberg in den kommenden 15 Jahren 400 Millionen Euro investieren.Immer wieder hatte es Probleme bei der Umrüstung gegeben. Die ursprünglich zur Fußball-WM 2006 geplante Einführung verzögerte sich. Erst 2007 unterzeichneten Bund und Länder ein Verwaltungsabkommen zum Aufbau des Digitalfunks. Außerdem kam es zu Streitereien über die Finanzierung des Projekts durch Bund und Länder.

ralfv

   

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