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Polizei im Kreis Konstanz funkt endlich abhörsicher

Polizei im Kreis Konstanz funkt endlich abhörsicher

#1 von Detlef Wipperfürth , 10.01.2013 13:10

Wichtige Etappe in einer fast unendlichen Geschichte: Immerhin die Polizei kann im Kreis Konstanz jetzt mit Digitaltechnik kommunizieren. Feuerwehren und andere Sicherheitsorgane sind noch weit davon entfernt.

Das Gerät hat ein großes Display und ungewohnte neue Tasten, zum Sprechen können die Polizisten ein neues Mikrofon benutzen, und Funklöcher sollen der Vergangenheit angehören: Die Polizei im Kreis Konstanz funkt seit wenigen Tagen digital. Damit erhalten die Beamten nach jahrelangen Verzögerungen endlich Zugang zu einer Technik, die für Handy nutzer längst Selbstverständlichkeit ist. Im erweiterten Probebetrieb werden bis zum Sommer noch Kinderkrankheiten behoben, dann ist Schluss mit den alten Funkgeräte-Knochen, für die es zuletzt kaum noch Ersatzteile gab. Hinter Franz Bromma und seinen Kollegen am Konstanzer Augustinerplatz liegt bereits viel Arbeit, und sie haben noch eine Menge zu tun. Alle Beamten werden an den neuen Geräten geschult, sagt der Beamte, der im Führungs- und Einsatzstab der Polizeidirektion für den Sachbereich Technik zuständig ist. In den kommenden Wochen wird auch in alle Streifenwagen neue Funktechnik eingebaut, die Sender im Auto können auch als Verstärker für die Handgeräte der im Umkreis tätigen Polizisten dienen.

Die Vorzüge der neuen Technik liegen für Bromma auf der Hand: Digitalfunk ist abhörsicher. Ob das bisher ein Problem war? „Mit einem umgebauten alten Autoradio war es nicht schwer, bei uns mitzuhören“, sagt der Polizeitechniker. Über Details will er aus einsatztaktischen Gründen nicht sprechen, aber man habe in der Vergangenheit immer wieder den Eindruck gehabt, dass Informationen an einer unerwünschten Stelle landeten. Für die Beamten bringt die neue Technik auch mehr Sicherheit. Sie können einen Notruf-Knopf betätigen, dann wird in der Wache der genaue Standort angezeigt und das Umgebungsgeräusch übertragen.

„Dann kann zielgerichtet Verstärkung an einen Brennpunkt geschickt werden“, sagt Bromma. Außerdem halten die Akkus länger, und das Gerät ist handlicher. Für jeden Beamten, der das Haus verlässt, gebe es ein neues Funkgerät, so der Konstanzer Revierleiter Joachim Felgenhauer. Auch er freut sich, dass die Umstellung nun endlich kommt. Bromma ergänzt: „Die Erfahrungen sind mehr als gut.“

Bis Juni wird die neue Technik im Echtbetrieb auf Herz und Nieren getestet, doch weil in anderen Bundesländern und Regionen der Digitalfunk längst eingeführt ist, rechnen die Polizisten nicht mit größeren Problemen. Erfahrungen gibt es auch aus Engen: Weil die Polizei-Dienststelle chronisch schlecht anzufunken war, wurde dort die Digital-Einführung vorgezogen. Doch wenn die Polizei komplett umgestellt hat, ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen: Auch alle anderen so genannten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bekommen die neue Technik.

In Konstanz rechnet die größte Feuerwehr im Landkreis nach Aussage ihres Kommandanten Dieter Quintus damit, dass sie 2013 ebenfalls umsteigt. 32 Fahrzeuge müssen dafür neu ausgerüstet werden, die Investition von rund 70 000 Euro ist noch nicht freigegeben. Außerdem muss die Zentrale neu bestückt werden, was nochmals rund 35 000 Euro kostet. In die Mühlen der Politik werde das Vorhaben aber nicht geraten, so Dieter Quintus: „Das ist einfach eine Vorgabe des Landes“, und aus Stuttgart werden auch Zuschüsse erwartet. Kosten ließen sich überdies durch Sammelbestellungen sparen – auch daran arbeitet der als Sparfuchs bekannte Kommandant bereits.

Quelle: http://www.suedkurier.de/region/kreis-ko...t372448,5783269


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Detlef Wipperfürth
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