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Niedernhausen: Neue Technik Feuerwehr hat Probleme mit Digitalfunk

Niedernhausen: Neue Technik Feuerwehr hat Probleme mit Digitalfunk

#1 von Detlef Wipperfürth , 31.01.2013 20:06

Neue Technik Feuerwehr hat Probleme mit Digitalfunk

Niedernhausen



Abhörsicher, störungsfrei, bessere Sprachqualität - das alles sollte der neue Digitalfunk sein. Doch es gibt Probleme - so große, dass Feuerwehren jetzt schon wieder lieber mit uralten Analoggeräten funken.

Seit dem Jahr 2010 rüsten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte in einer Pilotphase auf Digitalfunk um. 150 Kommunen nehmen derzeit an dem Probebetrieb teil. Doch in einigen gibt es Probleme. Zum Beispiel bei der Feuerwehr in Niedernhausen. Ein Amateurvideo auf deren Homepage zeigt einen Einsatz in der Neujahrsnacht: Ein Brand im 7. Stock eines Hochhauses, drei Feuerwehren sind vor Ort, doch der Funkkontakt zu den Kameraden mit Atemschutzgerät im Inneren des Gebäudes bricht ab.

Eine lebensgefährliche Situation für die freiwilligen Einsatzkräfte, erinnert sich Gemeindebrandinspektor Matthias Brühl: "Da geht es um Leib und Leben. Und sobald dem Trupp vor Ort etwas zustößt, sind wir angewiesen, sofortige Hilfsmaßnahmen zu ergreifen." Generell müsse verhindert werden, im Einsatz den Funkkontakt zu seinen Kollegen zu verlieren.

Analoge Geräte voreilig verkauft

Die neuen digitalen Handfunkgeräte zeigen sich im Einsatz recht störanfällig, so die Feuerwehr in Niedernhausen. Die Gemeinde Niedernhausen hatte sie im Rahmen der Testphase erst im letzten Sommer für 42.000 Euro angeschafft und die ausgemusterten verkauft.

Das bereut Bürgermeister Günter Döring (SPD) heute: "Die alten Geräte haben wir verkauft, weil wir keinen Bedarf sahen, sie weiter zu behalten. Darüber hinaus haben wir voll und ganz darauf vertraut, dass das Projekt fortgesetzt wird und dass mindestens die Kinderkrankheiten relativ schnell ausgemerzt werden", so Döring zum hr.

Dazu zählten neben schlechter Sprachqualität auch eine schlechte Erreichbarkeit in bestimmten Situationen. Vor allem in Innenbereichen von Häusern reiße der Funkkontakt häufig ab, und in manchen Ortsteilen funktioniere er gar nicht.

Rückkehr ins Analogfunk-Zeitalter?

Noch nicht einsatzreif sei die neue Technik, sagt Gemeindebrandinspektor Matthias Brühl. "Die Polizei funkt ausschließlich im Netzmodus. Für die Hilfeleistungsorganisationen wie ASB, THW und Feuerwehr ist der Direktmodus vorgesehen, und im Direktmodus sind diese Fehler", erklärt er. Bis auf weiteres will er zum bewährten Analogfunk zurückkehren.

Auf Nachfrage erklärte das Innenministerium, es handele sich bei den Störungen vor allem um Softwareprobleme einzelner Endgeräte. Probleme seien nur von zwei weiteren Kommunen bekannt.

In einer schriftlichen Stellungnahme gibt das Innenministerium der Gemeinde Niedernhausen eine Mitschuld des Problems: Diese hätte, wie die anderen Pilotkommunen auch, ihre alten analogen Geräte als Rückfallsystem behalten müssen. Dies sei in solchen Testphasen unerlässlich.

Polizei will helfen

Nun hat das Polizeipräsidium Westhessen angeboten, die Feuerwehr in Niedernhausen mit 20 Jahre alten Funkgeräten auszustatten, bis die neue Technik funktioniert.

Quelle: http://www.hr-online.de/website/rubriken..._47390497&tl=rs


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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zuletzt bearbeitet 31.01.2013 | Top

   

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