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BY: Bayern: BOS-Basis-Station im Bau

#1 von Detlef Wipperfürth , 22.08.2013 07:01

Bayern: BOS-Basis-Station im Bau



Nach langem Vorlauf und intensiven Standort-Diskussionen macht die Bayerische Staatsregierung jetzt Nägel mit Köpfen: Im Ghersburgwald wird in diesen Tagen die umstrittene BOS-Basis-Station errichtet.

Bad Aibling - Wie das Bayerische Innenministerium auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, fiel in diesen Tagen der Startschuss zu dem in weiten Teilen Bad Aiblings nicht gern gesehenen Projekt auf dem Grundstück der Stadt, nahe der Grenze zu Kolbermoor.

Der Funkmast wird nach Angaben eines Sprechers der Projektgruppe "DigiNet" in Form eines Betonmasten errichtet. Die Höhe inklusive Sendeanlage auf der Spitze des Masten beläuft sich letztlich auf insgesamt 53 Meter. Der Standort selbst wird nach der Fertigstellung mit einem etwa zwei Meter hohen Zaun umgeben. Bis Oktober dieses Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Danach folgt die Installation der Systemtechnik.

Aktiviert wird das digitale Funknetz laut Behörde dort aber erst wenige Wochen vor dem so genannten erweiterten Probebetrieb (siehe Kasten). Dieser sei für den Netzabschnitt Oberbayern Süd erst für Ende 2015 vorgesehen. Bis 2015 soll - so das Ziel - der flächendeckende Digitalfunk in Bayern sichergestellt sein, kündigte der DigiNet-Sprecher an.

In dem Digitalfunknetz sollen, wie berichtet, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei, Feuerwehr, Zoll und Rettungsdienste in einem bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystem miteinander kommunizieren können. Insgesamt sind rund 4500 Basisstandorte geplant. Zahlreiche davon sind bereits aufgebaut beziehungsweise in das Netz eingebunden.

Wie berichtet, war dem Projekt in der Kurstadt eine lang anhaltende Diskussion über die Standortfrage vorangegangen. Heftigst umstritten in Kommunalpolitik und Bevölkerung war vor allem ein Grundstück mitten auf der grünen Wiese im Bereich zwischen Friedhof und Zell. Dieses war von den Behörden letztlich als einzig geeigneter Alternativstandort zum Ghersburgwald genannt worden.

Zwar hatte die Regierung von Oberbayern damals eingeräumt, dass es auf der Wiese durch den Masten zu einer "erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes" kommen würde. Von Verunstaltung wollte sie aber nicht sprechen. Die weitergehende Argumentation seinerzeit: "Vor dem Hintergrund der Alternativlosigkeit und Unverzichtbarkeit für das Digitalfunknetz ist das öffentliche Interesse an der Errichtung höher zu gewichten, als das Interesse am Erhalt des bisherigen Landschaftsbildes." Letztlich sah der Stadtrat im Standort Ghersburgwald zähneknirschend das "kleinere Übel".

Dort hatte es allerdings zunächst auch Bedenken wegen der Nähe des Masten zu den Kliniken im Osten der Stadt gegeben. Ins Feld geführt wurden mögliche Auswirkungen auf sensible medizinische Geräteschaften und auf den Heilungsprozess bei Patienten. Davon abgesehen seien auch Bürger und Gäste der Stadt verunsichert, die im Ghersburgwald spazierengehen, laufen oder walken.

Laut einer Sprecherin der Schön Klinik Bad Aibling hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass die Entfernung zwischen Klinik und dem geplanten Mast genügend groß ist, so dass der Digitalfunk keinen Einfluss auf medizintechnische Geräte nehmen könne. "Trotzdem nimmt die Klinikleitung natürlich individuelle Bedenken von Patienten ernst", versicherte die Sprecherin.

Laut Innenministerium überprüft die Bundesnetzagentur in unregelmäßigen Abständen und ohne Vorankündigung auch vor Ort Standorte von Funkanlagen auf Einhaltung der in der Standortbescheinigung festgelegten Werte.

In Berlin habe die Agentur zudem an einem typischen Standort des BOS-Digitalfunks ein automatisches Messsystem in Betrieb genommen. Dieses misst die örtlichen Emissionen von Funkanlagen und bezieht auch umliegende Sendeanlagen (beispielsweise andere Mobilfunkanlagen) mit ein.

"Die Messergebnisse werden dabei ins Verhältnis zu den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten gesetzt. Sie zeigen, dass die Grenzwerte an Basisstationen des BOS-Digitalfunknetzes um ein Vielfaches unterschritten werden", so die Behörde. Einsehbar sind die Ergebnisse im Internet unter http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte.html (EMF-Datenbank).

Quelle: http://www.ovb-online.de/rosenheim/bad-a...on-3068796.html


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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