Ich such mithilfe Standorte für Digitalefunkmasten
RP: Feuerwehren im LK. Bad Kreuznach Umstellung auf Digitalfunk begonnen

RP: Feuerwehren im LK. Bad Kreuznach Umstellung auf Digitalfunk begonnen

#1 von Detlef Wipperfürth , 27.08.2013 13:58

Rheinland-Pfalz: Feuerwehren im Landkreis Bad Kreuznach haben mit Umstellung auf Digitalfunk begonnen.



Nach vielen Jahren der Vorbereitung treten die Feuerwehren im Landkreis Bad Kreuznach nun in das digitale Zeitalter ein. Wenn Feuer auch weiterhin analog mit Wasserschläuchen und ohne „Einsen und Nullen“ gelöscht wird, verlässt der Funk sukzessive die analogen Gleichwellen in Richtung des Digitalfunks.

Eigentlich hätte diese Umstellung schon im Jahre 2008 für die Feuerwehr erfolgen sollen, erinnert sich Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Werner Hofmann. Probleme – technisch wie infrastrukturell – sorgten aber bundesweit beim Ausbau des Netzes immer wieder für Terminverschiebungen. Nun, da landesseitig Funkmasten gestellt und programmiert sind und das Netz steht, kann die schrittweise Umstellung beginnen. Seit dem vergangenen Jahr funkt das nördliche Rheinland-Pfalz bereits digital. Der Landkreis Bad Kreuznach macht nun gemeinsam mit den anderen Kommunen des südlichen Rheinland-Pfalz den ersten Schritt zum endgültigen Wechsel.

Um bereit für den Digitalfunk zu sein, laufen auch die Vorbereitungen hier auf Hochtouren, erklärt der KFI. Für die Feuerwehren bringe dies einen großen Aufwand mit sich. Denn nicht nur, dass finanziell einiges bewegt werden muss, um die Gerätschaften für die Feuerwehren anzuschaffen. Die Ausbildung hin zur neuen Technik, die sämtliche Feuerwehrangehörigen zum Umgang mit den neuen Geräten durchlaufen müssen, bedeutet auch für jeden einzelnen im Feuerwehrdienst einen großen zeitlichen Zusatzaufwand. Denn hierzu muss neben zwei theoretischen Modulen auch eine lange Praxiseinheit absolviert werden.

Ein großer Stresstest

Doch damit ist der Aufwand noch nicht aufgezählt. Denn während des derzeit laufenden erweiterten Probebetriebs liegt es an den Feuerwehren, ihren Zuständigkeitsbereich funktechnisch auszuleuchten, um zu sehen, ob in jedem Winkel der netzbetriebene Digitalfunk möglich ist. Hierzu werden breit angelegte Funkübungen durchgeführt. Ist der Empfang des Gerätes zu schwach, heißt es für die koordinierende Stelle in Mainz, nachzubessern und die „Ausleuchtung“ zu optimieren. Münden wird dieser Probebetrieb im Landkreis Bad Kreuznach Ende September in einen großen Stresstest, während dessen das Netz auf seine Belastungsgrenze hin getestet werden soll, um Netzüberlastungen bei großflächigen Ereignissen auszuschließen.

Ist auch dieser Stresstest erfolgreich überstanden, wird im kommenden Jahr die Umrüstung der Feuerwehren fortgesetzt. „Bisher liegen wir sehr gut im Zeitplan“, sagt Hofmann. Der Einbau der ersten Geräte laufe gut, viele Digitalfunkgeräte sind bereits betriebsbereit und werden sogar bei Einsätzen schon probeweise genutzt. Der Landkreis Bad Kreuznach profitiere bei der Umstellung von den Erfahrungen im Kreis Birkenfeld und im Rhein-Hunsrück-Kreis, die bereits im vergangenen Jahr den Wechsel begonnen haben, aber an die Leitstelle Bad Kreuznach angegliedert sind, erläutert der KFI.

Insgesamt bedauert Hofmann in gewisser Weise den Weggang vom Analogfunk, immerhin war dieser erprobt und funktioniere problemlos. „Man kann sich der modernen Technik aber nicht entgegenstellen“, sagt der KFI.

Wenn auch der Schritt zur neuen Technik sehr teuer ist und eine Menge Mehraufwand bedeutet, bringt dieser aber auch Vorteile mit sich. So soll der Digitalfunk etwa abhörsicher sein, zudem sei die Funkqualität deutlich besser als beim Analogen. Ein entscheidender Vorteil könnte aber sein, dass eine Überlastung der bisher sehr wenigen Funkkanäle in dann vielen Funkgruppen nicht mehr vorkommen wird. Speziell bei großen Einsatzlagen mit vielen Wehren – wie etwa bei Unwetter – kamen die Funkkapazitäten regelmäßig an ihre Grenzen. Insgesamt sei die Umstellung eine große Herausforderung. Alles müsse sich einfach zunächst einspielen. „Learning by doing heißt das jetzt“, weiß Hofmann. 2014 und 2015 werde jedenfalls garantiert das Jahr des Funks und der Digitalfunkübungen, ehe im Laufe des Jahres 2015 dann endgültig der Hebel vom analogen zum Digitalfunk umgelegt werden soll.

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/...ch/13374374.htm


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
super Profi
Beiträge: 2.138
Punkte: 80.462
Registriert am: 29.09.2007

zuletzt bearbeitet 27.08.2013 | Top

   

NI: Probebetrieb Netzabschnitt 10 Braunschweig kurzfristig verschoben
BY: Bayern: BOS-Basis-Station im Bau

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor