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Immer wieder werde ich gefragt ist der Digitalfunk wirklich so gut

Immer wieder werde ich gefragt ist der Digitalfunk wirklich so gut

#1 von Detlef Wipperfürth , 18.09.2013 17:08

Immer wieder werde ich gefragt ist der Digitalfunk wirklich so gut wie erzählt wird.

Hier meine persönliche Meinung...

Mit dem Digitalfunk sind massive Mängel und Risiken für Einsatzkräfte und Bevölkerung gleichermassen verbunden.

Ich bin nicht gewillt, dass auch mit meinen Steuergeldern ein Projekt aufgebaut und betrieben wird, welches im Gefahrenfall nicht meine persönliche Sicherheit garantiert. Allein u.a. wegen nachfolgender Punkte/Fakten empfiehlt sich dringend der unbefristete Analogfunkweiterbetrieb, weil der Digitalfunk auch zukünftig kein adäquater Ersatz sein kann. Die für den Digitalfunk zuständige Bundesbehörde BDBOS bestreitet grundsätzlich alle bisher genannten Mängel und Risiken, bzw. wiegelt diese ab. 1. Digitalfunkreichweiten: Um gut 1/2 - 3/4 geringer als beim jetzigen Analogfunk. Die wichtigsten Ursachen: a) Frequenzbereiche: Digitalfunkfrequenzbereich 380 MHZ - 400MHZ, Analogfunkfrequenzbereich rd. 86 MHZ und rd. 170 MHZ. Physikalischer Grundsatz: Je höher die Trägerfrequenz, desto geringer die quasi-optische Reichweite. b) Im Vergleich zum Analogfunk müssen beim Digitalfunk ausserdem u.a. Symbolraten, FEC-Fehlerkorrekturen, Zeitschlitze usw. mit übertragen werden. Werden z.B. bei schlechten Empfangsverhältnissen, gestörten Frequenzen, etc...NICHT ALLE vorgen. Parameter mitübertragen, bricht die Funkverbindung ohne Vorwarnung ab, bzw. kommt erst gar nicht zustande. Beim Analogfunk = schlimmstenfalls ein Rauschen bei dem die Stimme der Leit-bzw. Gegenstelle durchaus noch hörbar bzw. verständlich ist. Beim Digitalfunk schwere Dropouts und unverständliche Klötzcheneffekte. Auf den Punkt gebracht, benötigen alle z.Zt. gängigen Digitalfunkverfahren im Analogfunkvergleich wesentlich mehr effekt. Feldstärke/besseren Empfang. Schon aus diesen Gründen müssen deutschlandweit viel mehr Funkmasten als ursprünglich geplant errichtet werden - ein immenser Zusatzkostenfaktor. Im Direktfunkverkehr erweist sich der Digitalfunk deshalb im Vergleich zum Analogfunk an Einsatzstellen z.B. innerhalb von Gebäuden, U-Bahnhöfen, Tunnelanlagen als schlicht unbrauchbar. Hierzu liegen mir div. gesicherte Infos vor. Im DMO-Betrieb (ohne Relaisfunkstellen/Umsetzer) sind max. nur wenige Hundert Meter Reichweite bei freiem Gelände erzielbar. Diese seien z.B. lt. eines mir vorliegenden Schreibens vom 17.06.2011 des Landtages Brandenburg/Petitionsausschuss ausreichend. 2. Digitalfunk-Leistungskapazität

3Kbit/sek innerhalb des TETRA-Relaese 1 Verfahrens. 3Kbit/sek sind aber nur bei voller Verfügbarkeit aller Kapazitäten des Digitalfunksystems machbar. Bei starkem Funkverkehr reduziert sich diese Rate entsprechend drastisch. Mit dieser Datenrate sind bestenfalls Telefonate möglich. Die Übermittlung von Einsatzlageplänen, Fahndungsfotos, etc...dürfte gelinde gesagt "seine Zeit dauern". Schon deshalb erscheint Sprechfunkverkehr mit gleichzeitiger Datenübertragung praktisch undurchführbar. 3. Digitalfunk-Abhörsicherheit Wurde u.a. im Sommer 2011 und bereits 2006 in Aachen mittels eines Notebooks mit Soundkarte und relativ simpler Software geknackt. Ähnliches dürfte zukünftig bei "superhart codierten" Varianten zu erwarten sein. Stellt sich auch die Frage, was gefährlicher für Einsatzkräfte und Bevölkerung ist: Beim Analogfunk ein paar"ungeladene Zaungäste" zu haben, oder beim vermeintlich abhörsicheren Digitalfunk bei Störungen/Ausfällen die Nichterreichbarkeit von Einsatzkräften bzw. Leitstellen? Die "wirklich sensiblen" Einsätze werden schon lange per Handy abgewickelt. 4. Digitalfunk-Sabotage-Sicherheit Lt. Befürwortern wäre der Digitalfunk gegenüber dem Analogfunk sabotagesicher. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Während der Mai-Demos am 01.05.2012 wurde in Berlin-Kreuzberg speziell der Polizei-Digitalfunk mehrfach über Stunden vorsätzlich gestört. U.a. genau deshalb konnte die Info über durch Polizisten aufgefundene Rohrbomben nur stark verzögert weitergeleitet werden. In solchen Fällen ist kein Umschalten auf andere Kanäle/Frequenzen wie beim Analogfunk machbar. Begründung in Punkt 5a) und 5b) 5. Digitalfunkbetriebssicherheit a) Beim

Digitalfunk kommt ein Bündelfunksystem zum Einsatz. Bei Störungen/Ausfällen sind im Vergleich zum Analogfunk ALLE Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gleichermassen betroffen. Es gibt im Vergleich zum Analogfunk keine kommunikativen Rückfallebenen/Ausweichmöglichkeiten, insbesondere bei Relaisstellenbetrieb (TMO-Modus). b) Beim bisherigen Analogfunk grösstenteils jeweils völlig unabhängig arbeitende Frequenzen/Kanäle, schon deshalb sind flächendeckende Ausfälle/Störungen im Vergleich zum Digitalfunk techn. unmöglich. Schlimmstenfalls fallen einzelne Kanäle/Frequenzen aus, jedoch keine kompletten Bereiche. U.a. deshalb bemerkt z.B. die Polizei nichts von Funkproblemen der Feuerwehr und umgekehrt. Grundsätzlich stehen für derartige Fälle i.d.R. problemlos zu schaltende Reservekanäle/Frequenzen zur Verfügung. c) In ganz Bayern nach nur 2monatigem Probebetrieb im Febr. 2011 Digitalfunkprojektstop und Rückkehr zum Analogfunk nach dem Auftreten massiver Probleme u.a. bezgl. Reichweiten, unverständlicher/zerkackter Gesprächsqualitäten, Fehlverbindungen zu anderen Funkteilnehmern und umständlicher Handhabung/Bedienung der Digitalfunkgeräte. Die Digitalfunkverantwortlichen sprachen u.a. von "Fehlern der Prioritätsstufe1 welche die Fortsetzung des Probebetriebs unsinnig erscheinen liessen". d) Wenig Vertrauen staatlicher Stellen in den Digitalfunk: Lt. Rettungsdienst.de bekam die Fa. "life is simple" Anfang August 2011 nach einer Ausschreibung des Bundesamtes für Bevölkerungschutz in Münster den Zuschlag für 500 2m Analogfunkgeräte des Herstellers "Rexon" mit einer Option für weitere 600 Geräte zur Bestückung ihrer Einsatzfahrzeuge. Deutschlands Digitalfunk-Hauptverantwortliche das Bundesinnnenministerium bestellte Ende August 2012 rd. 1800 Handfunkgeräte für alle seine Behörden. Wirtschaftlich betrachtet bestellt niemand Analogfunkgeräte bei geplanter Abschaltung.

des Analogfunks selbst. Würden schon deshalb der Digitalfunk-Hauptverantwortliche - das Bundesinnenministerium - und das Bundesamt für Bevölkerungschutz pikanterweise Analogfunkgeräte in jeweils grosser Stückzahl bestellen, wenn sie Vertrauen in den Digitalfunk hätten? Wohl kaum... Das Bundesinnenministerium listete lt. einem Sachstandsbericht von Mitte Sept. 2012 div. Digitalfunkprobleme - bzw. Totalausfälle in ganz Deutschland auf. So sei es u.a. beim Papst-Besuch im September 2011 zu einem kurzfristigen Ausfall im Bereich einer Basistation in Berlin gekommen. Auch beim Castor-Transport zwei Monate später gab es Probleme, es kam zu einem deutlich bemerkbaren lastenbedingten Warteschlangenbetrieb. Bei den 1.-Mai-Demos 2012 in Berlin war der Sprechfunk sogar vier Stunden lang nur eingeschränkt möglich. Staatliche Stellen äussern sich - wenn überhaupt - nur sehr widerwillig zum Thema. Die ausdrückliche Erwähnung von gravierenden Digitalfunk-Negativaspekten und Störungen- bzw. Totalausfälle spricht deutlich dafür, wie schlecht es um das generelle Projekt selbst bestellt ist. e) Lt. Videotext des HR vom 27.07.2011 werde der bisherige BOS-Analogfunk in Hessen während der nächsten Jahre noch ausgebaut. Dieser Punkt spricht u.a. bezgl. aller der in diesem Schreiben genannten Punkte wohl gänzlich für sich. f) Stromausfallüberbrückungszeiten in Not-und Katastrophenfällen: Überbrückungszeit beim Digitalfunk max. 2Std, beim bisherigen Analogfunk gut 8Std und teils länger. Hauptursache: Beim Digitalfunk senden alle Relaisstationen systembedingt auch ohne anfallenden Funkverkehr mit voller Trägerleistung im Dauerbetrieb. Beim Analogfunk findet nur Sendebetrieb während der unmittelbaren Durchgabe von Funkmeldungen statt. Schon deshalb ist der Digitalfunk bei Not-und Katastrophensituationen im Analogfunkvergleich gänzlich untauglich! Querverweis auf entspr. Bundesdrucksache vom April 2011. g) Sogar in Werbeveranstaltungen für TETRA wird von Referenten zugegeben, dass eine Alarmierung über TETRA untauglich wäre und die Abschaffung von Analogfunk ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko darstellen würde. Die Berufsfeuerwehr Essen arbeitet mit TETRA-Einsatzstellenfunk (i.W. also nicht Netz). Hierzu heisst es. u.a. wörtlich: "Wir arbeiten [bei der Alarmierung] mit dem [Analogfunk-]System POCSAG. Es ist das ausgereifteste, stabilste, sicherste und schnellste System weltweit." Von einer Alarmierung über Tetra wird dringend abgeraten. "Für eine Alarmierung über Tetra wäre Versorgungskategorie 7 nötig. [also viel mehr Sender; Bayern plant 4]" Außerdem sei der Sprechfunk und die Alarmierung über ein und das selbe System fahrlässig. "Wenn die Basisstation ausfällt, muss wenigstens noch alarmiert werden können." 6. Kommunikationsreserven: Beim Analogfunk: jeweils unabhängiger 4m + 2m Bereich + Handynetze = insgesamt gut 3 jeweils unabhängige Kommunikationsmöglichkeiten. Beim geplanten Digitalfunk: nur EIN Funknetz. Bei Systemstörungen bzw. Ausfällen verbleibt nur noch EINE Kommunikationsreserve (das normale Handy). Der BOS-Digitalfunk läuft im Vergleich zum bisherigen Analogfunk u.a. auch über PC-Server. Am 3.10.2010 "der Super-GAU" für Niedersachsens Polizei: Für rd. 2 Tage war deren Bearbeitungssystem NIVADIS wegen eines Serverfehlers komplett lahmgelegt. Durch die Computer-Panne war die Arbeit der Polizei nach internen Angaben seit Sonntag teilweise wie gelähmt. Der Streifendienst oder die Aufnahme von Unfällen und Straftaten sei zwar wie gewohnt weitergelaufen. Anders als üblich konnten die Beamten anschließend aber die Fälle nicht mehr in das Computer-System eingeben. Dasselbe am 27.06.2012 ganztags. Eine normale Arbeit sei in beiden Fällen überhaupt nicht mehr möglich gewesen. Wesentlich schlimmere Folgen von Störungen/Totalausfällen als zeitweise nicht telefonisch erreichbar zu sein, sind jedoch bei einem sicherheitsrelevanten System -im konkreten Fall des Polizei-Feuerwehr-und Rettungs-Digitalfunks - zu befürchten. Als unmittelbare Folge können Einsätze, wenn überhaupt, nur noch sehr verzögert beschickt werden. Speziell im Rettungsdienst sind evtl. tödliche Folge für den Betroffenen zwangsläufig zu erwarten. Man darf auf die Rechtfertigung der Digitalfunkbefürworter-und Verantwortlichen in solchen Fällen gespannt sein. Die sich hier stellende Frage nach der beabsichtigten Verbesserung der Sicherheit für Einsatzkräfte/Bevölkerung durch Einführung des Digitalfunks sollte im Interesse von Digitalfunkbefürwortern bzw. Verantwortlichen besser unbeantwortet bleiben. 7. Laufende Digitalfunk-Betriebskosten I.d.R. fallen Betriebskosten fakultativ (zusätzlich) zu den Anschaffungs-und Installationskosten an. Lt. mir vorliegendem Kostenverteilungsplan für alle Bundesländer vom Juli 2009 -in der Folgezeit z.Zt. nichts Gegenteiliges bekannt - müssen viele Kommunen, Bedarfsträger, etc.. mit teils erheblichen Mehrkosten als zu Analogfunkzeiten rechnen. Erwähnte Betriebskosten sind in fast allen Bundesländern um mind. das Doppelte, teils noch höher. Z.B. Bayern lt. ersten vorsichtigen Schätzungen rd. 80 Mio/ Jahr, beim Analogfunk rd. 10Mio Euro pro Jahr - eine rd. 8-fache Kostensteigerung. Brandenburg: Beim Digitalfunk rd. 5Mio, beim Analogfunk 2Mio jährlich. Die Digitalfunkbetriebskosten setzen sich u.a. im Saarland wie folgt zusammen: Einer Art "Grundgebühr für jedes Endgerät" und die "Aufteilung nach dem Funkaufkommen der einzelnen BOS-Bedarfsträger". Das erinnert z.B. an Grundgebühren für Handys, und deren Minuten-Verbindungspreise. Sarkastisch angemerkt, dass hoffentlich eine "BOS-Flatrate" z.B. für Textkurznachrichten bzw. Pager-Alarmierungen vereinbart wurde. Als ein kommunales Kostenrisiko somit erscheint die "Aufteilung nach dem Funkaufkommen" - insbesondere bei Grosseinsätzen - bzw. Schadensereignissen mit entsprechend viel Funkverkehrsaufkommen. Anders gesagt: Viel Funkverkehr = hohe Verbindungskosten für den jeweiligen BOS-Bedarfsträger bzw. die jeweils betroffene Kommune. Bei Grosseinsätzen bzw. Grosschadenslagen wird der anfallende BOS-Digitalfunkverkehr für die Betroffenen ein "teueres Vergnügen". Hoffentlich weigert sich nach evtl. Digitalfunk-Einführung keine Feuerwehr bzw. BOS-Hilfsorganisation zum Einsatz auszurücken, weil wegen abzusehenden starken BOS-Digitalfunkverkehr das zugewiesene Finanzbudget gesprengt wird. 8. Digitalfunk in anderen Ländern: ---U.a. Grossbritanien, Norwegen und Holland betreiben das techn. identische für Deutschland beabsichtigte TETRA-Digitalfunksystem, wobei es in allen hier genannten Ländern "alles andere als rund läuft"... a) In Grossbritanien lt. BBC allein zwischen 2005 und 2008 gut 93 teils schwerwiegende Störungen bzw. Totalausfälle auf, insbesondere bei Grosseinsätzen. Das britische Digitalfunksystem "Airwave" und das deutsche "BOS-NET" arbeiten beide mit identischer TETRA-Grundlage. Versand der zugrundeliegenden BBC-Webseite gerne auf entsprechende Anfrage. U.a. britische Polizisten sind angehalten, bevorzugt SMS-Nachrichten per Digitalfunk zu übermitteln und nur im Notfalle Sprechfunkverbindungen mit ihrer Leitstelle aufzunehmen. Hauptgrund: Explodierende Betriebskosten! Dasselbe kommt wohl auch auf Deutschland zu. Immer mehr Bundesländer sprechen offen über eine Kostenumlegung auf die Nutzer. Hierzu liegen mir wie erwähnt, mit Stand 2009 belastbare Infos vor. Sprich, die Kommunen sollen voraussichtlich die Kosten der Funkgespräche, welche z.B. ihre Feuerwehren, verursachen, an den kommerziellen Betreiber des Deutschen Behördenfunknetzes Alcatel-Lucent Digitalfunk Betriebsgesellschaft zahlen. Das gleiche gilt auch für die Funkkosten aller anderen Hilfsorganisationen. Der bisherige Analogfunk ist nicht mit derartigen Folgekosten verbunden und reichweitenstärker sowie betriebssicherer als der Digitalfunk. b) Holland: Führende Feuerwehrgewerkschaften fordern im Sept. 2010 wegen grober Mängel und Risiken die sofortige Rückkehr zum Analogfunk. U.a. wegen der Digitalfunkmängel gab es mind. 3 tote Feuerwehrleute zu beklagen. Das niederländische Innenministerium bestätigte erst auf mehrfache Anfragen diese Mängel, worüber sich auch die niederländische Polizei beklagt. Weiterhin Eingeständnis des niederländischen Innenministeriums dass bisher keinerlei TETRA-Digitalfunkerfahrungen bei starker Belastung vorliegen. Der niederländische Telegraaf vom 30.07.2011 berichtete von fortlaufenden Wartungsarbeiten/Softwareupdates beim Digitalfunksystem C-2000 wegen immer wiederkehrender Probleme. Dieses sei alle paar Wochen fällig. Während dieser Massnahmen ist der Digitalfunk zwischen 5min und 1,5Std gar nicht nutzbar. Einsatzkräften bleibt nur noch das Telefon zur Einsatzkoordination. Nach rd. 10 Jahren der Digitalfunk-Inbetriebnahme kann von Anfangsstartproblemen nunmehr keine Rede sein! Vielmehr erweist sich das Digitalfunksystem alles andere als betriebsstabil. Das belegt auch der mehrstündige Digitalfunk-Totalausfall Anfang der Woche 23.-25.Juli 2011 in Rotterdam. Hier konnten weder Einsatzkräfte miteinander funken, noch die U-Bahn fahren. Im Oktober 2011 kam es in holl. Zeland zu einem rd. 5std. Digitalfunk-Totalausfall. Alle Einsatzkräfte konnten währenddessen nur per Telefon/Handy miteinander kommunizieren. Zumindest in Holland und Grossbritanien erweist sich der Digitalfunk als überhaupt nicht belastungsfähig. Insbesondere bei Grosseinsätzen und viel Funkverkehr kollabieren die Funksyteme ständig. c) Beim Attentat/Amoklauf auf Utoya in Norwegen am 22.07.2011 versagte lt. Süddeutscher Zeitung vom 12.08.2011 ein "neuartiges Funksystem. Deswegen trafen viele Polizisten mit grosser Verspätung am Einsatzort ein und konnten sich nicht richtig koordinieren. Bei diesem "neuartigen Funksystem" handelt es sich lt. eigenen Recherchen um das seit 2009 im Wirkbetrieb befindliche und weitgehend identische für Deutschland geplante TETRA-System. 9) Praktische Erfahrungen von dt. Einsatzkräften a) Ein stellvertr. Beispiel von vielen: Gemeinde Niedernhausen bei Wiesbaden. Während der Silvesternacht 2012/2013 kam es zu einem Hochhausbrand. Ein Feuerwehrangriffstrupp verlor fast permanent den Digitalfunk-Kontakt mit dem sich vor Ort befindlichen Einsatzführer. Während einer schlagartigen Brandausdehnung (Durchzündung) wusste der Einsatzführer nicht, ob die Kameraden noch wohlauf sind. Später stellte sich heraus, dass der Angriffstrupp den Brand ohne Unterstützung unter Kontrolle bekam. b) Sich häufende Klagen dass Digitalfunkgeräte wiederholt nicht erreichbar sind, bzw. sich während des Sendebetriebs auf Einsatzstelle gegenseitig blockieren. Ein sendenes Digitalfunkgerät stopft regelrecht die Empfänger aller sich in der Nähe befindlichen anderen Digitalfunkgeräte regelrecht zu. Hauptursache für die gegenseitige Blockade: Völlig unbrauchbar aufgebaute Empfangsteile mit schlechten Grossignaleigenschaften. Derart massiv treten solche Probleme nicht beim Analogfunk auf. c) Sich häufende Klagen über schlechte Audiowiedergaben der Digitalfunkgeräte: Die Gegenstellen hören sich vielfach sehr gepresst und deshalb unverständlich an. Hauptgrund: Zu starke Datenkompression beim Digitalfunk um Verbindungskapazitäten einzusparen. Derartiges tritt nicht beim Analogfunk auf. d) Beim Digitalfunk (insbesondere bei verschlüsselten Verbindungen) muss zwischen Drücken der Sprechtaste und Absetzen der Meldung die Verbindungsherstellung abgewartet werden (durchaus mehrere Sek. Dauer) Die Analogfunkpraxis (Sprechtaste drücken, und sofort die Meldung absetzen) ist somit nicht praktikabel. Niedernhausens Feuerwehr zog wegen o.g. Ereignisse die Notbremse und wechselte im Jan. 2013 mit sofortiger Wirkung zum bisherigen Analogfunk zurück. Auch zahlreiche andere Nutzer beklagen eklatante Mängel beim täglichen Digitalfunkbetrieb und behalten deshalb bis auf Weiteres den Analogfunk bei. U.a. die Feuerwehr und Rettungsdienste in Trier monieren lt. Pressemeldung vom 30.03.2013 (Trierischer Volksfreund) u.a. die hier erwähnten Punkte "schlechte Verständigung", "mangelhafte Bedienung", "grosse Reichweitenmängel" bzw. instabile Funkverbindungsqualität. Schleswig-Holstein: U.a. die Polizei der Kreise Storman, Lauenburg, und Ostholstein beendeten nach teils nur 3 Wochen Ende April 2013 den gesamten Probebetrieb. U.a. kommt es zu fast permanenten Verbindungsabbrüchen zwischen Polizei-Leitstellen und Einsatzkräften. Auch würden lt. vorliegenden Infos Hochhäuser teils starke Störungen verursachen. U.a. Querverweis auf "Lübecker-Nachrichten-Online" vom 3.Mai.2013. Soweit die wichtigsten Mängel und Risiken des Digitalfunks in Kurzform. Jeder private Arbeitgeber würde bei Inverkehrbringen mangelhafter Arbeitsmittel - bzw. Materialien sehr bald mit rechtlichen Problemen konfrontiert werden - dies insbesondere im Havarie-bzw. Unglücksfall. Offenbar wird mit der Digitalfunkeinführung primär Lobbyismus im Interesse der Hersteller/Betreiber betrieben, statt eine tatsächliche Verbesserung für Einsatzkräfte und Bevölkerung.


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Detlef Wipperfürth
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zuletzt bearbeitet 19.09.2013 | Top

   

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