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Allgemeines zum Funkverkehr

#1 von Detlef Wipperfürth , 10.01.2008 14:20

Für den Funkverkehr sind Frequenzbereiche für bestimmte Zwecke reserviert. Sie werden von der Internationalen Fernmeldeunion (UIT) weltweit vergeben und koordiniert, um Überschneidungen zu vermeiden. Nur wenige Bereiche dürfen von jedermann frei genutzt werden, die meisten anderen sind militärischen Zwecken oder wissenschaftlichen und kommerziellen Organisationen vorbehalten. Deren Missbrauch steht unter Strafe!
Funkwellen:

Von einem Sender werden elektromagnetische Wellen in den Raum abgestrahlt und von einem Empfänger wieder aufgenommen. Die Funkwellen selbst dienen als Trägerwellen, die zu übertragenen Nachrichten werden ihr mit einer niedrigeren Frequenz aufgebracht (Modulation). Es wird zwischen Amplitudenmodulation (AM) und Frequenzmodulation (FM) unterschieden. Die abgestrahlte Sendeenergie nimmt mit zunehmender Entfernung ab und wird zusätzlich durch Hindernisse wie Berge, Wälder, Gebäude sowie Stromleitungen und Gewitter gestört. Ausbreitungseigenschaften und Störanfälligkeit von Funkwellen hängen sehr von der Wellenlänge (Frequenz) ab. Langwellen (LW), Mittelwellen (MW) und zum Teil Kurzwellen (KW) werden bei ihrer Ausbreitung von der Ionosphäre und Erdoberfläche reflektiert. Dadurch können sie große Entfernungen zurücklegen, sind aber stark Störeinflüssen ausgesetzt. Im Gegensatz dazu werden Ultrakurzwellen (UKW) kaum reflektiert. Sie können dafür nur auf kurze Entfernung empfangen werden. Es sollten keine größeren Hindernisse zwischen Sender und Empfänger liegen (Quasi-Sichtverbindung). Ihr Vorteil liegt in der besseren Empfangsqualität und geringeren technischen Aufwand.
Sprechfunkverkehr:

Weltweite Sprache im oberen Luftraum ist englisch, im unteren Luftraum kann auch die jeweilige Landessprache gesprochen werden. Eine Sprechfunkverbindung wird durch einen Einleitungsanruf hergestellt. Diese besteht aus dem Rufzeichen der anzusprechenden Funkstelle und nachfolgend aus dem Rufzeichen der rufenden Funkstelle. Danach folgt die eigentliche Meldung. Es werden international festgelegte Redewendungen und Sprechgruppen verwendet, Abkürzungen sind (außer im Flugverkehr gebräuchliche) zu vermeiden. Bestätigung des Empfangs einer Meldung erfolgt mit der Redewendung VERSTANDEN/ROGER oder WILCO. Buchstabiert wird nach dem ICAO-Buchstabieralphabet.
Schlüssel für Verständigungsprobe im Funkverkehr:

1=unverständlich (unreadable)
2=nur zeitweise verständlich (readable now and then)
3=schwer verständlich (readable but with difficulty)
4=verständlich (readable)
5=sehr gut verständlich (perfectly readable)
Notsignale

Notverkehr: Dreifaches Aussenden des Notsignals MAYDAY.
Dringlichkeitsverkehr: Dreifaches Aussenden des Signals PAN PAN.

Andere Funkstellen sollten bei Notsignalen auf dieser Frequenz Funkstille halten. Das testweise Senden von Notrufsignalen darf nur in den ersten 5 Minuten nach einer vollen Stunde mit einer Höchstdauer von 5 Sekunden erfolgen.
Flugfunk

Die Frequenzbereiche für den Funkverkehr in der Luftfahrt werden von der Internationalen Fernmeldeunion (UIT) und der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO koordiniert und den einzelnen Mitgliedsstaaten zugeteilt. Funknavigationsanlagen und Funksprechverkehr verwenden den Ultrakurzwellenbereich (UKW/VHF). In Europa nutzen Sender für die Funknavigation wie Markierungsfeuer (Marker Beacon), ILS-Landekurssender (Localizer) und UKW-Drehfunkfeuer (VOR) die Frequenzen im Bereich 75 MHz sowie 108,000 bis 117,975 MHz. Für den Funksprechverkehr wird der Bereich 117,975 bis 137,000 MHz verwendet, die Kanäle sind im 25 KHz-Raster voneinander getrennt. Die Ausstrahlung erfolgt amplitudenmoduliert (AM).

Für die Ausübung des Flugfunkdienstes auf einem Flugplatz mit Flugverkehrskontrollstelle ist ein Flugfunkzeugnis (BZF oder AZF) erforderlich. Flugfunkgeräte müssen angemeldet werden, eine jährliche Nutzungsgebühr ist zu entrichten.Frequenz (MHz) Nutzung
Notruffrequenzen
121,500 Internationale Notfrequenz, auch ELT
Auch auf 243,000 MHz
122,100 Militär. Wachfrequenz (TWR)
Flughafenbetrieb
121,600 -
121,975 Rollkontrolle (Ground Control),
Vorfeldkontrolle (APRON) auf Flughäfen
FIS (Fluginformationsdienste)
125,100
135,700
119,825 Bremen Information N
Bremen Information S
Bremen Information TMA
SIGMET/AIRMET Broadcasts
136,275 Bremen Radar
126,350
125,800 Berlin Information N, Radar
Berlin Information S
SIGMET/AIRMET Broadcasts
124,950 Berlin Schönefeld Information ATIS
125,900 Berlin Tegel Information ATIS
126,025 Berlin Tempelhof Information ATIS
129,875 Düsseldorf Information
SIGMET/AIRMET Broadcasts
123,775 Düsseldorf Information ATIS
119,025 Köln/Bonn Information ATIS
123,525
123,325
120,575 Frankfurt Information N
Frankfurt Information W
Frankfurt S+O
SIGMET/AIRMET Broadcasts
119,150 Frankfurt Radar
118,025
118,725 Frankfurt/Main Information ATIS
127,975 Nürnberg Information, Radar
SIGMET/AIRMET Broadcasts
123,075 Nürnberg Information ATIS
128,950 Stuttgart Information, Radar
SIGMET/AIRMET Broadcasts
126,125 Stuttgart Information ATIS
120,650
126,950 München Information N
München Information S
SIGMET/AIRMET Broadcasts
131,225 München Radar
123,125 München Information ATIS
126,025 A-Innsbruck Information ATIS
125,725 A-Salzburg Information ATIS
128,125 A-Linz Information ATIS
124,400 A-Wien Information
122,950 A-Wien Information ATIS
124,075 A-Klagenfurt Information ATIS
126,125 A-Graz Information ATIS
124,700 CH-Zürich Information
...
VOLMET
127,600 Frankfurt 1 (International)
135,775 Frankfurt 2 (National)
127,400 Bremen
128,400 Berlin
126,000 Wien (International)
122,550 Wien (A-Ost)
130,475 Innsbruck (A-West)
122,275 Klagenfurt (A-Süd)
127,200 Zürich (CH-Nord)
126,800 Genf (CH-Süd)
127,800 Brüssel (Benelux)
...
Motorflugbetrieb
122,300 Ausbildungs- und Übungsbetrieb, nur Flugplatzverkehr
122,800 Bord zu Bord Sprechfunk
123,450 Allgemeiner Quasselkanal
Hängegleiter-, Gleitflugzeug- und Ultraleichtflugzeugbetrieb
120,975 Außer Ausbildungs- und Übungsbetrieb
123,425 Ausbildungs- und Übungsbetrieb
Segelflugbetrieb
122,550 Überlandstreckenflüge
122,600 Segelflug Alpen
123,150 Ausbildungs- und Übungsbetrieb, ohne Flugplatzverkehr
123,350 Außer Ausbildungs- und Übungsbetrieb
123,400 Begleit- und Rückholbetrieb (Rückholer benötigt keine Funklizenz)
123,500 Ausbildungs- und Übungsbetrieb, nur Flugplatzverkehr
Freiballonsport
122,250 Freiballonsport
122,400 Begleit- und Rückholbetrieb (Rückholer benötigt keine Funklizenz)
Fallschirmsprungbetrieb
126,725 Fallschirmsprungbetrieb


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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Gericht: Empfang von digitalem Flugfunk kein &qu

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