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Bayern: Bad Tölz Feuerwehrleute drücken die Schulbank

Bayern: Bad Tölz Feuerwehrleute drücken die Schulbank

#1 von Detlef Wipperfürth , 12.02.2015 18:50

12.02.2015 19:47 Uhr 01/08 Bayern: Bad Tölz



Feuerwehrleute drücken die Schulbank

Bad Tölz-Wolfratshausen - Bis zur Einführung des Digitalfunks müssen 1700 Aktive im Landkreis fit im Umgang mit der neuen Technik sein.

Die Zeit drängt: Bis 1. Mai müssen die 59 Feuerwehren im Landkreis bereit für die Einführung des Digitalfunks sein. Aktuell läuft der Einbau der entsprechenden Geräte in rund 300 Fahrzeuge, und die Feuerwehrleute erhalten Ausbildungsabende im Akkord. Trotz der straffen Zeitvorgabe ist Kreisbrandinspektor Hermann John zuversichtlich: „Voraussichtlich sind wir mit der Schulung sogar vier Wochen früher fertig.“

In sechs Arbeitsgruppen wird die Einführung des Digitalfunks im Landkreis seit über einem Jahr vorbereitet, der Tölzer John war maßgeblich beteiligt. „Vergangenes Jahr wurden die sogenannten Multiplikatoren ausgebildet“, berichtet er. „Bei uns waren das 45 Kameraden.“ Es habe sich zum einen um Kommandanten und Kreisbrandmeister gehandelt, zum anderen aber auch um sonstige technikinteressierte Aktive.

Dieser Kreis ist aktuell gefragt, sein Wissen weiterzugeben. Nach dem Dreikönigstag fingen sie nämlich ihrerseits an, Schulungen zu erteilen. „Da kann ein Multiplikator schon einmal zwei Abende pro Woche unterwegs sein“, sagt John. Das Ziel: Von den insgesamt rund 3000 Aktiven im Landkreis sollen bis zur Einführung des Digitalfunks etwa 1700 den entsprechenden Unterricht erhalten haben, und zwar in erster Linie Atemschutzträger, Maschinisten und Führungskräfte. „Bis jetzt sind zirka 650 bis 700 geschult“, sagt der Kreisbrandinspektor. Gehe es im bisherigen Rhythmus weiter, so sei man wohl bis Ende März durch.

Dass es so flott vorangeht, liege auch am Interesse und der Begeisterung der Aktiven. Um überhaupt an einer Schulung teilzunehmen, muss sich jeder einzelne nämlich erst einmal selbstständig zu Hause auf den Hosenboden setzen und eine „elektronische Lernanwendung“ aus dem Internet absolvieren. „Die endet mit einem kleinen Leistungsnachweis“, so John. „Das Zertifikat braucht man, um zur Schulung zugelassen zu werden.“ In der „Endanwenderschulung“ werde das Grundwissen dann vertieft, eine weitere „Aufbauschulung“ richte sich an Gruppen- und Zugführer und thematisiere die Einsatztaktik. Dauer: jeweils ein Abend.

Feuerwehren, bei denen eine Mindestanzahl an Kameraden ausgebildet ist, werden laut John für den Netzbetrieb freigeschaltet, können also den Digitalfunk in vollem Umfang ausprobieren. Aber auch davor – seit die Geräte ausgeliefert sind – sei schon der sogenannte Direktbetrieb möglich. „Der umfasst 95 Prozent aller Funktionen.“ Noch aber benutzen die Feuerwehren die neue Technik nur zu Probe. „Im Ernstfall geht das noch nicht, solange nicht alle voll ausgestattet sind.“

Allzu viel zu beachten sei im Umgang mit den moderneren Geräten eigentlich nicht, meint John. „Nachdem man die Sprechtaste drückt, dauert es 500 Millisekunden, bis sich das Gerät eingewählt hat“, erklärt er. „Wenn man sofort drauflosspricht, kann es sein, dass die erste Silbe fehlt.“ Daran habe man sich aber schnell gewöhnt, und ansonsten schwärmt der Kreisbrandinspektor nur von den Vorteilen: „Die Hintergrundgeräusche werden unterdrückt. Das heißt, auch wenn man vor einer Pumpe oder im Eisstadion steht, kommt beim Gesprächspartner nur die Sprache an.“ Zudem sei die Netzabdeckung beim Digitalfunk deutlich größer als in der bisherigen analogen Ära. „Wir hatten ja nur eine Relaisstelle am Spöttberg. In vielen Gegenden gab es schlechten oder gar keinen Empfang. Im Bereich Sylvenstein und Walchensee war es ganz schwierig, da mussten wir viel über Handy und Telefon machen. Das entfällt jetzt.“

Quelle: http://www.merkur-online.de/…/feuerwehrleute-druecken-schul…


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http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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