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Digitaler Behördenfunk: EADS erfüllt Kryptoanforderungen

Digitaler Behördenfunk: EADS erfüllt Kryptoanforderungen

#1 von Detlef Wipperfürth , 26.08.2008 18:32

Die Firma EADS Defence & Security meldet den erfolgreichen Abschluss der Testserien, mit denen Hersteller von TETRA-Funkgeräten den Nachweis einer sicheren End-to-End-Verschlüsselung nach den Kryptokriterien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erbringen müssen. Somit können EADS-Geräte an dem Kryptofeldtest teilnehmen, der in diesem Herbst von der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) veranstaltet wird.

Nach Angaben von EADS wurden insgesamt 20 Verschlüsselungsfunktionen getestet, darunter Gruppen und Einzelgespräche in der netzgebundenen wie in der direkten Kommunikation unabhängig vom BOS-Funknetz. Auch die Late Entry-Funktion, also die nachträgliche Einschaltung der verschlüsselten Kommunikation wurde erfolgreich absolviert. Weil im Fall einer grenzüberschreitenden Kommunikation von Polizei und/oder Rettungskräften auch die gleichzeitige unverschlüsselte Kommunikation möglich sein muss, wurde auch dieser Modus getestet, bei dem ein Signalton und ein Hinweis auf dem Display des Funkgerätes darauf hinweist, dass die Kommunikation nicht verschlüsselt ist. Auch die verschlüsselte Übertragung von Kurznachrichten via SDS (Short Data Service) konnte nach den Vorgaben des BSI vorgeführt werden.

Bei der vom BSI im Jahresbericht 2005 beschriebenen verschlüsselten BOS-Kommunikation (PDF-Datei) arbeiten Polizei- und Sondereinsatzkräfte mit Geräten, in denen eine BOS-Sicherheitskarte steckt. Für diese spezielle SIM-Karte mit Kryptofunktionen errichtet und betreibt das BSI eine eigenständige Public Key Infrastructure (PKI). BOS-Sicherheitskarten sollen in ca. 450.000 Handfunk- und Fahrzeugfunkgeräten zum Einsatz kommen. Neben der Verschlüsselung übernehmen die Karten die Aufgabe, einen auf der Karte gespeicherten Funkrufnamen, die sogenannte taktisch-operative Adresse zu übermitteln. Die starke Verschlüsselung der Polizeikommunikation ist vor allem darum notwendig, weil in Zukunft bei der "erweiterten Personenkontrolle" biometrische Merkmale wie Gesichtsbild und Fingerabdrücke abgefragt werden sollen. Solche Abfragen dürfen nicht über unverschlüsselte Kanäle laufen.

Neben den Detailtests der Geräte eines Anbieters soll in dem anschließenden Kryptofeldtest die Interoperabilität von Systemen verschiedener Anbieter geprüft werden. Die Verschlüsselungstests sind unabhängig von den Einzelgerätetests, die auf der sogenannten Referenzplattform in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden.


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Detlef Wipperfürth
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