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Thüringen Saale-Orla-Kreis: Feuerwehr des Saale-Orla-Kreises vor vielen Schwierigkeiten

Thüringen Saale-Orla-Kreis: Feuerwehr des Saale-Orla-Kreises vor vielen Schwierigkeiten

#1 von Detlef Wipperfürth , 20.06.2018 01:10

19.06.2018 Thüringen Saale-Orla-Kreis: Feuerwehr des Saale-Orla-Kreises vor vielen Schwierigkeiten



Auf der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes sind die Leitstelle und der Digitalfunk brennende Themen

Pößneck. Den steigenden sowie immer anspruchsvoller und komplexer werdenden Aufgaben steht die Feuerwehr im Saale-Orla-Kreis mit stetig weniger Aktiven gegenüber. „Der Rückgang der Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren verschärft sich weiter“, stellte Reimund Hofmann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Saale-Orla, auf der Verbandsversammlung in Pößneck fest.

Derzeit zählt der Kreisfeuerwehrverband 55 Mitgliedsvereine. In den 124 Feuerwehren im Saale-Orla-Kreis engagieren sich 2445 Einsatzkräfte. „Überall ist ein Rückgang zu verzeichnen“, wies Reimund Hofmann hin. Dabei rückten die Ehrenamtlichen zu 893 technischen Hilfeleistungen, 454 Mal wegen Wasser- und Sturmschäden und 60 Mal zur Menschenrettung aus. Zu Brandeinsätzen wurden die Kameraden 183 Mal alarmiert und 103 Mal rückten sie wegen Fehlalarms aus.

Ebenfalls sinkende Zahlen werden in den Alters- und Ehrenabteilungen registriert. Hier sind derzeit 652 Kameraden integriert. Im Nachwuchsbereich hingegen werde Zuwachs verzeichnet, freute sich der Vorsitzende. So sind 505 Jugendliche in 31 Jugendfeuerwehren organisiert. Für diese Kinder- und Jugendarbeit leisteten die Jugendwarte im Saale-Orla-Kreis im vergangenen Jahr über 9000 Stunden ehrenamtlich. „Dazu kommt noch der ehrenamtliche Dienst in der Feuerwehr“, wies Kreisjugendwart Michael Henkel hin.

Digitalfunk

Der im Saale-Orla-Kreis noch nicht vorhandene Digitalfunk stellt die hiesigen Feuerwehr­leute vor enorme Probleme. „In Bayern und Sachsen gibt es schon Digitalfunk und das wird schwierig bei länderübergreifenden Einsätzen“, wies Reimund Hofmann hin, denn eine Kommunikation mit den Thüringern sei so nicht möglich. Um die Digitalisierung umzusetzen, habe er einen Mitarbeiter im Landratsamt eingestellt, führte dazu Landrat Thomas Fügmann (CDU) aus. „Die Firma aber, die die Technik verkaufen sollte, wurde nach China veräußert“, erläuterte er das Dilemma.

„Der Digitalfunk ist eine Dauerbaustelle“, bestätigte der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Herrgott. Gegen den Verkauf einer Firma hätte sich das Land absichern und besser vorbereiten können, warf er den Verantwortlichen vor. Denn wenn die Feuerwehren in Sachsen und Bayern die Umstellung schon geschafft haben, gebe es für Thüringen inzwischen keine Ausrede mehr.
Rettungsleitstelle

Ein für die Aktiven brennendes Thema ist die Zukunft der ­Rettungsleitstelle. Thomas Fügmann warb hier für eine nüchterne Diskussion, die für die ­Kameraden bei diesem Thema aber nicht vereinbar ist.

„Ich bin mit der Arbeit der Rettungsleitstelle Saalfeld außerordentlich zufrieden“, würdigte der Landrat die Leistungen der Mitarbeiter in Saalfeld. Jedoch seien die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Leitstelle hier derzeit nicht gegeben, sagte er. Das gehe aus dem vorliegenden Gutachten hervor.

„Mir ist egal, woher ich alarmiert werde“, sagte dazu Ronny Kaufmann, Stadtbrandmeister in Neustadt. „Aber was nicht geklärt ist, ist, wie die Zusammenarbeit erfolgen soll“, wies er hin. Hier müsse mit den Feuerwehren das Gespräch gesucht werden. Thomas Fügmann gab Ronny Kaufmann in diesem Punkt recht. Entscheidend für ihn sei aber die Qualität der Arbeit und hier zeige das Gutachten, dass die Leitstelle „in der Ausrüstung ein Stück hinterher“ hinke. „Mir liegt am Herzen, dass die Qualität und die Einsatzzeiten eingehalten und Missverständnisse über Einsatzorte ausgeschlossen werden“, so der Landrat. Das sei aber auch eine Frage des Geldes. Deshalb gelte es, Alternativen zu prüfen und am Ende dem Kreistag einen Vorschlag zu unterbreiten. Die Rettungsleitstelle in Saalfeld gehöre dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und ein Vertrag sichere dem Saale-Orla-Kreis die Leistungen für die nächsten Jahre zu, erläuterte der Landrat Hintergründe.

„Wir müssen die Leitstellen, die wir haben, so ausstatten, dass sie funktionieren“, merkte der Landtagsabgeordnete Christian Herrgott an. Die Krankenkassen zahlten für jeden Einsatzfall eine Pauschale. Mit diesen Summen kämen Rettungsleistellen mit vielen Fällen aus, für andere reiche es dagegen nicht. „Saalfeld mit seiner jetzigen Größe wird laut vorliegendem Gutachten eine defizitäre Leitstelle bleiben“, sagte Christian Herrgott. Und: „Wir müssten in Saalfeld vier Millionen Euro investieren. Ob das neue Gutachten hier grundsätzlich andere Zahlen erbringt, bleibt abzuwarten.“ Am Ende stehe die Frage, ob man mit weniger vom Landkreis zu investierendem Geld die gleiche Leistung von einem anderen Partner in Gera oder Jena bekommt.
Kritik

Kritisch merkte Christian Herrgott auf der Verbandsversammlung an, dass ein großer Feuerwehrverein nicht Mitglied im Kreisfeuerwehrverband Saale-Orla ist. Diese Feuerwehr äußere sich auch regelmäßig öffentlich negativ über die Bedingungen der Feuerwehrarbeit, nehme aber Angebote zur Entlastung von Nachbarwehren nicht an. „Das passt nicht zusammen. Entweder habe ich Probleme und nehme Entlastungsangebote an, oder ich sage, ich schaffe alles, dann sollte ich aber auch nicht ständig über Gebühr klagen“, so Herrgott. Zudem fordere diese Wehr den höchsten fachlichen Standard ein, nehme es aber mit Unfallverhütungsvorschriften, wie jüngst bei einem Unfall auf der Autobahn 9, nicht so genau. „Dieser Verein stellt sich der großen Diskussion im Verband leider nicht. Unterstützung bekommen aber nur diejenigen, die sich auch einbringen“, formulierte es Christian Herrgott deutlich und erhielt dafür den Applaus der Anwesenden. Obwohl der Name der betreffenden Feuerwehr nicht genannt wurde, war hinter vorgehaltener Hand deutlich, dass von der Freiwilligen Feuerwehr Schleiz die Rede war.

Spürbare Sprachlosigkeit herrschte hingegen im Saal, nachdem Ronny Kaufmann gegenüber Michael Henkel kritisiert hatte, dass dieser den Kreisjugendfeuerwehrtag am Pfingstsonnabend einberufen hatte und diesbezüglich nicht erreichbar war, obwohl Kaufmann es auf fünf Wegen versucht habe. Darauf reagierte Henkel mit dem Satz: „Damit kann ich leben.“

Quelle: https://schleiz.otz.de/…/Feuerwehr-des-Saale-Orla-Kreises-v…


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Detlef Wipperfürth
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