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Digitaler Behördenfunk wird teurer als geplant

Digitaler Behördenfunk wird teurer als geplant

#1 von Detlef Wipperfürth , 09.09.2009 01:09

Der Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wird erheblich teurer als geplant. Dies berichtet der Behördenspiegel unter Berufung auf Informationen aus dem Haushaltsausschuss und des Innenministeriums. Die Einführung des digitalen Behördenfunks verzögert sich nicht nur bis zum Jahr 2012, in manchen Gebieten außerhalb von Siedlungsflächen sogar noch mehr, sie wird auch erheblich mehr kosten als ursprünglich veranschlagt.
So sollen allein die Kosten, die der Bund als Anteil an der Netzinfrastruktur zahlen muss, um 30 Prozent auf 3,625 Milliarden Euro steigen. Überraschend hoch sollen auch die Kosten für das derzeitige Interimsnetz sein, das von EADS und T-Systems gestellt wird: Zum Jahresende 2009 sind für dieses Versuchsnetz 190 Millionen Euro fällig, eine Summe, die der Behördenspiegel als "unglaublich und nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Als Gründe führt das Blatt die Unerfahrenheit der Mitarbeiter in der neu installierten Bundesanstalt für den Digitalfunk (BDBOS) an, die überraschend operative Aufgaben übernehmen musste. Auch seien von den IT-Beratungshäuser nur recht unerfahrene Berater eingesetzt worden. Ursache dafür sollen zu niedrige Tagessätze für Beratungsleistungen sein.
Die verfahrene Situation will das Bundesinnenministerium nach Informationen des Behördenspiegels in den Griff bekommen, indem im Ministerium eine neue "Projektgruppe DBOS" mit zehn erfahrenen Mitarbeitern gebildet wird. Sie soll die Bewirtschaftung der Mittel kontrollieren, die den Bundesanteil am Digitalfunk ausmachen. Leiter der bis Ende 2012 befristeten Gruppe soll Martin Conrad werden, bisher Büroleiter von Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm. Gegenüber dem Behördenspiegel sah der zuständige Staatsinnensekretär August Hanning in der Bildung einer neuen Unterbehörde eine positive Entwicklung.
Derzeit befinden sich 220 von 350 Basisstationen des BOS-Netzwerkes nach dem TETRA-Standard in Betrieb. In diesem Jahr sollen insgesamt 650 Basisstationen angeschlossen werden, während das Komplettnetz auf 4300 Stationen kommt. Freude herrscht derzeit beim Deutschen Roten Kreuz in Berlin. Anlässlich der umfangreichen IT-Ausstattung der Leichtathletik-WM hat der Landesverband Berlin seinen Funkverkehr auf den Digitalfunk umgestellt.


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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