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Hessen Hochtaunus: Digitalfunk für den Feldberg

Hessen Hochtaunus: Digitalfunk für den Feldberg

#1 von Detlef Wipperfürth , 08.02.2018 09:45

07.02.2018 Hessen Hochtaunus: Digitalfunk für den Feldberg



Großer Bahnhof auf dem Feldberg: Vertreter des Hessischen Innenministeriums, zahlreiche Politiker aus Wiesbaden und dem Hochtaunuskreis sowie Vertreter von Polizei, Feuerwehr, DRK und anderer Rettungsdienste gaben den Startschuss für die neue Basisstation im Digitalfunk.

Hochtaunus.

Wann ist der Digitalfunk endlich flächendeckend einsatzbereit? Nicht nur die Einsatzkräfte der örtlichen freiwilligen Feuerwehren stellen sich diese Frage landauf und landab. Selbst bei der Inbetriebnahme der zwölften von insgesamt 14 Basisstationen der neuen Funktechnik im Hochtaunuskreis konnte niemand eine klare Antwort auf diese Frage geben. Eines ist aber klar: das gesamte Digitalfunknetz im Hochtaunuskreis ist seit Januar deutlich engmaschiger geworden.

Mit der Inbetriebnahme der 450 000 Euro teuren Basisstation auf dem Sandplacken ist den Verantwortlichen beim Hessischen Innenministerium zumindest ein Lückenschluss gelungen. Der war freilich nicht ganz billig. Immerhin konnte man auf die alten Sendemasten der US-Streitkräfte zurückgreifen. Dennoch hatte deren notwendige Sanierung stolze 329 000 Euro gekostet. Die digitale Funkabdeckung erstreckt sich jetzt von der Hohemark in Oberursel über die Feldbergregion bis nach Wehrheim und Neu-Anspach sowie einzelne Schmittener Ortsteile. Bis zum Sommer werden auch die beiden letzten Basisstationen für den Hochtaunuskreis in Friedrichsdorf und Bad Homburg ans Netz gehen.

„Die Erschließung der Feldbergregion mit der digitalen Funktechnik ist wegen der Bedeutung im Bereich der Naherholung und wegen des Besucherdrucks besonders wichtig“, erklärte Staatssekretär Werner Koch vom Hessischen Innenministerium. Doch wegen der schwierigen Topographie der Feldbergregion mit ihren Hügeln und Tälern war dieses Projekt für die Funknetzplaner eine Herausforderung.
Gute Erfahrungen

Die Umstellung auf Digitalfunk wird deutschlandweit für alle Einsatz- und Rettungskräfte von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eingeführt (siehe Info-Text). Polizei und Teile der Feuerwehr nutzen ihn bereits. Nach Angaben der Leiterin der Polizeidirektion Bad Homburg, Antje van der Heide, ist der Digitalfunk bei der Hochtaunus-Polizei bereits flächendeckend im Einsatz. Die Erfahrungen damit seien gut.

So sieht das auch Bergwacht-Bereitschaftsleiter Hartmut Lischke: „Qualität und Verfügbarkeit der neuen Digitalfunktechnik ist in der Feldbergregion nun wesentlich besser als zuvor“, berichtete er bei der kleinen Feierstunde von seinen ersten Erfahrungen. „Es gab beim Analogfunk Gebiete, da gab es keinerlei Verständigung.“ Dabei ist genau das bei der Koordination von Rettungseinsätzen das A und O.

Die Kommunikation der Feuerwehren im Hochtaunuskreis erfolgt bereits fast flächendeckend. „Die Alarmierung der Aktiven durch die Leitstelle über Digitalfunk erfolgt aber bislang nur in Schmitten und Kronberg. Dort sind die Erfahrungen durchweg positiv“, teilte Kreisbrandinspektor Carsten Lauer mit.
Ein Hochsicherheitsnetz

Die neue Technik ist nach Angaben von Tobias Herr, Projektverantwortlicher beim Innenministerium, ein Hochsicherheitsnetz. Dank einer neuen Brennstoffzelle, die in der Basisstation am Sandplacken verbaut wurde, sei selbst bei Stromausfall die Funkverbindung der Einsatzkräfte gewährleistet.

Längst hat sich herausgestellt, dass die hessen- und bundesweite Einführung der Digitalfunktechnik eine größere Herausforderung darstellt, als Beteiligte und Verantwortliche gedacht hatten. Ursprünglich hatte man nämlich gehofft, die neue Technik zur Fußball WM in Deutschland zumindest in Teilen in Betrieb nehmen zu können. Das wäre 2006 – also vor 12 Jahren – der Fall gewesen . . .

„Die grundlegende Schwierigkeit ist es, dass mit den Einsatz- und Rettungskräften in allen Bundesländern und dem Bund gleich 17 Interessensgruppen an dem Projekt beteiligt sind“, erklärt Herr. „Die Standortsuche für ein flächendeckendes und funktionierendes Netz von Basisstationen ist eine große Herausforderung. Die Topographie, Vorgaben des Naturschutzes, Nutzungsverträge, Sicherheitsaspekte und die Statik der Sendemasten haben das Projekt verzögert.“

Hessenweit seien immerhin bereits 407 der notwendigen 490 Basisstationen für einen flächendeckenden Betrieb des Digitalfunks am Netz. „Für Aufbau und Betrieb der neuen Funktechnik wird das Land Hessen bis zum Jahr 2021 rund 350 Millionen Euro investieren“, sagte Staatssekretär Koch.

Quelle: http://www.taunus-zeitung.de/…/Digitalfunk-fuer-den-Feldber…


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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