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KEIN EMPFANG IN MÜNCHNER U- UND S-BAHN Polizei im digitalen Funkloch

KEIN EMPFANG IN MÜNCHNER U- UND S-BAHN Polizei im digitalen Funkloch

#1 von Detlef Wipperfürth , 27.05.2020 22:26

München – Einsätze in der U- und S-Bahn können für Münchner Polizisten sehr gefährlich werden, warnt Jürgen Ascherl (56), Chef der Polizeigewerkschaft in Bayern (DPolG)!

Denn die Bahnsteige sind für die Beamten in der gesamten Stadt ein schwarzes Digitalfunkloch.

Aus der Einsatzzentrale des Münchner Polizeipräsidiums - wo am Tag durchschnittlich 1100 Notrufe eingehen - hat Ascherl nun ein interner Notruf erreicht. „Täglich passieren Gewaltdelikte im Bereich der Bahnsteige und unsere Kollegen sind komplett ohne Rückendeckung.“ Denn: sobald eine Streife zur U- oder S-Bahn hinabfährt, funktioniert der Digitalfunk nicht mehr. „Sie haben dann keine Möglichkeit, im Notfall Verstärkung zu rufen. Das kann für die Beamten extrem gefährlich werden!“ Der Polizeigewerkschaftsboss fordert den dringenden Ausbau des Digitalfunknetzes in U- und S-Bahn. „Es kann nicht sein, dass wir diese Situation noch zwei bzw. vier Jahre ertragen müssen.“
Seit 2015 hat die bayerische Polizei flächendeckend den Digitalfunk eingeführt. Doch Bahn und MVG haben ihre Objekte nicht mit der nötigen Sendetechnik ausgestattet. Es fehlt an fest installierten Antennen und Sende-Verstärkern an den Bahnsteigen. „Polizeibeamte müssen mit ihren privaten Handys Verstärkung rufen. Das ist ein extremes Sicherheitsrisiko“
Bis das Netz ausgebaut wird, kann es noch dauern. So stattet etwa derzeit die MVG noch bis 2022 das U-Bahnnetz in München mit Digitalfunk aus. Warum erst Jahre nach Einführung des Standards? MVG-Sprecher Matthias Korte zu BILD: „Die Finanzierung musste zunächst geklärt werden.“ 30 Mio. Euro kostet der Ausbau. Das Netz soll erst in Betrieb gehen, wenn alle 94 Bahnhöfe aufgerüstet wurden.
Bei der S-Bahn dauert es sogar noch länger. Bis 2024! Für 250 Mio. Euro sollen 340 Bahnhöfe bundesweit nachgerüstet werden, erklärt ein Bahn-Sprecher. Die Bahn selbst nimmt 23 Mio. Euro aus Eigenmitteln in die Hand, um 38 weitere Bahnhöfe auszustatten. Für die Polizei heißt das im Extremfall, dass die Beamten mit ihrem Privathandy Verstärkung rufen müssen. Polizist Ascherl: „Viele junge Kollegen werden an den alten analogen Funkgeräten gar nicht mehr ausgebildet. Das ist ein extremes Sicherheitsrisiko.“


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Detlef Wipperfürth
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