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Bayern Der Digitalfunk hat seine Mucken

#1 von Detlef Wipperfürth , 27.10.2022 05:19

Bayern Der Digitalfunk hat seine Mucken

Weil das moderne System anfällig ist, soll der Analogfunk parallel bis 2030 weiter betrieben werden. Der Kreisausschuss will deshalb für die nächsten sieben Jahre jeweils 10.000 Euro für den möglichen Kauf von Ersatzteilen in den Haushalt einstellen lassen.

Es ist eigentlich ein Unding: 2016 hieß es, dass der Digital- den bisher üblichen Analogfunk ablösen sollte. Laut Bericht der Verwaltung am Landratsamt hat sich aber in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Ausfallhäufigkeit des neuen nicht besser ist als die des alten Systems. Der Analogfunk soll deshalb noch einige Jahre parallel zum Digitalfunk betrieben werden. Der Kreisausschuss des Kreistags hat jetzt beschlossen, für den Fall, dass für die alte Technik Ersatzteile benötigt werden, jährlich 10.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Bis zum März 2026 soll es aber einen Zwischenbericht geben.

Laut Verwaltung hat sich herausgestellt, dass die Basisstationen des Digitalfunks häufiger ausfallen und nicht so rasch reaktiviert werden können als dies bei den analogen Geräten der Fall war. Dies liege an der verbauten Technik, die es beispielsweise nicht erlaubt, das Gerät bei einem Stromausfall länger zu betreiben. Das wiederum liegt offenbar an der Kapazität des Akkus. Außerdem ist die Basisstation an das restliche Funknetz angebunden.

DIE ALTEN RELAISSTATIONEN KÖNNEN MIT AUTOBATTERIEN BETRIEBEN WERDEN

Die analogen Relaisstationen seien laut Verwaltung durch den Anschluss an Autobatterien bei einem Stromausfall weiter mit Energie versorgt. Diese können bei Bedarf ausgetauscht werden. Die Relaisstationen sind nicht mit anderen verknüpft sondern arbeiten autark. Die so genannte Gleichwelle wird zusammen mit dem Landkreis Erding betrieben. Die alten Anlagen würden regelmäßig gewartet, um Schäden an der Technik möglichst früh zu erkennen.
Von 2023 an soll die digitale Alarmierung Standard werden. Dann steht die Entscheidung an, was mit der veralteten Technik geschehen soll. Im Gegensatz zu anderen Landkreisen plädieren Kreisbrandrat Manfred Danner und die am Katastrophenschutz beteiligten Organisationen dafür, dieses System für den Notfall in Reserve zu halten.

FÜR DIE ALTE TECHNIK GIBT ES KAUM NOCH ERSATZTEILE

Danner bekräftigte während der Sitzung noch einmal seine Position. Selbst wenn die digitale Alarmierung von 2023 an eingeführt werden solle, bliebe den Kommunen noch eine Frist bis 2030, um tatsächlich umzustellen. Das analoge System müsse solange aufrecht erhalten werden, bis alle umgestellt hätten. Es werde benötigt, falls das digitale Netz ausfalle. Danner verwies darauf, dass es für die alte Technik kaum noch Ersatzteile gebe. Eine Quelle dafür sind laut Verwaltung die Landkreise, welche beschlossen haben, von sofort an auf Analogfunk zu verzichten. Dominik Ternes, Leiter der Abteilung Katastrophenschutz im Landratsamt, riet, die Entwicklung beim Digitalfunk weiter zu beobachten. In ein paar Jahren könne sich der Kreisausschuss noch einmal mit der Thematik befassen.

RETTUNGSDIENSTE, DIE SCHWIERIGKEITEN BEI DER EINFÜHRUNG DES DIGITALFUNKS PROPHEZEITEN, WURDEN AUSGELACHT

Rainer Schneider (FW) fand dies für eine vernünftige Lösung. Er erinnerte daran, dass die Rettungsdienste bereits darauf hingewiesen hätten, dass die Umstellung auf Digitalfunk nicht so einfach funktionieren werde. "Dafür sind sie ausgelacht worden." Dass die analoge Technik parallel zum Digitalfunk weitergeführt werden solle, könne aber eigentlich nicht sein, kritisierte er. Hans Stegmair (CSU) murrte, dass die neuen Bundesländer schon von Anfang an auf digital umgestellt worden seien. "Dort funktioniert das."

Für die Fraktionen der Grünen forderten Claudia Bosse und Johannes Becher aus Sicherheitsgründen die Parallelstrukturen beizubehalten. Eine Befristung bis 2030 mache Sinn, sagte Claudia Bosse. Dann könne man neu entscheiden. Jetzt sei aber das Geld in den Haushalt einzustellen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung


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