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Digitaler Polizeifunk feiert "Bergfest"

#1 von Detlef Wipperfürth , 24.11.2011 03:32

Auf der Fachmesse PMRexpo zog der Präsident der Bundesanstalt für den digitalen Behördenfunk (BDBOS), Rolf Krost, zur Halbzeit ein erstes Fazit des Netzaufbaus für das TETRA-Behördenfunknetz. Den offiziellen Angaben zufolge sind 2443 von 4400 Basisstationen installiert und 1402 in den Funkbetrieb integriert worden. Auch bei dem vom Bund betriebenen Kernnetz sieht es Krost zufolge gut aus. Von 70 Knotenzentren sind 51 installiert, 10 im Bau und 9 in der Bauendplanung, womit dieses Netz Ende 2012 zur Verfügung stehen soll. Das gesamte Digitalfunknetz wird nach Aussage von Krost Ende 2014 zur Verfügung stehen.

Krost betonte, dass Bund und Länder gut im Plan lägen. Das vom damaligen Bundesinnenminster Wolfgang Schäuble (CDU) zum Start des Digitalfunkprojekts im Jahre 2007 verkündete Ziel, das Funknetz bis zum Jahr 2010 fertig zu stellen, kommentierte Krost nicht. Er verwies stattdessen auf den damaligen Plan, der das Jahr 2012 anpeilte. Dieser Zeitplan der Fachleute sei "politisch unverträglich" gewesen und daher ignoriert worden.

Der BDBOS-Präsident sieht es nicht als Problem, dass derzeit keine Geräte für den Digitalfunk gemäß der Verordnung (PDF-Datei) zertifiziert sind. Bis Ende 2012 werde es eine "Generalausnahme" geben, überdies laufe die Zertifizierung zügig. Von insgesamt 19 Anträgen hätten vier die vorgeschriebene Interoperabilitätsprüfung erreicht. Weitere 15 Systeme (6 Funkgeräte, 9 Leitstellen) sollen 2012 diese Prüfung absolvieren.

Tags zuvor hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) den Start des Probebetriebs in den Großräumen Düsseldorf, Köln-Bonn und Aachen für Anfang 2012 angekündigt. Er soll als Härtetest der gesamten Technik ausgelegt werden. Allerdings kann das zentrale TETRA-Rechenzentrum zur Verbindung der Großräume erst 2013 bezogen werden.

Insgesamt muss NRW 7.000 Polizeifahrzeuge, 11.700 Feuerwehren und 4300 Rettungsambulanzen mit Digitalfunkgeräten ausstatten, dazu eine noch unbekannte Zahl von Fahrzeugen des Katastrophenschutzes. Dabei macht NRW bereits Abstriche am Gesamtsystem. Die ursprüngliche Absicht, eine zentrale Leitstellensoftware für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zu installieren, die Sprachfunk, Datenverband und Situationsanalyse gestattet, scheiterte an der Überkomplexität des Systems.


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

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Detlef Wipperfürth
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zuletzt bearbeitet 24.11.2011 | Top

   

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