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Bayern Oberfranken Bayreuth: Gigantisches Projekt: Digitalfunk hilft helfen

Bayern Oberfranken Bayreuth: Gigantisches Projekt: Digitalfunk hilft helfen

#1 von Detlef Wipperfürth , 14.01.2014 16:37

10.01.2014 (01/03) 19:24 Uhr Bayern Oberfranken Bayreuth:



Gigantisches Projekt: Digitalfunk hilft helfen

Im Raum Bayreuth/Kulmbach ist im Frühjahr 2015 der Start — Ungeahnt teures Unterfangen für Gemeinden

BAYREUTH - Die Einführung des Digitalfunks soll für alle Bürger ein großes Plus an Sicherheit bringen. Funklöcher soll es kaum mehr geben und jegliche Information soll selbst in den entlegensten Winkeln in Sekundenbruchteilen ankommen. Im Bereich der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach (ILS) wird der Digitalfunk im Frühjahr 2015 an den Start gehen, zunächst als Probebetrieb, ab Sommer dann flächendeckend.

Bis dahin müssten rund 17000 ehrenamtliche Helfer und rund 250 hauptamtliche Einsatzkräfte geschult werden, erläutert Markus Ruckdeschel, Chef der ILS.

Allein für das Gebiet der Städte und Landkreise Bayreuth und Kulmbach seien künftig 3000 mobile Endgeräte notwendig. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Funkgerät und Mobiltelefon.

Dazu kommen etwa 800 festeingebaute Geräte in den Fahrzeugen sowie zahlreiche Festfunkstellen in den Feuerwehrhäusern aller 56 Kommunen in Raum Bayreuth/Kulmbach.

Ziel des Digitalfunks ist es, dass sämtliche Hilfsorganisationen bundesweit ein einheitliches Netz haben. „Wir werden künftig ganz neue Einsatzmöglichkeiten haben“, sagt Ruckdeschel, der bereits von einem echten Paradigmenwechsel im Rettungswesen spricht.
Bis in letzten Winkel

Künftig sei zu jedem Zeitpunkt eine lückenlose Kommunikation möglich. Ohne auf den analogen Funk oder auf Mobiltelefone angewiesen zu sein, könnten in Zukunft sämtliche Informationen ausgetauscht werden. Die Leitstelle könne künftig sichergehen, dass jede Info auch bei der kleinsten Dorffeuerwehr ankommt. Außerdem komme das neue digitale Funknetz einer hundertprozentigen Netzabdeckung sehr nahe. Klassische Funklöcher sollen also schon bald der Vergangenheit angehören.

Ursprünglich hätte der Digitalfunk bereits zur Fußballweltmeisterschaft 2006 an den Start gehen sollen, doch damals habe man einfach die Komplexität des Themas unterschätzt, so ILS-Leiter Ruckdeschel. Ein Grund dafür, dass es mit dem Digitalfunk nicht schneller vorangeht, ist das Geld. Allein die benötigten rund 3000 Endgeräte kosten etwa 2,1 Millionen Euro. 80 Prozent davon übernimmt der Freistaat, den Rest müssen die Kommunen bezahlen.

Die Installations- und Einbaukosten schlucken eine halbe Million und müssen komplett von den Kommunen getragen werden. Damit das Ganze nicht ausufert, habe man sich bereits mit der Coburger Leitstelle zusammengetan, um wenigstens die Geräte billiger gemeinsam zu kaufen.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Ertüchtigung der Leitstelle, die weitere 900000 Euro kosten soll und die vom Freistaat mit 92 Prozent bezuschusst wird. Dazu kommen als dritter großer Posten die Basisstationen, also die Funkmasten, die in Sachen Sicherheit weit höhere Maßstäbe erfüllen müssen, als herkömmliche Funkmasten etwa für den Mobilfunk. Für sie ist der Bund zuständig.
Analogfunk teils aufgeben

Sorgen über noch mehr Funkmasten in der Landschaft oder noch mehr Strahlung müsse sich aber niemand machen, denn mit der Inbetriebnahme der neuen Basisstationen werden gleichzeitig zwei Drittel der bisherigen analogen Standorte abgeschaltet. Der Digitalfunk umfasst die komplette nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr. Feuerwehr und Bayerisches Rotes Kreuz gehören genauso dazu, wie die Malteser Hilfsorganisation, das Technische Hilfswerk, die ADAC-Luftrettung bis hin zum Staatsschutz.

Während der Digitalfunk in den meisten Bundesländern schon läuft, sei Bayern noch ein weißer Fleck auf der Landkarte, so Ruckdeschel. Gründe dafür sind die schwierige Topographie, die vielen ländlichen Bereiche und die im Gegensatz zu den Ballungsgebieten ausgeprägte ehrenamtliche Struktur der Rettungsdienste.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/pegnitz/...elfen-1.3386553


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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