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Sachsen: Radeberg Feuerwehrchef ist sauer über den Digitalfunk

Sachsen: Radeberg Feuerwehrchef ist sauer über den Digitalfunk

#1 von Detlef Wipperfürth , 07.01.2016 18:54

07.01.2016 19:49 Uhr 01/02 Sachsen: Radeberg



Feuerwehrchef ist sauer
Frank Höhme aus Radeberg sieht reichlich Probleme durch die neue
Technik. Deshalb lädt er Innenminister Ulbig zum Kaffee ein.

Wenn es nach Radebergs Feuerwehrchef Frank Höhme ginge, dann würde er sich gern mal mit Sachsens Innenminister Marcus Ulbig (CDU) auf einen Kaffee im Radeberger Feuerwehrgerätehaus treffen. Um dem Minister hier, am Bruno-Thum-Weg, mal zu erklären, was er vom neuen Digitalfunk für die Rettungskräfte hält. „Denn das ist alles andere als eine Erleichterung oder gar Verbesserung – ganz im Gegenteil, es gibt eine Menge gefährlicher Probleme“, sagt Frank Höhme. Und klingt hörbar sauer.

Problematisch sieht der Radeberger dabei vor allem, „dass die Qualität des Funkverkehrs enorm schlechter geworden ist“. Oft sei es sehr schwierig, zu verstehen, was da gerade gefunkt wird. Und gerade im Einsatzfall sei das nun wirklich alles andere als hilfreich, fügt Frank Höhme mit Nachdruck an. Zudem sei mit der Einführung des neuen Funks auch eine bisher in Radeberg bestens funktionierende, sogenannte Land-Funkstelle am Feuerwehrgerätehaus abgeschaltet worden. „Mit der konnten wir vieles auf einfachstem Weg mit unseren Einsatzkräften koordinieren, besonders bei Groß-Einsätzen“, beschreibt der Radeberger Feuerwehrchef das Dilemma. Es sei ihm dabei versprochen worden, schnell einen Ersatz zu schaffen. „Aber bisher ist das einfach nicht passiert – das geht so nicht“, wettert Frank Höhme. Und er würde deshalb wie erwähnt das alles, „dem Minister gern mal persönlich erklären, vielleicht weiß er ja von all diesen Problemen nichts“.

Zusage für Fördermittel im Gepäck?

Und so wird Radebergs Feuerwehrchef Frank Höhme demnächst mal Kontakt mit dem Büro des für das Thema Rettungsdienste zuständigen Ministers aufnehmen, um ihn nach Radeberg einzuladen. „Es ist ja quasi nur ein Katzensprung von Dresden aus“, sagt er. Und vielleicht, fügt er an dann augenzwinkernd an, bringe der Minister dann auch gleich noch die Zusage für ein paar Fördermittel für den geplanten Anbau ans Feuerwehrgerätehaus mit. Der ist bekanntlich notwendig geworden, weil die Radeberger Feuerwehr in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist. „Und das dürfte ja auch im Interesse des Ministers sein, eine Feuerwehr mit wachsender Aktiven-Zahl“, so Frank Höhme.

Sicherheit soll verbessert werden

Mit dem Digitalfunk, der im vergangenen Jahr im Freistaat flächendeckend eingeführt wurde – und für den beispielsweise neben der Tankstelle an der Dresdener Straße am Radeberger Ortseingang auch extra ein neuer Sendemast aufgebaut worden war –, sollte die Sicherheit in Sachsen bekanntlich verbessert werden. Der Digitalfunk ist zum einen abhörsicher, zudem können zum anderen auf diesem Wege wesentlich mehr Notrufe gleichzeitig bearbeitet werden, heißt es dazu vom Innenministerium. Feuerwehren, Rettungsdienste, Bundes- und Landespolizei sowie Technisches Hilfswerk nutzen den Funk gemeinsam – und verfügen damit künftig bundesweit über ein gemeinsames digitales Funknetz. Das soll – so heißt es vom Freistaat – eine noch bessere Koordination der Zusammenarbeit ermöglichen und die öffentliche Sicherheit und die Qualität der Notfallversorgung weiter steigern. Die Verbindungen sollen zudem schneller aufgebaut werden können – und das Ganze auch noch in einer wesentlich höheren Sprachqualität. Aber ganz offensichtlich gibt es da einige Probleme, wie Radebergs Feuerwehrchef weiß. Und er hofft, dass sich der Minister nun die Zeit nimmt, um auf den avisierten Kaffee am Bruno-Thum-Weg in Radeberg vorbei zu kommen.

Quelle: http://www.sz-online.de/…/feuerwehrchef-ist-sauer-3291522.h…


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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