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Bayern Lindau (Bodensee): Ab 1. Juli funken die Feuerwehren digital

Bayern Lindau (Bodensee): Ab 1. Juli funken die Feuerwehren digital

#1 von Detlef Wipperfürth , 01.07.2017 06:20

Bayern Lindau (Bodensee): Ab 1. Juli funken die Feuerwehren digital. Zusätzlicher Funkmast bei Cooper Standard schließt die Funklöcher.



Foto: Noch ist es ein Provisorium neben dem Schornstein von Cooper Standard. Wenn der Schornstein saniert ist, wird die neue Antenne für den Digitalfunk der Feuerwehr, auf dem Kamin installiert.

Die Zeit den analogen Funks der 60er-Jahre ist für die Feuerwehren aus dem Landkreis Lindau vorbei. Kreisbrandrat Friedhold Schneider teilt mit, dass alle heimischen Wehren ab Samstag, 1. Juli, nur noch digital funken werden. Möglich machen das verschiedene Verbesserungen, unter anderem ein neuer Funkmast auf dem Betriebsgelände bei Cooper Standard.
Feuerwehr hat seit Jahren über Digitalfunk gesprochen

„Die lange Vorbereitungszeit hat nun wirklich ein Happy-End gefunden“, teilt Schneider mit. Seit mehr als zehn Jahren hat die Feuerwehr vom Digitalfunk gesprochen, die Projektfahrstrecke war jedoch von Flensburg bis Lindau sehr lang. Seit drei Jahren liefen im Landkreis Maßnahmen wie Förderantrag, EU-Ausschreibung, Beschaffung und Einbau der Endgeräte. Die Gemeinden haben trotz 85-prozentiger Landesförderung viel vorgeleistet. „Aber auch die Feuerwehren waren insbesondere mit Schulungen sehr stark beaufschlagt, galt es doch, alle 1600 Feuerwehrkräfte auf die neue Technik einzuschwören“, berichtet Schneider.

Der landesweite Netzaufbau schien zum Herbst 2015 im Landkreis Lindau abgeschlossen, doch eine umfangreiche Probe- und Testphase aller Landkreisfeuerwehren zeigte „gewaltige Mängel im Funknetz“, wie Schneider sich erinnert. „Insbesondere im Stadtgebiet Lindau, in den Seegemeinden Nonnenhorn und Wasserburg sowie auf der Autobahn war kein oder ein fast nicht nutzbares Funknetz vorhanden.“ Das obere Kreisgebiet war hingegen sehr gut versorgt. Dennoch hat Schneider den Start des Regelbetriebs mit Digitalfunk blockiert, bis allen Landkreis-Feuerwehren überall eine sichere Kommunikation gewährleistet ist.

Deshalb rollte aus dem Landkreis Lindau „eine massive Reklamationswelle“ in Richtung München. „Es gab hiernach nicht nur eine Nachjustierung, sondern eine Nachbesserung in Form einer zusätzlichen Funkstation im Stadtgebiet und einer Antennen-Nachbesserung an der Autobahn-Funkstation“, berichtet Schneider jetzt. Die Herausforderungen waren zeitlich wie auch finanziell groß, räumt der oberste Feuerwehrmann des Landkreises ein, „aber ein Funknetz, das nicht zuverlässig funktioniert, ist wertlos“.

Nun stellt er fest, dass sich die Reklamationen gelohnt haben, neue Messungen haben „ein ganz erfreuliches Ergebnis“ gebracht: „

Ab 1. Juli wird digital gefunkt.“ Damit sei eine durchgängige Kommunikation von jedem Fahrzeug zur Leitstelle in Kempten störungsfrei möglich, wie es die Feuerwehren vom Analog-Funk her gewohnt sind.

Künftig gibt es deutlich mehr als einen Funkkanal

Dabei weist Schneider auf einen Vorteil der neuen Technik hin, denn bisher mussten sich alle 120 Feuerwehrfahrzeuge des Landkreises einen Funkkanal teilen, nun stehen eine Vielzahl an Ausweichkanälen zur Verfügung. Die sind auch nötig, denn allein im Bereich der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienstalarmierung in Kempten sind bei den Feuerwehren 3600 neue Handsprech- und Fahrzeugfunkgeräte im Einsatz.

Künftig soll das neue Digitalfunknetz auch die Alarmierung der Feuerwehren und Hilfsorganisationen übernehmen, die bisher noch analog läuft. Dann können die Verantwortlichen das alte Analog-Funknetz endgültig abbauen. Das soll Kosten verringern. Wann das soweit sein wird, schreibt Schneider aber noch nicht.

Quelle: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Ab-1-Juli-funken


DWHOSZ
http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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