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Thüringen: BOS intern: Kommt der nächste Rückschlag für den digitalen Behördenfunk?

Thüringen: BOS intern: Kommt der nächste Rückschlag für den digitalen Behördenfunk?

#1 von Detlef Wipperfürth , 01.09.2017 18:04

31.08.2017 Thüringen: BOS intern: Kommt der nächste Rückschlag für den digitalen Behördenfunk?



Mit Wirkung zum 25. August stoppte der Freistaat Thüringen die Einführung des digitalen Behördenfunks TETRA für Feuerwehren und Rettungsdienste. Der Grund hierfür ist der Verkauf des britischen Unternehmens Sepura, welches zahlreiche Fahrzeug- sowie Handfunkgeräte lieferte, an den chinesischen Konkurrenten Hytera.

Einem internen Dokument (liegt der Redaktion vor) des Thüringer Landesverwaltungsamtes zur Folge müssen Digitalfunkgeräte durch die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) zertifiziert werden. So sei die notwendige Zertifizierung zwar bereits beantragt, doch sei diese durch den Verkauf von Sepura unsicher. So heißt im Schreiben wie folgt:

Der britische Funkgerätehersteller Sepura Public Limited Company, dessen Geräte durch die Firma Selectric-Nachrichtensysteme GmbH geliefert werden, soll durch die chinesische Hytera Communication Corporation Limited übernommen werden. Notwendig für die Wirksamkeit der Übernahme ist u.a. der Abschluss des außenwirtschaftsrechtlichen Investitionsprüfungsverfah-rens durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. In diesem Verfahren sind auch relevante Sicherheitsaspekte zu prüfen. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, da bestehende Sicherheitsbedenken bislang von Sepura und Hytera nicht ausgeräumt werden konnten. Die Zertifizierung der neuen Sepura-Endgeräte kann aus den gleichen Sicherheitsbedenken durch die BDBOS zurzeit nicht vorgenommen werden. Das Land Thüringen steht im engen Austausch mit dem Bund, um eine schnelle Lösung zu erreichen.

Unklar ist indes, wie es in Sachsen in Sachen Digitalfunk weitergeht. So haben neben der Landespolizei auch Feuerwehren und Rettungsdienste die Geräte des britischen Konzerns in ihren Einsatzfahrzeugen verbaut. Einzig die Bundespolizei setzt in Sachsen auf Geräte von Motorola, welche von den Bedenken der BDBOS nicht betroffen sind. Ausgeschlossen sein dürfte indes eine (temporäre) Rückkehr zum Analogfunk im 4m Band, da die Stationen hierbei teils abgebaut, teils an Unternehmen vermietet worden. Wie es nun aber weitergeht, bleibt auf Grund einer fehlenden Stellungnahme von BDBOS sowie des Freistaates Sachsen unklar.

Quelle: https://www.medienservice-plauen.de/…/%E2%80%8B-bos-intern…/


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Detlef Wipperfürth
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