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Bayern: Ein „Baum“ aus Stahlbeton - Zur Verbesserung des Digitalfunknetzes

Bayern: Ein „Baum“ aus Stahlbeton - Zur Verbesserung des Digitalfunknetzes

#1 von Detlef Wipperfürth , 22.04.2019 22:12

22.04.2019 Bayern: Ein „Baum“ aus Stahlbeton



Zur Verbesserung des Digitalfunknetzes wird im Wald beim Frauenhäusl in Kelheim ein 53 Meter hoher Funkmast errichtet.

Kelheim - Der Frauenforst zwischen Kelheim und Alling ist groß. So groß, dass es auch entsprechend große Funklöcher gibt. Nicht nur im Mobilfunk für das private Handy, sondern auch im Digitalfunk für das Rettungswesen. Deshalb wird gerade ein Mast errichtet, der dieses im Ernstfall lebensbedrohende Problem beheben soll. Mitten im Wald, in der Nähe vom Frauenhäusl, größer als alle Bäume dort. Nur der Strom fehlt noch.

Stefan Klein koordiniert den Bau von Digitalfunkmasten in Bayern. Er ist vom Landeskriminalamt (LKA), denn der Digitalfunk wird auch von der Polizei genutzt. Und von Organisationen wie Feuerwehr, Rettungsdiensten, THW und Zoll. Ein flächendeckendes Digitalfunknetz ist also für alle von großer Wichtigkeit, damit Sanitäter, Notärzte und die Feuerwehr möglichst schnell zum Einsartort gelangen.

Funklöcher sind eine Gefahr

In ländlichen und nicht so dicht besiedelten Gebieten ist das aber noch immer nicht der Fall – es gibt nach wie vor gefährliche Funklöcher. Ein Beispiel dafür ist der Frauenforst zwischen Kelheim, Painten und Alling. Hier gibt es kilometerlange Strecken, auf denen es keinen Empfang gibt. Das ist inakzeptabel für die genannten Organisationen, aber auch für private Handynutzer. Denn wer sich beim Schwammerlsuchen verläuft, bei der Waldarbeit verletzt oder auf der Straße einen Unfall hat, steht ohne Empfang da. „Es gibt noch einige Gebiete in Bayern, in denen das der Fall ist“, sagt Stefan Klein. „Deshalb versuchen, wir mit dem Bau von Funkmasten, diese Lücken zu schließen.“

250-Tonnen-Kran im Einsatz

Das Gebiet zwischen dem Frauenhäusl und der Landkreisgrenze Richtung Regensburg ist groß und waldreich. Deshalb ist auch ein entsprechend hoher Mast notwendig: bis zu den Spitzen der zweizackigen Gabelantenne misst er 53,28 Meter. Kein einfaches Unterfangen, ihn mitten im Wald aufzustellen. Der Standort ist gegenüber der Straße beim Frauenhäusl – einige Hundert Meter entfernt im Wald.

Glücklicherweise hatte es länger nicht geregnet, denn ein einfacher Schotterweg musste für den 250-Tonnen-Kran ausreichen. So schweres Gerät ist nötig, um die bis zu 32 Tonnen schweren Mastteile aufzustellen. Drei Stück sind es. Die Höhe vom Betonsockel aus: 50 Meter. Dann wird noch die Antenne montiert. Im Boden wurde der Mast in einem drei Meter tiefen Schacht eingelassen und dann ausbetoniert. Gegossen wurden die Teile aus Schleuderstahlbeton in Neumarkt.



Auch die anderen Teile der Anlage sind von dort – beispielsweise die Bühnen, das sind Plattformen, die rund um den Mast angebracht werden. Daran können Antennen und Empfangsspiegel befestigt werden. Denn der Digitalfunkmast kann bei Interesse auch von Mobilfunkanbietern genutzt werden. Bis dato gibt es jedoch noch keine Bewerber laut LKA.

Bevor der neue Mast in Betrieb genommen werden kann, muss erst noch eine Stromverbindung geschaffen werden. Der Turm stand nach wenigen Tagen. Die Verlegung eines Erdkabels durch den Stromanbieter könne mehrere Wochen dauern. „Im Sommer sollte es soweit sein und der Digitalfunkmast in Betrieb gehen können“ sagt Stefan Klein.

Quelle:

https://www.mittelbayerische.de/…/ein-baum-aus-stahlbeton-2…


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http://www.funkfrequenzen01.de/

 
Detlef Wipperfürth
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