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Berlin - 2027 statt 2025: Geplante Nato-Division der Bundeswehr muss länger auf Digitalfunk warten

Berlin - 2027 statt 2025: Geplante Nato-Division der Bundeswehr muss länger auf Digitalfunk warten

#1 von Detlef Wipperfürth , 11.10.2023 06:10

Berlin - 2027 statt 2025: Geplante Nato-Division der Bundeswehr muss länger auf Digitalfunk warten

Minister Pistorius hat Verzögerungen bei der Einführung des leistungsfähigen Digitalfunks für die Bundeswehr eingeräumt. Ein internes Papier seines Hauses nennt nun Details zu der Panne.
Berlin. Die Einführung leistungsfähiger digitaler Führungsfunksysteme bei der Bundeswehr wird sich weiter verzögern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der Division, welche die Bundesregierung der Nato für das Jahr 2025 zugesagt hat.

Diese Division werde „quantitativ und qualitativ in ihrer Führungsfähigkeit im hochintensiven Einsatz zunächst nicht ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können“, heißt es in einem vertraulichen Bericht des Bundesverteidigungsministeriums zum Rüstungsprogramm „Digitalisierung landbasierter Operationen“, der dem Handelsblatt vorliegt.
Das Führungsfunksystem dient beispielsweise dazu, die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen Kampffahrzeugen und abgesessenen Infanteristen zu gewährleisten – sowohl innerhalb der Bundeswehr als auch mit verbündeten Truppen. Dabei muss es gegen elektromagnetische Störversuche eines Gegners gesichert sein.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte bereits im September eingeräumt, dass der ursprüngliche Zeitplan für die Ausstattung mit digitalem Führungsfunk nicht zu halten sei. Der Einbau des von der Firma Rohde & Schwarz entwickelten Funksystems in rund 200 verschiedene Fahrzeugkonfigurationen erwies sich als komplizierter als gedacht.
Beauftragt mit der Integration der Geräte ist ein Industriekonsortium unter Führung der Rüstungskonzerne KNDS und Rheinmetall. Die Komplexität sei größer als vom Verteidigungsministerium, der Bundeswehr und der Industrie ursprünglich angenommen, heißt es in dem Dokument weiter.

Die Musterintegration der Funkgeräte nehme je nach Fahrzeugtyp sechs bis 18 Monate in Anspruch, weil beispielsweise die Stromerzeugungskapazität oder die Kühlleistung der Fahrzeuge angepasst werden müsse. Erst danach können die Führungsfunksysteme, von denen der Hersteller bisher 1045 Stück ausgeliefert hat, in Serie eingebaut werden.

Vom ursprünglichen Zeitplan, insgesamt rund 13.000 Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 umzurüsten, hat sich das Ministerium längst verabschiedet. Um die Komplexität zu verringern und die Zeit für die Umrüstung zu reduzieren, will die Bundeswehr ohnehin zunächst nur eine Basisversion einführen, die beispielsweise auf Satellitenkommunikation in der Bewegung verzichtet.
Aber selbst das Ziel, die der Nato zugesagte Division, die in zwei Jahren einsatzbereit sein soll, mit leistungsfähigen Funksystemen auszustatten, ist nicht mehr zu halten. Der Abschluss der Muster- und Serienintegration verschiebe sich „um rund zwei Jahre gegenüber der ursprünglichen Absicht auf das Jahr 2027“, schreiben Pistorius Beamte.

Quelle und Foto Handelsblatt


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Detlef Wipperfürth
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