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Bayern - 35 Meter hoher Digitalfunk-Mast bei Oberstdorf-Tiefenbach geplant - das sorgt für Kritik

Bayern - 35 Meter hoher Digitalfunk-Mast bei Oberstdorf-Tiefenbach geplant - das sorgt für Kritik

#1 von Detlef Wipperfürth , 08.02.2024 03:13

Besserer Empfang für Bergretter 35 Meter hoher Digitalfunk-Mast bei Oberstdorf-Tiefenbach geplant - das sorgt für Kritik

Um den Oberstdorfer Bergrettern Einsätze im Zwei-Länder-Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand zu erleichtern soll jetzt in Tiefenbach ein neuer Digitalfunk-Mast errichtet werden.
Mit einem neuen Digitalfunk-Mast soll die Kommunikation der Einsatzkräfte im Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand verbessert werden. Der Standort stößt auf Kritik

Die Retter der Oberstdorfer Bergwacht waren auch in den vergangenen Tagen wieder im Zwei-Länder-Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand im Einsatz. Doch in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Problemen bei der Funkverbindung. Um den Empfang für die Einsatzkräfte zu verbessern, sollen jetzt ein neuer Digitalfunkmast in der Nähe von Oberstdorf-Tiefenbach errichtet werden. Das diese Anlage vor allem die österreichische Seite des Skigebiets abdeckt, sorgte jetzt für Diskussionen im Gemeinderat.

35 Meter hoher Mast bei Oberstdorf-Tiefenbach geplant
Bei der Einführung des Digitalfunks war die Zahl der Masten im Oberstdorfer Gemeindegebiet auf vier reduziert worden. Ursprünglich wollte der Freistaat acht Standorte realisieren. In den vergangenen Jahren habe sich jedoch gezeigt, dass es im Bereich der Kanzelwand eine Nachbesserung braucht, deswegen soll jetzt ein fünfter Mast im Bereich „Hinter der Enge“ oberhalb des Ortsteils Tiefenbach realisiert werden. Geplant ist ein rund 35 Meter hoher Mast. Neben dem Bauwerk soll ein Betriebscontainer mit Holzverkleidung und Satteldach errichtet werden. Der Standort, der über den Alpweg Sesselalp erreichbar ist, liege laut Gemeinde zwar der in Zone C des Alpenplans, aber in keinem Schutzgebiet und berühre keine kartierten Biotope.

Landeskriminalamt: "Auftraggeber sind die Einsatzkräfte"
„Die Einsatzkräfte sind unsere Auftraggeber“, erklärte Stefan Klein von der Autorisierten Stelle beim Landeskriminalamt (LKA), die sich um den Digitalfunk-Ausbau im Freistaat kümmert. Das Oberstdorfer Gemeindegebiet sei sehr groß. Im Laufe der vergangenen Jahre habe sich herausgestellt, dass die Versorgung im Bereich Fellhorn und Kanzelwand nicht ausreichend sei. Das Problem sei nicht zu lösen, indem man einen Mast auf der Bergspitze errichte, weil dann die Feldstärke bis weit ins flache Land hinein reiche. Das habe der provisorische Standort an der Zwei-Länder-Bahn an der deutsch-österreichischen Grenze gezeigt. Deswegen sollen jetzt zwei Masten errichtet werden, die tiefer liegen und die beiden Seiten des Skigebiets abdecken: Ein Standort auf der Fellhorn-Bergstation Schlappoldsee für die Pisten am Fellhorn und der neue Standort bei Tiefenbach für die österreichische Seite zwischen Kanzelwand und Kleinwalsertal.

Mast in Deutschland sorgt für besseren Empfang in Österreich
Im Gemeinderat wurde über die Frage diskutiert, warum der Funkmast auf deutschem Gebiet errichtet werden muss, obwohl er auf der österreichischen Seite des Skigebiets für besseren Empfang sorgt. „Warum muss der Mast auf deutschem Grund stehen?“, hakte die dritte Bürgermeisterin Bergith Hornbacher-Burgstaller (Grüne) nach. Das sei klar vorgegeben, erläuterte LKA-Mitarbeiter Klein: „Standorte für den deutschen Behördenfunk dürfen nicht im Ausland errichtet werden.“ Zudem diene der Funk ausschließlich deutschen Rettungskräften, auch wenn sie in diesem Fall ein österreichisches Gebiet abdecken. Österreichische Einsatzkräfte könnten den Funk nicht nutzen.

Oberstdorfer Gemeinderat fordert: "Transparenz schafft Vertrauen"
Michael Finger (ÖDP/Grüne) bemängelte, dass das Projekts nicht-öffentlich vorgestellt werden sollte. „Transparenz schafft Vertrauen“, sagte Finger. „Ich verstehen nicht, warum die Behörden so eine Blase um das Projekt machen.“ Nach Rücksprache mit LKA-Mitarbeiter Klein wurde die Präsentation in den öffentlichen Teil der Ausschusssitzung verlegt, allein die Details zur Funkabdeckung des Oberstdorfer Gemeindegebiets blieben nicht-öffentlich. Auch die geplante Abstimmung, ob der Ausschuss dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt, fand wohl hinter verschlossenen Türen statt. Auch eine Anfrage der Redaktion beantwortete das Rathaus mit Verweis auf die nicht-öffentliche Beratung des Punktes nicht. Von entscheidender Bedeutung für das Projekt ist die Abstimmung des Gremiums ohnehin nicht. Lehnt der Oberstdorfer Bauausschuss das Vorhaben ab, ist damit zu rechnen, dass die Regierung von Schwaben wegen der Bedeutung des Projekts für die Arbeit der Sicherheitsbehörden das Einvernehmen der Gemeinde ersetzt – und es trotzdem Baurecht für den Masten gibt, erklärte Bürgermeister Klaus King bereits vor der Abstimmung. „Aber die Behörden würden es gerne mit uns gemeinsam machen.“ Der Oberstdorfer hatten schon einmal über den Standort des Behördenfunk-Mastes abgestimmt: Im Juli 2022 wurde der Bauantrag mit 0 zu 12 Stimmen abgelehnt.

Quelle: Allgäer Anzeigeblatt


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