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Notruf- und Funkausfall in Kieler Leitstelle

#1 von Detlef Wipperfürth , 13.06.2013 09:01

Notruf- und Funkausfall in Kieler Leitstelle

KIEL. Der Funk war ausgefallen, alle Notrufleitungen tot - und das in weiten Teilen Schleswig-Holsteins. Die Polizei hat die wohl größtmögliche Kommunikations-Panne erlebt: In der Regionalleitstelle Kiel gab es für anderthalb Stunden einen regelrechten Blackout. In den Städten Kiel und Neumünster sowie in den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde ging nichts mehr.

Erst jetzt nimmt die Polizei zu diesem Vorfall vom 26. Mai Stellung. "Betroffen war das gesamte Zuständigkeitsgebiet der Kieler Regionalleitstelle", bestätigte Polizeisprecher Jürgen Börner gestern. Schuld war ausnahmsweise einmal nicht die Einführung des Digitalfunks. Grund für die Probleme sei der Ausfall eines Routers gewesen, erklärte Börner. Das sind Netzwerkgeräte, die Datenpakete weiterleiten. Es kam zu einer Kaskade von Fehlfunktionen. Der defekte Router störte die für die Kommunikation zuständige Hardware der Polizei. Im Klartext: Der Analogfunk funktionierte nicht mehr, die Leitstelle konnte ihre Streifenwagen nicht mehr erreichen. Und die Bürger konnten den Notruf nicht mehr wählen, die Leitungen waren tot.

Die Führung der Polizei schätzte den Vorfall als so gravierend ein, dass der Innenminister informiert wurde. Nach den Schwierigkeiten beim Digitalfunk zeigt diese Panne deutlich, welche Risiken die Konzentration auf nur vier Leitstellen birgt. Ein Ausfall in einer dieser Zentralen betrifft möglicherweise immer gleich mehrere Kreise und Städte. Polizeisprecher Börner: "Anrufe konnten aber über die Amtsleitungen entgegengenommen werden." Doch kennt jeder Bürger die Nummer seiner örtlichen Dienststelle? Und wie viel Zeit bleibt im Notfall, um im Telefonbuch zu blättern? Glück für die Polizei: Die Panne passierte um zwei Uhr nachts, und der 26. Mai war ein Sonntag. Börner: "Dringende Notrufe, die nicht angenommen werden konnten, sind hier nicht bekannt." Die Polizisten halfen sich während des Blackouts sehr trickreich. Über die Amtsleitung riefen die Beamten der Regionalleitstelle die örtlichen Dienststellen an. Diese gaben über ihren Handfunk die Aufträge an die Streifenwagen weiter. Noch einmal soll diese Panne nicht passieren, hieß es gestern: "Ein eingespieltes Update unterbindet zukünftig die Auswirkungen dieser extern aufgetretenen Störung."

Quelle: http://www.wedel-schulauer-tageblatt.de/...leitstelle.html


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Detlef Wipperfürth
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