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  • 18.04.2017 Bayern Straubing / Regen: Rettungsdienst funkt jetzt digital



    Rund 100000 Notrufe gehen pro Jahr in der Integrierten Leitstelle (ILS) in Straubing ein. Ab sofort werden sie alle digital verarbeitet und nach der Feuerwehr seit gestern auch die Kräfte der Rettungsdienste mit der neuen Funktechnik zu den Einsätzen geschickt und koordiniert.

    Die ILS in Straubing versorgt mit den Landkreisen Regen, Deggendorf und Straubing-Bogen sowie der Stadt Straubing eine Gebiet mit 340000 Einwohnern sowie rund zweieinhalb Millionen Urlaubsgästen. In Straubing laufen die Notrufe auf und die Disponenten schicken je nach Schadensereignis die Rettungskräfte auf die Fahrt.

    "Die digitale Kommunikation hat jetzt auch im Rettungsdienst Einzug gehalten", freute sich der Leiter der ILS. Gerhard Kleeberger gab gestern zusammen mit den Geschäftsführern des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Stephanie Aumer und Helmut Steinbauer, sowie Vertretern der Rettungsdienste den Startschuss für den Digitalfunk im Rettungsdienst.

    Foto: Neues Zeitalter: Auch wenn sich am Arbeitsplatz von Disponent Christoph Mürle nicht viel geändert hat, bringt die Umstellung auf Digitalfunk erhebliche Vorteile für die Helfer vor Ort wie auch für die Leitstelle, wie deren Leiter Gerhard Kleeberger erläuterte.

    Quelle: http://www.pnp.de/…/2478147_Rettungsdienst-funkt-jetzt-digi…

  • 14.04.2017 Politik Thüringen Hobbyfunker als Notfallhelfer

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    Thüringer Behörden wollen in Krisenlagen auch auf Unterstützung durch Amateurfunkklubs zurückgreifen können

    Weil der Digitalfunk der Sicherheitsbehörden im ganz großen Ernstfall ausfallen kann, planen manche Bundesländer, in dieser Notlage auf Hobbyfunker und ihre analoge Technik zurückzugreifen. Die Idee ist simpel, doch nicht ganz leicht umzusetzen.

    In Thüringen sind Wolfgang Schneider und sein Team mit dem Problem beschäftigt. Der Polizist ist Leiter der Stabsstelle Krisenmanagement im Erfurter Innenministerium und damit so etwas wie Thüringens oberster Notfallmanager. Er hat vor einigen Wochen Kontakt mit Joachim Kaufmann vom Amateurfunkklub in Schmalkalden aufgenommen. Dessen Funkanlage ist in einem kleinen Raum eines Hotels untergebracht, das hoch über den meisten Dächern von Schmalkalden auf einem Plateau steht. Eine mehrere Meter lange Antenne haben die Hobbyfunker außen am Gebäude angebracht. Nun sitzen Schneider und Kaufmann gemeinsam mit anderen Hobbyfunkern in jenem Hotel und tauschen sich darüber aus, was die Funkamateure leisten können, wenn die Digitalnetze auch der Sicherheitsbehörden ausfallen.

    Andreas Kleiner, Polizist in Niedersachsen und selbst Funkamateur, beschreibt ein mögliches Szenario: In einer Krise fällt der Strom in Thüringen aus; eine Versorgung von außen ist nicht möglich. Nach einigen Stunden funktioniert deshalb auch kein Digitalfunk der Sicherheitsbehörden mehr, weil der Reservestrom für dessen Komponenten aufgebraucht ist. Alle anderen Notfallpläne für diesen Fall versagen. Um trotzdem noch an Informationen darüber zu kommen, was in Schmalkalden gerade los ist, setzt der Krisenstab in Erfurt auf die Hilfe der Funkamateure. Die Alternative wäre, Meldefahrzeuge zwischen Erfurt und Schmalkalden pendeln zu lassen. Aber das würde viel Zeit kosten.

    Der kleine Raum in dem Hotel in Schmalkalden wird zu einer Art lokalen Funkzentrale, von der aus über die dort befindliche Analogtechnik von Kaufmann Lagemeldungen nach Erfurt übermittelt werden - wo die Funksprüche von dortigen Hobby-Funkern empfangen und an den Krisenstab weitergeleitet werden.

    Das können Nachrichten über Verletzte sein. Darüber wie viel Not-Energie das örtliche Krankenhaus noch hat. Wie viele Wasservorräte in der Region noch vorhanden sind. Ob zusätzliche Helfer aus anderen Teilen Thüringens benötigt werden. »Klar ist die Aufrechterhaltung der Kommunikation in Krisenzeiten ein großes Thema für uns«, sagt Schneider. »Wir sind sehr stark abhängig von jeglicher Form von Kommunikation.«

    Die Vorbereitung auf ein solches Szenario läuft nach dem, was Kleiner berichtet, schon seit Jahrzehnten. Jedenfalls auf Seiten der Funkamateure. Bundesweit, sagt Kleiner, gebe es allein etwa 40 000 Hobbyfunker, die im Deutschen Amateur-Radio-Club organisiert seien; mit eigens für sie reservierten Frequenzen und mit jeweils eigener Technik; Technik, die so simpel und robust sei, dass sie anders als der Digitalfunk auch unter widrigsten Umweltbedingungen funktioniere. »Das Ganze läuft auch in irgendeiner Outdoor-Umgebung, in irgendeiner Blechkiste«, sagt Kleiner. Und während die einzelnen Komponenten des Digitalfunks - die Antennen, die Rechenzentren, die Handfunkgeräte - einen hohen Strombedarf hätten, lasse sich die meiste analoge Funktechnik der Hobby-Funker selbst mit Autobatterien oder Solar-Akkus über einen langen Zeitraum hinweg betreiben.

    Das ist umso wichtiger, da kraftstoffbetriebene Notstromaggregate bei Stromausfall wohl nur für einen kurzen Zeitraum laufen werden. Denn auch für die Zapfsäulen der Tankstellen werde Strom benötigt, damit sie funktionieren, sagt Schneider.

    So sehr allerdings die Funkamateure inzwischen auf einen solchen Ernstfall vorbereitet sind, so wenig ist das der Staat in weiten Teilen Deutschlands. Wie auch in Thüringen. Schneider räumt ein, dass die Behörden im Freistaat sich auf eine mögliche Unterstützung im Krisenfall durch Funkamateure praktisch überhaupt noch nicht eingestellt haben. Zwar habe es vor einigen Jahren bereits entsprechende Überlegungen gegeben. »Aber wir haben auch ein Alltagsgeschäft«, sagt Schneider. Das habe solche Überlegungen für den ganz großen Krisenfall überlagert. Nun, in einer deutlich verschlechterten Sicherheitslage allerdings, hätten solche Planungen wieder eine wesentlich höhere Priorität. Die mögliche Notfall-Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Funkern werde er deshalb in den kommenden Monaten vorantreiben, sagt Schneider. So, wie das nach Angaben von Kleiner bereits in Niedersachsen geschehen ist. Und in Bayern, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen.

    Als Gegenleistung für ihre Hilfe wollen die Funkamateure laut Kleiner nicht viel. Schon gar nicht viel Geld. Wenn der Staat Technik ausmustere, sagt er, dann sei es eine gute Idee, sie Hobbyfunkern zur Verfügung zu stellen. Zudem sei es wichtig, technische Gerätschaften der Funkamateure auf solche Türme mit aufzusetzen, die der Staat ohnehin nutze - ohne, dass ihnen dafür Kosten in Rechnung gestellt würde. Nicht zuletzt sei günstig, wenn der Staat bei seinen Beschäftigten für das Hobby Funken werbe und potenzielle Amateurfunker beim Erwerb der erforderlichen Lizenzen unterstütze. Auch damit, sagt Kleiner, habe man in Niedersachsen bereits gute Erfahrungen gemacht.

    Quelle: https://www.neues-deutschland.de/…/1048013.hobbyfunker-als-…

  • 14.04.2017 Niedersachsen: Polizei Hannover: ZPD: Notfallmanagement für den Digitalfunk

    BOS: Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) übergibt erste Netzersatzanlagen (NEA) an Kommunen

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    "Mit der Übergabe der ersten sechs von insgesamt 66 Notstromaggregaten an Vertreter Niedersächsischer Kommunen treffen wir nun eine noch wirksamere Vorsorge für den möglichen Fall großflächiger und/oder länger andauernder Ausfälle der öffentlichen Stromversorgung in unserem Bundesland.", sagte Polizeipräsidentin Christiana Berg in Hannover.

    Hintergrund der Beschaffungsinitiative mit einem Gesamtbudget von rund 800.000 Euro sind gemeinsame Überlegungen des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport sowie der kommunalen Spitzenverbände, die Ausfallsicherheit der Sendeanlagen im gesamten Land für angenommene Krisenszenarien noch weiter zu erhöhen. Die Maßnahme erfolgt als Teil der zwischen Bund und Ländern abgestimmten sogenannten Netzhärtung für den Digitalfunk BOS.

    In einer Anfang 2017 unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung über die Einbindung der Kommunen in das Notfallmanagement für den Digitalfunk BOS (BOS: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) haben sich die Vertragspartner dazu verpflichtet, flexibel einsetzbare NEA zu beschaffen (Land), um sie im Falle eines Falles landesweit vor Ort sofort zum Einsatz bringen (Kommune) und damit den digitalen Behördenfunk netzunabhängig für längere Zeit aufrecht erhalten zu können. Mit der Beschaffung der auf Anhänger montierten Anlagen mit einem Stückpreis von rund 12.000 Euro war das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) in enger Abstimmung mit der Autorisierten Stelle Digitalfunk Niedersachsen (ASDN) in der ZPD beauftragt.

    Die dieselbetriebenen Aggregate zur Energieerzeugung werden an ausgewählten kommunalen Standorten in Niedersachsen platziert, um kurzfristig länger anhaltende Stromausfälle zu überbrücken und gleichzeitig die Betriebssicherheit des vor wenigen Jahren errichteten Funknetzes zu gewährleisten. Die Finanzierung des Projekts erfolgt mit Mitteln des Landes Niedersachsen sowie einer Kostenbeteiligung des Bundes im Rahmen der Netzhärtung.

    Die von der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen (FUK) und der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophen¬schutz (NABK) abgenommenen Geräte haben eine Leistung von 9 kVA (230 / 400V) und sind sowohl für den direkten Einsatz an der Einsatzstelle als auch für die Gebäudeeinspeisung einsetzbar. Der Transport erfolgt mit dem ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden Pkw-Anhänger (750 kg ZGG) mit integrierter Zubehörbox.

    Quelle: http://www.focus.de/…/polizei-hannover-zpd-notfallmanagemen…

  • 14.04.2017 Bayern Wiesenbronn: Digitalfunk für die Feuerwehrautos

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    Die Feuerwehr Wiesenbronn bekommt für ihre Fahrzeuge Digitalfunk. Außderdem ging es im Gemeinderat um Zahlen im Etat. Die gute Nachricht: Wiesenbronn ist schuldenfrei.

    Die Fahrzeuge der Feuerwehr Wiesenbronn werden mit Digitalfunk ausgerüstet, lautete der einstimmige Beschluss des Gemeinderates in der Sitzung am Dienstagabend.

    Bürgermeisterin Doris Paul informierte dazu, dass man zusammen mit der Nachbarwehr aus Kleinlangheim das Prozedere vornahm und der Kleinlangheimer Kommandant Rainer Bock Angebote einholte und drei Offerten erhielt, von denen die Firma Leicht aus Eisingen mit 1723 Euro die günstigste war. Sie wird sich auch um den Service kümmern.

    Der Wiesenbronner Kommandant Norbert Stock erklärte, dass es nur um den Einbau der Geräte gehe, die schon da seien. Zum Begriff BOS-Digitalfunk kam die Erläuterung, dass es sich dabei um Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben handle und der bisherige Analogfunk abgehört werden konnte.

    Im neuen Löschfahrzeug der Wiesenbronner Wehr wird der Einbau der Geräte vorbereitet, gab der Kommandant zudem bekannt. Nach Aussage der Bürgermeisterin sind die Wehren, die den Digitalfunk schon installierten, mit der Einrichtung zufrieden.

    Schulden auf Null Rundum zufrieden und einverstanden waren die Ratsmitglieder bei der Haushaltsvorberatung für dieses Jahr mit dem Zahlenwerk von Kämmerin Antje Teutschbein. „Die Schulden sind auf Null, Rücklagen sind da und wir können auch in den kommenden Jahren wirtschaften“, zog die Bürgermeisterin Bilanz.

    Beim Vergleich mit etlichen Posten im vergangenen Jahr gab es keine sehr großen Unterschiede. 2017 sind für den Unterhalt von Straßen und Wegen 12 000 Euro eingestellt; über den geplanten neuen Waldweg wird beim Waldgang am 21. April zusammen mit Förster Max Bartholl entschieden.

    2019 erfolgt die nächste Wartung der Straßenlampen „und dann werden wir auf LED umstellen“, kündigte Bürgermeisterin Doris Paul an.

    Beim Betrag von 175 000 für das neue Feuerwehrauto war sich die Bürgermeisterin nicht sicher, ob das Fahrzeug heuer noch komme. Zum Kauf der ehemaligen Schule durch die Kirchengemeinde kündigte sie eine gemeinsame Sitzung von Gemeinde- und Kirchenrat an.

    Für die Sanierung des Sportheims ist zum zweiten Mal ein Betrag von 22 500 Euro vorgesehen. Der Radweg nach Rüdenhausen wird auf Staatskosten gebaut. Die ausführende Firma muss nach Frostschäden neuen Baugebiet auf ihre Kosten für einen neuen Straßenbelag sorgen, so die weitere Information.

    Eine kurze Diskussion gab es zu einer Gemeindehalle zur Unterbringung und Lagerung verschiedenster Materialien, die auch für Vereine nutzbar sein sollte. „Die sollte genügend Freiraum im Umfeld haben, um auch mit Frontlader und Stapler hantieren zu können“, schlugt Reinhard Fröhlich vor.

    http://www.infranken.de/…/Digitalfunk-fuer-die-Feuerwehraut…

  • 11.04.2014 Baden-Württemberg Tübingen: Gomaringer Feuerwehr startet ins Digitalzeitalter

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    GOMARINGEN/TÜBINGEN. Eigentlich sollte es bereits zur Fußball-WM 2006 funktionieren. Sollte. Immerhin nutzt die Polizei im Landkreis das digitale Funknetz schon seit 2013. Bei den Feuerwehren und Gemeinden ist »Digitalfunk« allerdings nun seit zehn Jahren beinahe ein Running Gag.

    »Das Geld für die Umstellung war schon im Haushalt, als ich noch Hauptamtsleiter war«, erinnert sich der Gomaringer Bürgermeister Steffen Heß. Doch von Jahr zu Jahr wurde die Einführung verschoben. Was bei Haushaltssitzungen nur noch ein gelangweiltes Durch- und bei der Feuerwehr ein Abwinken hervorrief, soll wie in den anderen Kreisgemeinden nun ab dem vierten Quartal 2017 und mit drei Jahren Übergangszeit tatsächlich verwirklicht werden. Die Leitstelle Tübingen bekam Anfang Dezember die Technik geliefert. Hier wird nun nach und nach die Hard- und Software installiert, um über die bestehenden Telekommunikationsanlagen und Einsatzleitsysteme den Digitalfunk der Feuerwehr steuern zu können.

    »Uns fehlte die Dechiffriertechnik«, erklärt der Tübinger Kreisbrandmeister Marco Buess die lange Wartezeit. Es gäbe hier wenige Umrüster, »und die Umstellung wird ja bundesweit vorbereitet«. Zudem mussten im Landkreis erst die zehn neuen digitalen Alarmumsetzer (DAU) gebaut werden. Die Planung für die kreisweite, planmäßige und schrittweise Umsetzung läuft jedenfalls.

    Ab Herbst wird umgerüstet

    In Gomaringen stehen für die neue Technik dieses Jahr 40 000 Euro bereit. 30 000 Euro kommen 2018 dazu – ein ganz schöner Brocken, wenn man bedenkt, was die Gemeinde mit neuem Dienstleistungszentrum, Regenüberlaufbecken und Kindergarten in nächster Zeit zu leisten hat. Insgesamt steht die Feuerwehr mit 329 000 Euro im Gomaringer Vermögenshaushalt 2017. Ab Herbst wird umgerüstet: erst intern der digitale Sprechfunk im Feuerwehrhaus, in jedem Fahrzeug und an den Handfunkgeräten, dann 2018 die digitale Alarmierung. Für jedes Löschfahrzeug werden 4 000 Euro gerechnet, für die Kleinfahrzeuge 3 000 Euro – sechs Fahrzeuge sind es in Gomaringen und Stockach insgesamt. Die Feststation im Feuerwehrhaus kostet 5 000 Euro, die Handfunkgeräte der Kommandanten jeweils 1 200 Euro und die Funkmeldeempfänger je 200 Euro. 600 Euro gibt es Zuschuss je Funkgerät im Gebäude und in den Fahrzeugen. Die Funkmeldeempfänger der Mannschaft werden über die »Kopfpauschale« in Höhe von 85 Euro, die die Gemeinden jedes Jahr vom Land für die persönliche Schutzausrüstung und die Uniform erhalten, mitfinanziert.

    Reden kann nur einer

    Bisher läuft der Analogfunk im Landkreis über vier Umsetzer. Es gibt im landesweit festgelegten Funknetz für die Feuerwehren im 4-m-Bereich einen Betriebskanal für den Landkreis, einen Leitkanal und Abschnittskanäle, alle jeweils für bestimmte Funktionen der Kommunikation. Als Vorteil empfindet es Gunther Rapp von der Gomaringer Feuerwehr, dass bisher praktischerweise alle Rettungskräfte mit Funkgeräten mithören können. Nachteil: Reden kann jeweils nur einer – eine Alarmierung hat Vorrang. Und alles läuft über die Leitstelle. Im neuen Digitalnetz dagegen kann man nicht mehr mithören, aber Funkgeräte können künftig – ohne die Leitstelle – wie beim Mobilfunk einzeln untereinander oder in Gruppen Kontakt halten, und zwar gleichzeitig. Eine solche Gruppe wären beispielsweise die Führungskräfte als Untergruppe der Gruppe Feuerwehr.

    Die Verständigungsqualität wird im Digitalfunk entweder »sehr gut oder gar keine« sein, sagt Rapp. Beim Analogfunk konnte man immerhin noch Bruchstücke verstehen, bis ein Signal völlig verschwand. Man wird sich daran gewöhnen. Andererseits liegt heute die digitale »Netzausleuchtung« im Landkreis laut Polizei bei 99 Prozent. Auch wenn man die Systeme nicht direkt vergleichen kann – »Kinderkrankheiten« habe die Polizei beseitigt. Und »um die Gefahr von Netzausfällen zu minimieren«, erklärt Leitstellenleiter Dieter Bauer, »wird das Digitalfunknetz sicherheitshalber mit einer gewissen Redundanz aufgebaut«.

    Drei Jahre sind ab Ende 2017 als Übergangszeit angesetzt. Der Echtbetrieb der Feuerwehr läuft in jedem Fall analog, digital wird nebenher geübt. In der integrierten Leitstelle Tübingen werden beide Systeme parallel bedient. Ob die spezielle SMS-Alarmierung in Gomaringen bleibt, wird man sehen.

    In Tübingen wurden schon Wetten abgeschlossen, ob der Digitalfunk bei der Feuerwehr überhaupt jemals Wirklichkeit wird. Da braucht es noch einen langen Atem, nämlich bis Neujahr 2021 – wenn der Analogfunk endgültig abgeschaltet wird. So lange kann man ja schon mal vom »Rescue Tracking« träumen: Einsätze und Fahrzeuge auf digitalen Karten planen und in Echtzeit überwachen.

    Quelle: http://www.gea.de/…/feuerwehr+startet+ins+digitalzeitalter.…

  • Hessen: Weitergedreht: DigitalfunkDatum12.04.2017 09:50

    11.04.2017 Hessen: Weitergedreht: Digitalfunk

    Seit Jahren schon (seit 2010) soll der Digitalfunk in Hessen eingeführt werden. Viele Feuerwehren und Rettungsdienste funken in Hessen inzwischen probeweise digital. Doch es gibt in der Praxis mehr Probleme, als das hessische Innenministerium zugibt. Die Feuerwehren werden wohl noch viele Monate beide Funksysteme gleichzeitig benutzen müssen. Darüber haben wir berichten, samt dem "Geschmäckle" im Vorfeld. Was ist denn mittlerweile draus geworden? Ein Fall in unserer Rubrik „Weitergedreht“.

    Video: Quelle: http://hessenschau.de/tv-sendung/video-31308.html

  • 08.04.2017 Schleswig-Holstein Kreis Segeberg:

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    Feuerwehren können jetzt besser funken

    Polizei und Rettungsdienste arbeiten schon länger damit, jetzt sind auch die über hundert Segeberger Feuerwehren komplett ausgerüstet. Seit Anfang März funken sie digital, nicht mehr analog. Die Technik bietet viele Vorteile bei der Arbeit. Funklöcher gibt es aber auch im digitalen Netz.

    Kreis Segeberg - Etwa im Segeberger Forst, bei Nahe und Struvenhütten, sagt Matthias Struck. Er leitet die Digitalfunk-Servicestelle in der Kreisfeuerwehrzentrale. „Bei dem Projekt geht es jetzt an die Nachjustierung.“ Denkbar wäre etwa, dass das landesweite Netz von 160 Masten, den Basisstationen, erweitert wird, um die Funklöcher zu stopfen. „Manchmal reicht es auch, eine Sektorantenne am Mast nur ein wenig neu auszurichten.“
    Kanäle überschneiden sich nicht mehr

    Der Digitalfunk bringt Vorteile. Er ist abhörsicher. Die Feuerwehren müssen sich nicht mehr wie beim Analogfunk bei ihren Einsätzen auf maximal vier Kanäle beschränken. Jetzt sind viele Rufgruppen möglich. So funken nur diejenigen Feuerwehrleute miteinander, die auch in einer Arbeitsbeziehung stehen.

    Im Digitalfunk rauschen die Leitungen nicht mehr. Die Basisstationen können bei Stromausfall notfalls auch mit Notstromaggregaten betrieben werden. Auf das Display können auch Kurznachrichten gesandt werden. Selbst eine Ortung des Geräte wäre technisch möglich.

    2364 Geräte ausgeliefert

    Seit September 2015 lieferte Struck 2364 Geräte an die 115 Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschützer aus.

    Quelle: http://www.kn-online.de/…/Kreis-Segeberg-Feuerwehren-koenne…

    Foto: Matthias Struck leitet die Digitalfunk-Servicestelle in der Kreisfeuerwehrzentrale Bad Segeberg. Er verteilte fast 2400 Digitalgeräte an die Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschützer im Kreis Segeberg.

    Quelle: http://www.kn-online.de/…/Kreis-Segeberg-Feuerwehren-koenne…

  • 08.04.2017 Niedersachsen Wesermarsch Brake:

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    Sicherheit - Junge Kameraden auf alten Einsatzfahrzeugen

    Bei der Umstellung auf den Digitalfunk sieht die Feuerwehr Probleme mit der Alarmierung. Außerdem forderten die Brandschützer neue Strategien für die Fahrzeugbeschaffung.

    Brake Der Katastrophenschutz und die Alarmierung der Bevölkerung waren Gesprächsthemen, die Vertreter von Feuerwehr und Landkreis am Dienstag mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Innenministerium, Dr. Günter Krings (CDU), in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) erörterten. Auf Einladung seiner Parteikollegin, der Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen, war Krings dazu nach Brake gekommen.

    Im Katastrophenschutz nimmt die Feuerwehr schon aufgrund ihrer Mannschaftsstärke und ihrer technischen Ausstattung eine besondere Rolle ein. „Wir sind die ersten am Einsatzort“, erklärte Heiko Basshusen. Die Alarmierung bei Einsatzlagen war allerdings auch schon das erste Problem, das der Kreisbrandmeister ansprach. „Unsere Landwirte in der Truppe hören das Digitalfunk-Signal auf dem Trecker nicht“, erklärt Basshusen. „Die Pilzkopfsirene im Ort, die hört jeder. Um die Sirene anzusteuern, brauchen wir aber weiter den Analogfunk.“ Krings sprach sich bei der Alarmierung für ein „crossmediales System“ verschiedener Medien aus. Das, antwortete Basshusen, sei nicht möglich, da das Gesetz künftig nur noch ein System zulasse. „In zwei bis drei Jahren muss die Technik geändert werden“, erklärte er.

    Ein weiteres Problem ist laut Kreisbrandmeister die Fahrzeugausstattung. „Normal ist, dass nach 20 bis 25 Jahren Fahrzeuge getauscht werden“, sagt er. „Bei uns sind zum Teil Fahrzeuge über 30 Jahre alt. Gerade für junge Kameraden ist das wenig motivierend, auf so alten Kisten herumzugurken.“ Das Problem liege darin, dass der Bund aus der Finanzierung der Fahrzeuge aussteigt, wenn die Reparaturkosten den Restwert übersteigen. „Weil die Fahrzeuge aber dringend gebraucht werden, müssen ab dann die Kommunen sämtliche Kosten übernehmen“, sagt Basshusen. Die Finanzierung von Bundesseite erklärte Krings als typischen Kampf der Ministerien. „Da muss mein Chef mit Herrn Schäuble hart verhandeln“, so Krings. Landkreis-Vertreter Mathias Wenholt sah ein weiteres Problem in den Strukturen. „Der Bund schreibt die Fahrzeuge aus, dann erst können sie gebaut werden und damit sind dann die Hersteller schon wieder so ausgelastet, dass die einzelnen Kommunen lange Wartezeiten haben“, sagte er. „Besser wäre, wenn das Geld zweckgebunden, aber kleinteilig verteilt wird, so dass die Kommunen flexibler damit arbeiten können.“

    Quelle: https://www.nwzonline.de/…/junge-kameraden-auf_a_31,2,32847…

  • 06.04.2017 Thüringen Neudietendorf: Feuerwehr erhält Digital-Funk

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    Vor einem technischen Wandel stehen die Feuerwehren der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt. Sie rüsten von analoger auf digitale Funktechnik um. Generell soll diese Umstellung bis 2019 erfolgen, für die Feuerwehrleute von Neudietendorf und Umgebung bereits dieses Jahr, unter anderem weil sie zur Sicherung der Gefahrenabwehr an der künftigen ICE-Strecke Erfurt – Nürnberg mit zuständig sind. Bei Einsätzen in einem Tunnel leiste digitale Funktechnik wegen ihrer größeren Reichweite bessere Dienste. Außerdem stehen statt einem Kanal acht Kanäle zur Verfügung, nennt Markus Kaufmann, frisch im Amt bestätigter Ortsbrandmeister von Nesse-Apfelstädt, die Vorzüge.

    Deren Einsatz wird regelmäßig trainiert. Unter anderem bei einer Übung am 8. April im und am Sandberg-Tunnel der künftigen ICE-Strecke. Die angekündigte Übung am Augusta-Tunnel folgt später, so Bürgermeister Christian Jacob (CDU). Das Datum steht noch nicht fest.

    Neudietendorfs Wehr erhält ferner dieses Jahr ein neues Hilfeleistung-Löschgruppenfahrzeug. Das ist für den örtlichen Dienst vorgesehen.

    Quelle: http://gotha.thueringer-allgemeine.de/…/Feuerwehr-erhaelt-D…

  • 01.04.2017 Bayern Vilshofen: Neue Funkzentrale bei der Feuerwehr

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    Die Umrüstung auf Digital-Funk Anfang November vergangenen Jahres hat der Feuerwehr Vilshofen in ihrem Feuerwehrzentrum am Wittelsbacherring zu einer Rundumerneuerung der Funkzentrale verholfen. Nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" hielten nicht nur neue Funkgerätetechnik und Elektronik Einzug, auch der Raum selbst erfuhr eine optische Verschönerung. So hat Schreiner Alois Feilmeier eine neue beschichtete, sehr hochwertige Arbeitsplatte eingepasst, die Heizkörperverkleidungen farblich dazu gestaltet. Die Planung haben Funkbeauftragter Sebastian Sperlein und Kommandant Markus Schütz gemeinsam ausgeführt.

    Herzstück ist das neue Funkgerät mit Touchmonitor. "Früher hatten wir ein Riesenpult, der Funkverkehr lief analog, heute ist es handlich und sehr leicht zu bedienen", sagt Markus Schütz und führt die 15 000 Euro teure Investition vor. Man kann alle Lichter im Gerätehaus schalten, Durchsagen tätigen, über das Funkgerät bei Alarmierungen in Kontakt mit der Leitstelle oder den einzelnen Feuerwehren treten.

    Neu ist auch der Prüfstand für Atemschutzgeräte. "30 Feuerwehren und sechs Firmen aus dem Landkreis Passau lassen ihre Geräte nach Einsätzen bei uns prüfen", erklärt Markus Schütz. Summa summarum macht das 140 Geräte und über 1000 Masken. 27000 Euro kostete dieses neue Gerät, das den Vorgänger nach 20 Jahren in Betrieb abgelöst hat.

    Quelle: http://www.pnp.de/…/2455619_Neue-Funkzentrale-bei-der-Feuer…

  • 01.04.2017 Hessen Eppertshausen: Gemeinde übergibt Einsatzabteilungen 43 moderne Meldeempfänger

    "Bei der Wehr piept’s digital".

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    Eppertshausen - Die Gemeinde übergab 43 neue digitale Tetra-Pager an die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die Alarmierung wurde somit nun zusätzlich von analogen Funkmeldeempfänger auf Digitalfunk eingestellt.

    Ein Smartphone hat heute fast jeder dabei. Jedes Feuerwehrmitglied Eppertshausens trägt noch ein weiteres Gerät am Gürtel. Jetzt erhielten die Einsatzkräfte zusätzlich zu ihrem alten „Piepser“ einen neuen digitalen Tetra- Pager. Für die nächsten Monate werden die Einsatzkräfte im analogen und digitalen Funknetz bei Einsätzen alarmiert. Die Alarmierung der Einsatzkräfte wurde zusätzlich auf „digital“ umgestellt. Kostenpunkt: Rund 22.000 Euro. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport hat die Beschaffung mit rund 5500 Euro gefördert. Die technische Entwicklung macht auch vor der Feuerwehr keinen Halt: Seit über 30 Jahren werden die Eppertshäuser Einsatzkräfte mit analogen Funkmeldeempfängern, kurz „Piepser“ genannt, alarmiert. Damit soll in naher Zukunft Schluss sein. Der Einsatzstellenruf ist bereits auf Digitalfunk umgestellt.

    Angefangen hat alles mit Telefonketten und Sirenen, in den ’80-er Jahren kamen die ersten Funkmeldeempfänger hinzu. Das analoge Personenrufgerät piepte bei einem Alarm und anschließend erfolgte über Sprechfunk eine Durchsage der Leitstelle Darmstadt-Dieburg. Das moderne Alarmierungssystem der Leitstelle arbeitet schneller als das rund 40 Jahre alte, analoge System. Da zur Alarmierung nun eine separate Frequenz genutzt wird, wird der Sprechfunk-Kanal entlastet. Durch die neue Technik erhalten die Einsatzkräfte nun eine Nachricht auf ihr Gerät geschickt, ähnlich einer SMS. In dieser Nachricht wird den Einsatzkräften das Einsatzstichwort und der Einsatzort direkt auf dem Display angezeigt. Der neue Pager alarmiert weiterhin mit einem akustischen Signal, die Sprachdurchsage des Disponenten der Leistelle entfällt.

    Der Kauf der modernen Geräte war dringend notwendig, da die veralteten Geräte sehr in die Jahre gekommen sind. So kann zuverlässig und schnell jede Einsatzkraft der Feuerwehr bei einem Einsatz erreicht werden. Bürgermeister Carsten Helfmann, selbst Feuerwehrmann mit Leib und Seele, freut sich, nach der Testphase bei zehn Einsatzkräften nun alle Einsatzkräfte in Eppertshausen mit einem modernen digitalen Melder ausstatten zu können.

    Quelle: https://www.op-online.de/…/gemeinde-eppertshausen-uebergibt…

  • 25.03.2017 Sachsen Chemnitz: Neue Rettungsleitstelle geht in Betrieb

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    Notrufe aus der gesamten Region kommen künftig an der Schadestraße an und werden digital weitergeleitet. Schwierig war nicht nur die Finanzierung.

    Das war nicht besonders schnell. Erst mit mehr als 24 Stunden Verspätung hat die Stadtverwaltung gestern bekanntgegeben, dass die neue Regionalleitstelle für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Betrieb gegangen ist. Schließlich handelt es sich dabei um den seit langem erwarteten Abschluss eines immerhin fast 18 Millionen Euro teuren und vor fast zehn Jahren in Angriff genommenen Projektes.

    Bereits am Mittwochmorgen um 4.29 Uhr sei der erste Notruf unter der Telefonnummer 112 in der neuen Leitstelle eingegangen, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Die in einem Neubau zwischen der alten und der neuen Feuerwache an der Schadestraße untergebrachte Einsatzzentrale löst die bisherige Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr im Nachbargebäude ab. Bislang gehen hier wie dort Notrufe aus dem gesamten Stadtgebiet und dem ehemaligen Landkreis Stollberg ein, mit dem Chemnitz bis vor wenigen Jahren einen gemeinsamen Rettungszweckverband bildete.

    Bereits beschlossen ist aber die Ausdehnung auf den gesamten Erzgebirgskreis und den Landkreis Mittelsachsen. Bis Mitte 2018 sollen laut Stadtverwaltung schrittweise auch die jetzigen Leitstellen Annaberg-Buchholz, Freiberg und Grimma an die Schadestraße verlegt sowie der bisher von Zwickau aus betreute Bereich Aue-Schwarzenberg einbezogen werden.

    In der neuen Leitstelle, die offiziell Integrierte Regionalleitstelle heißt, sollen dann an 18 Arbeitsplätzen im Schichtdienst insgesamt 70 Disponenten rund um die Uhr Notrufe entgegennehmen und die erforderlichen Rettungswagen, Notärzte, Feuerwehren und Katastrophenhelfer im Marsch setzen. Mit Inbetriebnahme der neuen Zentrale soll das generell per Digitalfunk geschehen, der nicht nur eine bessere Sprachqualität und mehr Abhörsicherheit als Analogfunk, sondern auch das Versenden von Textnachrichten ermöglicht. Für die Anrufer ändere sich dadurch aber nichts, so die Stadtverwaltung.

    Die neue Leitstelle, deren Bau seit 2008 angestrebt wurde, sollte ursprünglich rund acht Millionen Euro kosten und 2012 in Betrieb gehen. Streit mit dem Freistaat um Fördergeld, das Hochwasser 2013 und Software-Probleme verzögerten den Bau und die Inbetriebnahme. In die Gesamtkosten von letztendlich 17,8 Millionen Euro teilen sich die Stadt und die beiden Landkreise, der Rettungszweckverband, der Freistaat und die Krankenkassen.

    Quelle: http://www.freiepresse.de/…/Neue-Rettungsleitstelle-geht-in…

  • Thüringen: Streit um DigitalfunkDatum25.03.2017 22:58

    25.03.2017 Thüringen: Streit um Digitalfunk

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    Landkreis. Die Debatte um die Einführung des Digitalfunks bei Feuerwehren und Rettungskräften im Weimarer Land ist noch nicht beendet.

    Nachdem es im Kreistag im Zusammenhang mit der Freigabe einer Stelle dafür zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen war, verweist Kreistagsmitglied Michael Schade (Linke) nun darauf, dass sowohl CDU-Fraktionschef Mike Mohring als auch Landrat Hans-Helmut Münchberg (parteilos) die Unwahrheit gesagt hätten.

    Zum Hintergrund: In der Sitzung am 16. März hatte der Landrat die Entsperrung einer Personalstelle für den Digitalfunk beantragt. Der Kreistag votierte später mehrheitlich dafür. Mohring argumentierte vorab vehement dagegen, dies zum jetzigen Zeitpunkt zu tun. So gebe es im Zuge der Vergabe des Digitalfunks in Thüringen den Einspruch eines unterlegenen Anbieters. Dies aber sei noch nicht entschieden, weshalb der Kreis die Stelle jetzt nicht benötige.

    Schade widerspricht in einem Schreiben zum Thema: "Es gibt sowohl eine Entscheidung des Oberlandesgerichtes vom Januar, welche den Einspruch der unterlegenen Firma abgewiesen hat, als auch eine ministerielle Mitteilung auf der Internetseite des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales vom 17. Januar, dass der Weg für die Umstellung des Digitalfunks in Thüringen frei sei!" Ergo: Das Vergabeverfahren sei abgeschlossen, so dass die Kommunen in Thüringen in diesem Jahr 3,1 Millionen Euro in den Digitalfunk investieren können.
    Wertvolle Zeit verloren

    Auf Nachfrage wurde in der Kreisverwaltung bestätigt, dass im Haushalt Einnahmen vom Land in Höhe von 280 000 Euro sowie Ausgaben für den Digitalfunk von 340 000 Euro geplant sind. Der Kreis gibt selbst also 60 000 dazu.

    Steffen Schirmer, Chef des Brand- und Katastrophenschutzes, sagte der TA, dass man die Personalstelle schon viel früher hätte besetzen müssen. Wertvolle Zeit sei inzwischen verflogen. Nun müsste erstmal ein geeigneter Mitarbeiter gefunden werden, was nicht leicht sei.

    Der künftige Kollege nämlich soll nicht nur die Förderanträge für die rund 215 Feuerwehrfahrzeuge inklusive der des Kreises und ein Dutzend Rettungswagen im Weimarer Land in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden bearbeiten.

    Er solle auch den Kontakt zum Land und zur Polizei (diese hat bereits Digitalfunk) koordinieren. Mit jedem Ort müssten hinsichtlich des Feuerwehrfahrzeugs Einbaugespräche geführt werden, das sei ein riesiger Aufwand.

    Schirmer rechnet mit der Digitalfunk-Ausrüstung der Fahrzeuge von 2018 bis 2020. Die Vorbereitung aber müsste jetzt dringend anlaufen.

    Kreistagsmitglied Schade indes kritisiert nicht nur, dass Mohring die Öffentlichkeit falsch informiert habe, sondern auch den Landrat. So sei Hans-Helmut Münchbergs Behauptung falsch, dass die Landes­regierung kein Konzept und schon gar keinen Zeitplan habe, den Digitalfunk einzuführen. Der Landrat hätte nur in den Thüringer Staatsanzeiger zu schauen brauchen, so Schade. Dort stünden die Funk-Richtlinie, das Strategiekonzept, das Landesausstattungskonzept oder eine projektspezifische Zuwendungsrichtlinie, um nur eine Auswahl zu nennen. Das wiederum hätte ihm sein Fachamt zuarbeiten müssen, schätzt Michael Schade ein.
    Schade bemängelt "Wahlkampfmodus"

    Thüringer Allgemeine fragte Steffen Schirmer, der in der Kreistagssitzung anwesend war diesbezüglich. Er habe sich zwar zu Wort gemeldet, das sei aber in dem Moment übersehen worden. Möglicherweise vom Kreistagschef Fred Menge (CDU).

    Michael Schade jedenfalls stellt in seinem Schreiben an die Thüringer Allgemeine abschließend fest: "Sowohl Herr Mohring als auch Herr Münchberg scheinen bereits im Wahlkampfmodus zu sein, wobei die Sachlichkeit abhanden gekommen zu sein scheint."

    Quelle: http://weimar.thueringer-allgemeine.de/…/Streit-um-Digitalf…

  • 22.03.2017 Bundesanstalt Digitalfunk BOS:

    Echtzeitmonitoring in allen Ländern verfügbar

    Seit der vergangenen Woche ist das Echtzeitmonitoring (EZM) in allen Bundesländern verfügbar. Das System dient dazu, auch bei großen Lagen die bestmögliche Kommunikation über den Digitalfunk BOS sicherzustellen.

    Das EZM unterstützt den operativ-taktischen Betrieb des BOS-Digitalfunknetzes sowie die Autorisierten Stellen (AS), indem es eine Übersicht über die genutzten und freien Kapazitäten des BOS-Digitalfunknetzes während eines Einsatzes gibt. Mit Übersichtskarten, Tabellen, Trend-Diagrammen und Berichten zeigt es den aktuellen Status an.

    Nutzen besonders viele Einsatzkräfte den Digitalfunk BOS im selben Gebiet, wie es zum Beispiel bei Großveranstaltungen oder dem Besuch eines ausländischen Staatsgastes notwendig ist, kann mithilfe des EZM eine hohe Auslastung an einzelnen Basisstationen frühzeitig erkannt werden. Durch die Einleitung von Gegenmaßnahmen kann dann eine Überlastung verhindert werden. Das System bildet außerdem die Ressourcenzuteilung und die derzeit verfügbare Kapazität auf den Verkehrs- und Signalisierungskanälen ab. Die Autorisierten Stellen der Länder und des Bundes können mit ihrem normalen Webbrowser auf das System zugreifen. Eine detaillierte Rechtevergabe stellt dabei sicher, dass Nutzer nur die für den jeweiligen Einsatz relevanten Informationen einsehen können.

    Entwickelt wurde das EZM unter Beteiligung der Länder Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Nach einer erfolgreichen Testphase wurde im Dezember vergangenen Jahres mit der offiziellen Einführung des Systems begonnen.

    Quelle: www.bdbos.bund.de

  • 19.03.2017 Bayern Rehling: Bürger laufen Sturm gegen Digitalfunkmast

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    250 Besucher kommen zur Gemeinderatssitzung in Rehling und protestieren gegen Anlage für Behördenfunk. Ihr Nein unterstreichen sie mit 800 Unterschriften. Rat fühlt sich von Bau- und Polizei-Behörden „vor den Kopf gestoßen“

    Außergewöhnlich groß war der Besucherandrang im Rehlinger Gemeinderat am Donnerstagabend: Rund 250 Rehlinger versammelten sich schon vor Sitzungsbeginn vor dem Rathaus – fast zehn Prozent der Rehlinger Bevölkerung. Sie wollten damit gegen einen für den Digitalfunk geplanten Funkmast demonstrieren, der auf der Tagesordnung stand. In den Sitzungssaal passten allerdings – dicht gedrängt – nur 180 Besucher. Die übrigen mussten sich im Gang und im Freien gedulden.

    Der Aufmarsch von verunsicherten und teilweise verärgerten Bürgern machte offenbar großen Eindruck auf Bürgermeister Alfred Rappel und den Gemeinderat, Stephan Mayr und Thomas Gumpp von der autorisierten Stelle des Landeskriminalamtes (LKA) und Stefan Klein vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Mit ihrer Anwesenheit wollten die Besucher zum Ausdruck bringen: „Wir wollen diesen Funkmast auf keinen Fall!“ Es waren Leute aus allen Bevölkerungsschichten, Jung und Alt, Alteingesessene und viele Neubürger. Dieses Nein wurde zudem unterstrichen mit einer Liste mit über 800 Unterschriften gegen den Funkmast. Diese Liste übergab Michael Jakob vor Sitzungsbeginn an Bürgermeister Rappel. Vor allem die Anwohner des Eschenweges, in deren Nähe der Funkmast an der Lechrainkante gebaut werden soll, waren seit Bekanntwerden des Vorhabens aktiv geworden. Die Anwohner sorgen sich um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder wegen der Strahlung, die vom sogenannten Tetrafunk ausgehen soll.

    nie erlebt“, sagte der sichtlich überraschte Rathauschef. Im gleichen Atemzug nannte er die Aktion sehr positiv. „Es ist gut, dass ihr alle so zahlreich gekommen seid und damit zeigt, was euch bewegt und dass ihr mit diesem Funkmast nicht leben wollt.“ Rappel meinte, diese Menschenmasse sollte Gewicht haben bei den weiteren Entscheidungen des Bauamts und des LKA. Die Behörden sollten sich noch einmal Gedanken machen, ob der Mast nötig sei. Schon vor der abschließenden Abstimmung signalisierte Rappel ein geschlossenes Nein vom Gemeinderat, was ihm großen Beifall der Besucher einbrachte.

    Warum der Funkmast aus Sicht der Behörden gebraucht wird, erläuterte Stefan Klein vom Staatlichen Bauamt Augsburg noch einmal (siehe weiteren Bericht). Das Staatliche Bauamt Augsburg hatte in seinem Antrag die Gemeinde gebeten, „dem Antrag nicht zu widersprechen“. Wie Rappel betonte, ist das Bauvorhaben mit einem Nein seitens der Gemeinde keineswegs vom Tisch. Die Regierung von Schwaben als Genehmigungsbehörde werde die Gemeinde noch einmal am Planungsverfahren beteiligen und um eine Stellungnahme bitten. Bleibt es beim Nein, könne die Regierung den Standort trotzdem genehmigen. Rappel: „Das Thema wird uns wohl noch länger beschäftigen.“ Es sei denn, Staatliches Bauamt und LKA würden von dem Vorhaben absehen. Dies noch einmal zu überdenken, gab Rappel den Behördenvertretern als „große Bitte der Rehlinger Bevölkerung“ mit auf den Weg.

    Gemeinderat Heribert Göggerle kritisierte die Behörden, weil die Gemeinde seit November 2016 keinerlei Informationen über Aktivitäten in der Sache erhalten habe. Der Gemeinderat sei von der Nachricht über den neuen Standort genauso vor den Kopf gestoßen worden wie die ganze Bevölkerung. Gemeinderätin Silvia Huber warf den Behörden vor, „still und heimlich ein Grundstück gesucht“ zu haben.

    Die Anwohner, die sich gegen den Funkmast wenden, argumentieren, der Digitalfunk sende anders als der Handyfunk auf einer niedrigeren – für den Menschen schädlicheren – Frequenz. Die Strahlung soll 15 bis 20 Kilometer weit reichen.

    Und der Funkmast soll nun knapp 200 Meter entfernt von Wohnhäusern und rund 400 Meter entfernt von Schule und Kindergarten entstehen, wie Anwohner auch schon in einem Leserbrief in den AN geschrieben hatten. Dort war von einem „massiven Eingriff auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Rehlinger Bürger“ die Rede. Stefan Klein hatte mit seiner Aussage dazu – „Wir strahlen über den Eschenweg hinweg“ – die Lacher auf seiner Seite.

    Gemeinderätin Silvia Huber wollte wissen, wo genau Rehling unterversorgt sei beim Behördenfunknetz. „Dies kann jetzt auf die Schnelle nicht erläutert werden, das könnte bei einer Informationsveranstaltung genau beantwortet werden“, so Klein. Hubert Limmer, der sich schon im November und bei der Bürgersammlung gegen die Funkantenne ausgesprochen hatte, konfrontierte die Vertreter vom LKA mit der Aussage, es gebe eine Anordnung für Einsatzkräfte, den Digitalfunk wegen der extrem hohen Strahlenwerte nur im Freien und nicht in Fahrzeugen zu benützen. Das bestätigten die LKA-Vertreter. Das beziehe sich aber nur auf die mobilen Funkgeräte, nicht die fest eingebauten.

    Man stellte fest, dass es noch viele Fragen zum Digitalfunknetz und seinen Auswirkungen gibt. Das Staatliche Bauamt zeigte sich sofort bereit, das Projekt in einer Versammlung noch einmal ausführlich zu erläutern und Fragen zu beantworten. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

    Nach gut einer Stunde Diskussion stimmte der Gemeinderat ab: Er sagte mit 13:0 Stimmen klar Nein zu dem Funkmast. (Es fehlten entschuldigt Wolfgang Haberl und Inge Gulden). Begründet wurde es mit den „gesundheitlichen Bedenken und auch mit dem Eingriff in die Natur der Lechleite“.

    Quelle: Augsburger-Allgemeine

  • 19.03.2017 Thüringen: Kreistag genehmigt Stelle für Digital-Funk-Einführung

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    CDU-Fraktion betrachtet das derzeit als nicht nötig, weil Umstellung nicht realisierbar sei.

    Landkreis. Landrat Hans-Helmut Münchberg (parteilos) hat seinen Willen bekommen. Der Kreistag genehmigte am Donnerstagabend die Entsperrung einer Personalstelle im Amt für Brand- und Katastrophenschutz/Rettungsdienst, das Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer führt. Die Entsperrung kommt insbesondere gegen den Widerstand der CDU zustande.

    Konkret geht es darum, dass bei der Kreisverwaltung nun ein geeigneter Mitarbeiter eingestellt werden kann, der sich mit der Einführung des Digitalfunks bei Feuerwehren und Rettungsdiensten – er soll landesweit schrittweise eingeführt werden – im Weimarer Land befassen soll.

    Bevor Kreistagsvorsitzender Fred Menge (CDU) zur Abstimmung aufrief, stellte die CDU-Fraktion allerdings einen Geschäftsordnungsantrag auf Rückverweisung des Themas in den Finanzausschuss. Außerdem bat sich Dr. Christian Brändel (CDU) einen Zeitplan bezüglich der Einführung des Digitalfunks aus.

    Landrat Münchberg meinte daraufhin: "Herr Dr. Brändel, ich bitte Sie, dass wir nicht so vorgehen – es gibt keinen Zeitplan vom Land, es ist einfach chaotisch, es gibt da bisher nichts Konzeptionelles . . ." Zudem warb Münchberg um die Stelle. Dieses komplexe Thema müsste in kompetente Hände gegeben werden, "das kann man nicht mal so nebenbei erledigen." Zumal, da es sich um die wichtige Nachrichtenübermittlung bei den Rettungsdiensten und Wehren handele.

    Münchberg ergänzte, dass er dieser Tage auch noch einen Leistungsträger in diesem Amt verloren habe. Nach Informationen unserer Zeitung hat der Mann gekündigt. Dass es im Team von Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer Spannungen gab, wird zwar seit geraumer Zeit gemunkelt, blieb aber bislang unbestätigt.

    Münchberg jedenfalls wies im Kreistag darauf hin, wie dringlich diese Personalie für den Digitalfunk sei.

    Der Antrag der CDU wurde klar abgelehnt, was CDU-Fraktionschef Mike Mohring ans Mikro trieb, bevor über die Stelle abgestimmt wurde. Mohring stellte die Notwendigkeit der Personalstelle zum jetzigen Zeitpunkt infrage.

    Das Thema Digitalfunk werde seit gut 18 Jahren immer wieder insbesondere auch auf Landesseite diskutiert, wobei nichts Entscheidendes geschehen sei. – Und nun stellten irgendwelche Leute plötzlich fest, dass der Digitalfunk 2017 "sofort passieren" muss. "Leider Gottes" würden die Fakten aber dagegen sprechen, die Stelle, die dann natürlich fortlaufend Personalkosten nach sich zöge, freizugeben.

    So wies Mohring darauf hin, dass die Ausschreibung für den Digitalfunk in Thüringen zwar erfolgt sei, sich aber ein unterlegener Bewerber gemeldet habe, der das Ergebnis der Vergabe nicht akzeptiert. Ergo: Der Prozess der Einführung des Digitalfunks verzögere sich weiter, beginne in diesem Jahr also höchstwahrscheinlich gar nicht. Deshalb benötige der Kreis die Stelle auch (noch) nicht. Diejenigen, die also in der Argumentation nun polemisch die Rettung von Menschenleben in Gefahr sehen, nur weil diese Stelle jetzt nicht besetzt wird, würden sich und anderen etwas vormachen.

    Trotz dieser Argumentation gaben die Kreisräte die Stelle mit 22 Ja- zu 15 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung frei.

    Einer derjenigen, die sich über die Entsperrung der Stelle freuten, war Dirk Schütze (SPD), hauptberuflich im Rettungsdienst tätig. Er bat um Zustimmung "für die Sicherheit der Bürger". Eben diese Verknüpfung kritisierte Mohring, weil die Sicherheit der Bürger ja gar nicht gefährdet sei, wenn die Stelle unbesetzt bliebe.

    Derzeit herrscht die Situation in Thüringen, dass die Polizei den Digitalfunk nutzt, Rettungskräfte und Wehren aber nicht. Sie kommunizieren noch über analoge Technik. Ergo: Polizei und Retter können in der Regel nur noch über Handy oder Festnetz miteinander reden.

    Quelle: http://apolda.thueringer-allgemeine.de/…/Kreistag-genehmigt…

  • 12.03.2017 Pilotprojekt in Brandenburg Feuerwehr reformiert Notruf – mit WhatsApp

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    Mit Hilfe von Messenger-Diensten wie WhatsApp sollen die Retter künftig punktgenau zu Verunglückten geführt werden. Dazu hat die Leitstelle in Brandenburg/Havel ein Pilotprojekt angeschoben – es soll landesweit Schule machen und Leben retten.

    Potsdam. Die Feuerwehr revolutioniert den Notruf „112“. Mit Hilfe von Messenger-Diensten wie WhatsApp sollen die Retter künftig punktgenau zu Verunglückten geführt werden. Dazu hat die Leitstelle in Brandenburg/Havel ein Pilotprojekt angeschoben – es soll landesweit Schule machen und Leben retten. Mehrere spektakuläre Rettungsaktionen konnten mit Hilfe des Rückgriffs auf Standortdaten von WhatsApp schon deutlich beschleunigt werden, sagt Leitstellen-Chef Mathias Bialek. „Die Technik bietet uns ungeahnte Möglichkeiten, Menschen zu finden. Das ist gerade in einem Flächenland mit boomendem Tourismus ein unschätzbarer Gewinn“

    Smartphone-Ortung bereits 80 Mal


    Etwa 80 Mal sei die neue Smartphone-Ortung in der Leitstelle bis jetzt zum Einsatz gekommen. Eine mitten im Wald vom Pferd gefallene Reiterin, die sich einen Wirbel gebrochen hatte, fanden die Retter bei Linthe, außerdem einen verunglückten Motorradfahrer bei Brück (beide Potsdam-Mittelmark). Pro Tag nimmt die Leitstelle etwa 500 Notrufe entgegen.

    Das Problem für die Retter bisher: Verunglückt ein Inline-Skater auf der Fläming-Skate, ein Partyboot auf der Havel oder ein Mountainbiker in der Heide, wissen die Sanitäter im Krankenwagen oft nicht genau, wohin sie fahren müssen. Die Beschreibungen sind vage („Kreuzung mit dickem Baum“, „Steg im Schilfgürtel“) und Auswärtige sind meist ortsunkundig.

    So funktioniert diese Handy-Ortung
    Deshalb hat die für die Landkreise Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg/Havel zuständige Leitstelle jetzt einen standardisierten Lotsendienst eingerichtet. Der Schichtführer hat ein konfiguriertes Mobiltelefon am Arbeitsplatz liegen. Macht ein Anrufer unklare Ortsangaben, weist der Diensthabende dem Unfallopfer oder -zeugen den Weg durch die Smartphone-Einstellungen, bis der Anrufer die Standortdaten aktiviert hat. Der Feuerwehrmann legt auf einem Tablet-Computer einen Kontakt an und schickt dem Verunglückten eine Nachricht. Der muss nur noch antworten und sendet so dem Disponenten in der Zentrale seine GPS-Koordinaten. Die Anleitungen sind für die Betriebssysteme von Apple und Android in der Leitstelle hinterlegt.
    Schneller als „normale“ Handy-Ortung
    Die Handy-Ortung ist auch bislang schon technisch möglich, dauert aber lang. „Man muss das beantragen und erhält dann nach einer halben Stunde Informationen“, sagt Bialek. Die gäben allerdings nur an, in welcher Funkzelle sich ein Handy befinde – und die könne einen Durchmesser von mehreren Kilometern haben. WhatsApp-Daten dagegen stimmen dagegen meist bis auf wenige Meter. „Wir schauen genau hin, welche Erfahrungen die Brandenburger machen“, sagt Marcel Haas, Schichtleiter bei der Berufsfeuerwehr in Potsdam. „Die Ortung ist eine gute Sache.“
    WhatsApp ist ein beliebter und weit verbreiteter Dienst für Smartphones. Benutzer können damit Textnachrichten, Bilder, Videos sowie Standortinformationen austauschen.

    Quelle: http://m.maz-online.de/…/Feuerwehr-reformiert-Notruf-mit-Wh…

  • 11.03.2017 Niedersachsen Schwarmstedt: Adäquate Vorbereitung auf den Einsatz Johanniter weisen Helfer in Digitalfunk ein.

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    Schwarmstedt - Die Johanniter des Ortsverbands Aller-Leine legen viel Wert auf Aus- und Fortbildung. Nur so können die Mitglieder adäquat auf ihre Aufgaben in Einsätzen vorbereitet werden. Zuletzt wurden 16 Helfer in die Handhabung und die Bedienung der Digitalfunktechnik eingewiesen.

    Nach Vorgabe des Landes Niedersachsen müssen alle Mitglieder von Hilfsorganisationen, die diese Technik bedienen wollen, von Multiplikatoren geschult werden. Michael Grunwald, als Notfallsanitäter im hauptamtlichen Dienst der Johanniter tätig und ehrenamtlich als Zugführer der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) und Fachausbilder im Katastrophenschutz aktiv, leitete den Lehrgang.
    Konzentration auf Großeinsätze

    Zehn hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Johanniter-Rettungsdienst sowie sechs Ehrenamtliche aus dem Bereich der Schnell-Einsatz-Gruppe absolvierten die achtstündige Schulung in Theorie und Praxis. Im praktischen Teil wurden Rufgruppen gewechselt und Einstellungen geübt. Besonderer Wert wurde auf die vom Heidekreis festgelegten Kommunikationswege in einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) gelegt.

    Die ehrenamtlichen Helfer der Johanniter treffen sich immer dienstags, ab 18 Uhr, im Johanniter-Zentrum in Schwarmstedt. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen. Interessierte können sich vor Ort oder in der Facebook-Gruppe des Johanniter Ortsvereins Aller-Leine informieren.

    Quelle: https://www.kreiszeitung.de/…/johanniter-schwarmstedt-helfe…

  • 11.03.2017 Baden-Württemberg EMMENDINGEN: Funkzentrale für Feuerwehr

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    Die Umstellung auf Digitalfunk und Defekte am alten System machen die Anschaffung erforderlich.

    EMMENDINGEN. Die Feuerwehr bekommt eine neue Funkzentrale für knapp 102 000 Euro. Das beschloss der Hauptausschuss am Donnerstag in öffentlicher Sitzung. Bisher funkt die Feuerwehr mit analoger Technik. Weil aber der Landkreis zum Jahresende auf einen bundesweit einheitlichen Digitalfunk umstellt, zieht die Feuerwehr mit.
    Sie tut es gern, funktioniert bei der alten Anlage doch vieles nicht mehr. "Seit 2006 wartet Deutschland auf Digitalfunk", erklärte Stadtkommandant Ralf Kesselring, warum die Feuerwehr zugewartet hatte, obwohl das die Arbeit umständlicher machte: Für die defekte Alarmierung wurde ein analoger Funkhörer zur Überbrückung gekauft und die Dokumentation lief teils über die Leitstelle, teils per Hand, weil die Sprachaufzeichnung ausgefallen war. Lang war seine Liste der defekten Geräte – vor zweieinhalb Jahren fing’s sogar in der Technik zu rauchen an. Gelöscht war schnell, die Schäden wurden aber nicht weniger.

    Die Funkzentrale ist das Informationszentrum bei Einsätzen. Wenn die Feuerwehr gerufen wird, sitzt dort mindestens ein Mitarbeiter. Er organisiert, wenn vor Ort mehr Manpower oder Material benötigt werden, sorgt für Nachalarmierungen, die Versorgung der Einsatzkräfte und den Nachschub. Bei Großbränden, Unwetter oder einer Suchaktion ist die Führungsgruppe mit vier Leuten dort; sie übernehmen auch die Kommunikation mit anderen Behörden und Organisationen wie Polizei, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk, Rathaus oder Landratsamt. Künftig stehen dafür zwei EDV-gestützte Arbeitsplätze mit je einem Funkgerät und ein weiterer Platz zur Verfügung. Die Sprachaufzeichnung erfolgt ebenfalls digital, die Alarmierung bleibt allerdings – wie im Landkreis – zunächst analog und wird repariert.

    Bei der Gelegenheit wird erstmals eine Videoüberwachung installiert. Die Aufnahmen werden auch aufgezeichnet. Hintergrund ist ein nächtlicher Einbruch bei der Feuerwehr. "Wenn da bei nächtlichen Einsätzen einer allein in der Zentrale ist, soll er reagieren können", begründete Kesselring die neue Form der Übersicht. Betriebshof und Stadtwerke verfügten über eigene Sicherheitssysteme.

    Im Haushalt sind 132 000 Euro für die gesamte Anlage vorhanden, 40 000 Euro gibt’s vom Landkreis als Zuschuss. Nicht in diesen Kosten enthalten ist die neue Möblierung. "Da kommt noch einiges oben drauf, aber das läuft unter Gebäudeerhaltung", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer. Dass die Anschaffung dringend erforderlich ist, war unumstritten. "Es ist gut, dass wir das erneuern, bevor es unter Denkmalschutz gestellt wird", sagte Grünen-Stadtrat Benjamin Buob.

    Im Spätherbst soll die neue Funkzentrale in Betrieb gehen, hofft Kesselring.

    Quelle: http://www.badische-zeitung.de/…/funkzentrale-fuer-feuerweh…

  • 09.03.2016 Sachsen Chemnitz: Neues Digitalfunknetz im Stress-Test.

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    Freiwillige Feuerwehren und Rettungskräfte prüfen gemeinsam Funktionsfähigkeit der Technik - Umstellung soll dieses Jahr vollzogen werden

    Wie weit sind die Chemnitzer Rettungskräfte bei der Umstellung auf die neue Kommunikationstechnik? Darüber sollte unter anderem ein groß angelegter Test am Dienstagabend Aufschluss geben. "Freie Presse" beantwortet wichtige Fragen dazu.

    Was wurde am Dienstagabend getestet?

    Nach Angaben der Stadtverwaltung handelte es sich um eine Funktionsüberprüfung der Digitalfunkgeräte aller 15 freiwilligen Feuerwehren der Stadt, der 25. Medizinischen Einsatzgruppe (kurz MTF für Medical Task Force) und der Katastrophenschutz-Wasserrettungs-Gruppe im Zusammenspiel mit der Leitstelle, die sich in der Hauptfeuerwache an der Schadestraße befindet. Getestet wurden die Übermittlung von Alarmtext-Nachrichten von der Leitstelle sowie kurze Funkgespräche untereinander.

    Wer war daran beteiligt?

    Für die Tests mussten alle - in der Regel je zwei - Fahrzeuge der 15 freiwilligen Feuerwehren und die insgesamt 22 Fahrzeuge der MTF mit jeweils mindestens einer Person besetzt sein. Hinzu kamen sechs Mitglieder der Katastrophenschutz-Wasserrettungs-Gruppe und zusätzliche Kräfte in der Leitstelle. Laut Stadtverwaltung ist jedes Feuerwehr- und Rettungsfahrzeug mit einem fest eingebauten und einer unterschiedlichen Anzahl tragbarer Funkgeräte ausgestattet. So gehörten zur Ausrüstung eines Löschfahrzeugs ein fest eingebautes und fünf tragbare Digitalfunkgeräte.

    Was bedeutet Medizinische Einsatzgruppe?

    Die Chemnitzer MTF ist eine von bundesweit 61 solcher Einsatzgruppen. Zur 25. MTF gehören Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes. In Katastrophenfällen sollen sie reguläre Einheiten des Katastrophenschutzes und Sanitätsdienstes verstärken und beispielsweise einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Verletzte einrichten und betreiben.

    Was hat der Test ergeben?

    Dazu machte die Stadtverwaltung gestern noch keine Angaben. Nachdem bereits Einzeltests stattgefunden hätten, sei es diesmal um die vollumfängliche Überprüfung der Funkgeräte und ihrer Anpassung an die Software der Leitstelle gegangen. Bei Abstimmungsproblemen müsse nachgeregelt werden, hieß es.

    Seit wann sind die Chemnitzer ehrenamtlichen Rettungskräfte mit Digitalfunk ausgestattet?

    Die Funkgeräte wurden 2016 angeschafft und in den vergangenen Monaten in die Fahrzeuge eingebaut.

    Wie viel hat die neue Funktechnik gekostet?

    Für die Umrüstung der Fahrzeuge der Feuerwehren hat die Stadt rund 320.000 Euro zur Verfügung gestellt. Drei Viertel dieser Summe waren Fördergeld vom Freistaat. Bund und Freistaat tragen auch die Kosten für den Aufbau des sogenannten BOS-Funknetzes, zu dem das Errichten von landesweit 250 Basistationen mit Funkmasten gehörte. BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben - also Feuerwehren, Rettungsdienste, Bundes- und Landespolizei sowie Technisches Hilfswerk. Bis zum Jahr 2021 wird die Umstellung auf Digitalfunk sachsenweit voraussichtlich rund 345 Millionen Euro kosten.

    Wie ist der aktuelle Stand bei der Umstellung von Analog- auf Digitalfunk für die Sicherheits- und Rettungskräfte in Chemnitz?

    Die sächsische Polizei hat diese Umstellung bereits vollzogen, heißt es von der Stadtverwaltung. Die Chemnitzer Feuerwehr arbeite seit Jahresbeginn 2017 testweise mit Digitalfunk. Der Rettungsdienst in der Stadt nutze aktuell noch analoge Funkgeräte, seine Fahrzeuge seien im Bereich des Rettungszweckverbandes Chemnitz-Erzgebirge aber bereits mit Digitalfunkgeräten ausgestattet. Geplant sei, den Digitalfunk bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst in Chemnitz gleichzeitig mit der Integrierten Regionalleitstelle an der Schadestraße im Laufe des Jahres 2017 in vollem Umfang in Betrieb zu nehmen. Ursprünglich sollte die Leitstelle schon Mitte 2015 auf Digitalfunk umgestellt sein. Software-Probleme führten jedoch zu Verzögerungen.

    Welche Vorteile verspricht der Digitalfunk gegenüber dem bisherigen Analogfunk?

    Als Vorteile des Digitalfunks gelten unter anderem Abhörsicherheit und eine gleichbleibende Sprachqualität. Zusätzlich können per Digitalfunk auch Textnachrichten, wie beispielsweise Navigationsanweisungen für Fahrzeuge, versendet werden, erklärt die Stadtverwaltung. Durch die Nutzung des gemeinsamen Funknetzes sei eine bessere Zusammenarbeit der verschiedenen mit Sicherheitsaufgaben betrauten Behörden und Organisationen möglich.

    Quelle: http://www.freiepresse.de/…/Neues-Digitalfunknetz-im-Stress…

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