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  • 17.12.2017 Niedersachsen Peine: Feuerwehr funkt jetzt digital

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    Peine - Auf der Dienstversammlung der Feuerwehr-Kreisausbilder am vergangenen Dienstag berichtete Kreisausbildungsleiter Jörg Diederichs vom Abschluss der „Endanwenderseminare Digitalfunk“: Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Jahren wurden in den vergangenen drei Jahren die Umschulungen vom Sprechfunker (analog) zum Sprechfunker (digital) durchgeführt.

    Und zwar von den acht Kreisausbildern und dem Kreisausbildungsleiter in Eigenregie mit einem Zeitaufwand von 1.500 Ausbilderstunden. In 68 Seminaren wurden 1.438 Teilnehmerinnen und Teilnehmer umgeschult. Parallel wurde ab Februar 2015 der reguläre Sprechfunkerlehrgang auf digitale Technik umgestellt, in diesen Lehrgängen wurden weitere 288 Feuerwehrleute zu digitalen Sprechfunkern ausgebildet. Somit verfügt der Landkreis Peine derzeit über 1.920 ausgebildete Digitalfunker.

    Der Kreisausbildungsleiter bedankte sich recht herzlich bei den acht Kreisausbildern, die mit ihm diese “Herkulesaufgabe“ bewältigt haben und betonte, dass diese einmalige Aktion mit hohem Engagement sehr professionell erledigt wurde.

    Weiterer Schwerpunkt der Dienstversammlung war neben Rückblick auf vergangene Lehrgänge und Planungen für das kommende Jahr die Neugestaltung der Wettbewerbe. Die neuen Leistungswettbewerbe ab 2018 sind dem Kreisbrandmeister dem Kreisausbildungsleiter erstmalig im August an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle vorgestellt worden. Die Wettbewerbe werden derzeit vom Arbeitskreis „Wettbewerbe“ auf Landesebene erarbeitet und sind zukünftig modular aufgebaut. Ziel ist es, die Wettbewerbe attraktiver und praxisnäher zu gestalten. Es können nicht nur Gruppen sondern auch Staffeln starten.

    Die Wettbewerbe werden reduziert

    Entgegen früherer Planungen werden in 2018 keine Regionalen Landesvorentscheide auf Bezirksebene in Peine (Ilsede) durchgeführt. Nach Absprache mit dem Kreisbrandmeister, dem Regierungsbrandmeister sowie dem Arbeitskreis „Wettbewerbe“ wurde entschieden, im Jahr 2018 nach den Kreiswettbewerben die Wettbewerbssaison zu beenden. Man will im Jahr 2018 zunächst Erfahrungen mit den Wettbewerben sammeln und diese eventuell in die neuen Wettbewerbsrichtlinien einpflegen. Der nächste Wettbewerb auf Bezirksebene findet 2019 in Wolfenbüttel statt, der Landkreis Peine ist 2021 Ausrichter.

    Ferner wurden auf der Dienstversammlung der Kreisausbilder personelle Wechsel vollzogen: zum 31. August ist Dirk Hornemann als Kreisausbilder -Atemschutzgeräteträger- auf eigenen Wunsch ausgeschieden, seine Nachfolge hat Stefan Wrede angetreten. Zum 31. Dezember hört Steffen Fieber als Kreisausbilder -Gefahrgut- und Digitalfunkausbilder aus Altersgründen auf. Seine Nachfolge im Bereich Gefahrgut wird Oliver Stöter antreten. Aufgrund der Beendigung der „Endanwenderseminare Digitalfunk“ scheiden zum 31. Dezember auch die beiden Digitalfunkausbilder Stefan Fries und Jens Hallmann aus.

    Quelle: http://regionalpeine.de/feuerwehr-funkt-jetzt-digital/

  • 14.12.2017 Nordrhein-Westfalen Kreis Siegen-Wittgenstein:

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    Thomas Emrich ab 15. Dezember neuer Leiter der Kreisleitstelle

    Kreis betont: Digitalfunk läuft stabil und zuverlässig.

    Thomas Emrich wird neuer Leiter der Kreisleitstelle. Der 50-jährige löst am kommenden Freitag (15. Dezember) den bisherigen Leiter der Kreisleitstelle, Thomas Jung, ab, der zur Feuerwehr der Stadt Siegen wechselt.

    Emrich hat vielfältige Erfahrungen im Bereich von Feuerwehr und Katastrophenschutz. So begann er seine Laufbahn als Einsatzbeamter bei der Berufsfeuer Frankfurt am Main und war dort u.a. auch in der Leitstelle tätig. Anschließend hat er zehn Jahre lang als Lehrkraft an der Hessischen Landesfeuerwehrschule mit Schwerpunkt im Bereich Technik unterrichtet. Danach übernahm er die Funktion des hauptamtlichen Kreisbrandmeisters im Landkreis Nordsachsen, bevor er als Dienstschichtführer in die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Leipzig wechselte. Dort hatte er auch Personalverantwortung. Zuletzt arbeitete der gebürtige Butzbacher im Bereich Brandschutz des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Freistaates Thüringen.

    „Wir freuen uns außerordentlich, einen Mann mit so breit aufgestellten fachlichen Kompetenzen und umfangreichen Praxiserfahrungen als neuen Leiter unserer Kreisleitstelle zu uns holen zu können“, betont Landrat Andreas Müller: „Er wird ohne Zweifel ein Gewinn für unser Leitstellen-Team und damit auch für die Arbeit der Feuerwehren und der Hilfs- und Rettungsdienste in Siegen-Wittgenstein sein.“

    Digitalfunk voll funktionsfähig

    Den Wechsel an der Spitze der Kreisleitstelle nimmt der Kreis auch zum Anlass, um Vorwürfen entgegenzutreten, der Digitalfunk der Feuerwehren sowie Hilfs- und Rettungskräfte laufe nicht stabil und sei vom Ausfall bedroht. Landrat Andreas Müller ist verwundert und hätte es nicht für möglich gehalten, „dass in einer Dienstbesprechung der Stadt Siegen im Beisein des Bürgermeisters und des Beigeordneten Dienststellen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises offensichtlich in emotionaler Art und Weise öffentlich diskreditiert werden. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Vorgang zu Verunsicherungen bei unseren engagierten ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren geführt hat.“

    Der Landrat versichert, dass die Funktions- und Leistungsfähigkeit sowohl der Kreisleitstelle als auch des explizit angesprochenen Digitalfunks gewährleistet ist.

    Seit Juni dieses Jahres liegt vom Institut der Feuerwehr (IdF NRW) ein neues Update für die digitalen Funkgeräte vor, das aber zunächst an die lokalen Bedürfnisse angepasst und dann getestet werden muss. Anschließend wird das Update auf Server der KDZ geladen, von wo aus es sich die örtlichen Feuerwehren über sogenannte „Tankstellen“ auf ihre Funkgeräte herunterladen können.

    Das neue Update wird zusätzlichen Komfort und u.a. eine noch bessere Sprachqualität ermöglichen. Die Funktionsfähigkeit des Systems haben auch örtliche Feuerwehren, die jüngst Übungen durchgeführt haben, bestätigt.

    Quelle: https://www.focus.de/…/kreis-siegen-wittgenstein-thomas-emr…

  • 13.12.2017 Niedersachsen Dötlingen: Nun wird auch in Dötlingen nur noch digital gefunkt.

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    Die Feuerwehren im Landkreis Oldenburg setzen seit 2015 für die Kommunikation zwischen den Einsatzfahrzeugen und der Leitstelle den Digitalfunk ein. Für den Funkverkehr an Einsatzstellen – beispielsweise zwischen Führungskraft und einem vorgehenden Atemschutztrupp – wurden hingegen in vielen Kommunen weiterhin die analogen Geräte genutzt.

    Auch im Dötlinger Gemeindegebiet funkten die Einsatzkräfte bis vor kurzem noch über das analoge Zwei-Meter-Band. Nun hat die Gemeinde Dötlingen mehr als 25 000 Euro in die Umrüstung der Ortsfeuerwehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt investiert. Zusätzlich zu den bereits seit 2015 vorhandenen zwölf fest verbauten MRT-Fahrzeugfunkgeräten (Mobile Radio Terminal) und 25 HRT-Handsprechfunkgeräten (Handheld Radio Terminal) wurden noch einmal knapp 50 neue HRT-Geräte beschafft. Die Vorteile der abhörsicheren Technik liegen unter anderem in der besseren Sprachqualität. Außerdem bietet der Digitalfunk durch die Nutzung verschiedener Rufgruppen die Möglichkeit, die Kommunikation an Einsatzstellen besser zu strukturieren. Diesen Funktionsumfang greift auch das Funkkonzept der Dötlinger Feuerwehren auf, bei dem unterschiedliche Führungs- und Arbeitsgruppen genutzt werden.

    Die neuen digitalen Handsprechfunkgeräte wurden entsprechend ihrer Nutzung mit farbigen Blenden gekennzeichnet. Gelbe Funkgeräte sind den Orts- und Gemeindebrandmeistern vorbehalten. Rote Einleger deuten auf die Nutzung in der Führungsgruppe hin und schwarze HRT-Geräte werden standardmäßig im Arbeitskanal genutzt. Außerdem hat jede Ortswehr ein Funkgerät mit blauer Blende erhalten, das als sogenannter Repeater dient. Es kann als Verstärker zur Vergrößerung der Reichweite genutzt werden.

    Um einen reibungslosen Ablauf der Umstellung zu gewährleisten, mussten alle zehn Einsatzfahrzeuge in der Gemeinde Dötlingen möglichst gleichzeitig umgebaut werden. Da die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises in Ganderkesee keine solchen Werkstatt-Kapazitäten bot, standen die ehrenamtlichen Gerätewarte der drei Dötlinger Ortswehren vor einer Mammutaufgabe: Innerhalb von zwei Tagen tauschten Andreas Reese und Thomas Köhler in Brettorf, Arne Metzing und Marvin Leutloff in Dötlingen
    sowie Thorsten Falk und Patrick Jordt in Neerstedt sämtliche analogen 2-Meter-Band-Funkgeräte gegen die digitalen Nachfolger aus.

    Die vollständige Umstellung auf den Digitalfunk klappte in der Gemeinde Dötlingen ohne Komplikationen, nicht zuletzt aufgrund des großen Engagements der Gerätewarte.

    Quelle: https://www.nwzonline.de/…/doetlingen-kommunikation-nun-wir…

  • 07.12.2017 Bayern Hassberge Neubrunn: bald voll angebunden

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    Der Gemeinderat Kirchlauter beschließt den Bau eines neuen Mobilfunk-Sendemastes. Auch beim Breitbandausbau geht es voran.
    Neubrunn - Die Sanierung der "oberen Wirtschaft" kann auf den Weg gebracht werden. Ebenso wird die Digitalfunk-Abdeckung von Neubrunn mit dem Bau eines Sendemastes zu einer deutlichen Verbesserung des Handyempfangs in Neubrunn führen. Diese beiden Punkte standen im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Kirchlauter und beide Vorhaben wurden einmütig beschlossen.
    Der schlechte Empfang des Digitalfunks in Neubrunn war Bürgern und der Feuerwehr schon lange ein Dorn im Auge. Da dies bisweilen Probleme beim Einsatz von Rettungsfahrzeugen ergeben hatte, suchte man in vorausgegangenen Sitzungen nach Lösungen. Im Hintergrund wurden Abstimmungsgespräche mit den zuständigen Stellen geführt.
    Bürgermeister Karl Heinz Kandler führte aus, dass nach Überprüfung der Digitalfunk-Abdeckung im Bereich des Ortsteils Neubrunn feststand, dass eine Nachrüstung notwendig sein werde. Daraufhin seien verschiedene Standorte vorgeschlagen worden, die auch nicht zu sehr an der nächsten Wohnbebauung sein sollten.
    Einen solchen Punkt habe man schließlich am Kirchlauterer Berg auf einem Grundstück gefunden, da es alle "Funklöcher" in Neubrunn abdecke. Gleichzeitig habe man Kontakt mit verschiedenen Mobilfunkanbietern aufgenommen wegen der Möglichkeit der Mitnutzung. Der Bürgermeister nannte es aus seiner Sicht erfreulich, dass hier von einem Anbieter Interesse bekundet wurde, der eventuell ab 2019 auf den dann vorhandenen Mast aufsetzen wolle. Dadurch würde eine bessere Netzabdeckung in Bezug auf Handynutzung erreicht.
    Der Gemeinderat stimmte dem Antrag des Freistaates, vertreten durch das Staatliche Bauamt Schweinfurt, auf Neubau eines Funkmastes sowie eines Technikcontainers und der Nutzung des betroffenen gemeindlichen Grundstückes zu. Der Mast soll eine Höhe von 34 Metern haben. Öffentliche Belange stünden dem Vorhaben des Bauherrn nicht entgegen.
    Hinsichtlich der Sanierung der "oberen Wirtschaft", die im Eigentum der Dorfgemeinschaft Neubrunn sei, berichtete Bürgermeister Karl Heinz Kandler von einem Förderprogramm des Amtes für ländliche Entwicklung. Hier würden Hochbaumaßnahmen wie Bürgerhäuser, die unter Denkmalschutz stünden oder ortsprägend seien, gefördert und zwar zu Kosten einer Maßnahme bis zu 200 000 Euro. Dies beziehe sich auf die Außensanierung, das Dach, die Fenster und den Eingangsbereich. Ein Architekt solle in nächster Zeit ein Angebot erstellen, damit die Maßnahme umgesetzt werden könne.
    Zum Breitbandausbau in der Gemeinde teilte Kandler mit, dass die Plausibilisierung abgeschlossen sei, durch die verschiedene Weiler und Reststücke angeschlossen werden können. Die weiteren Fragen würden zeitnah abgeklärt und der Gemeinderat könne dann den Auftrag beschließen. Die Baumaßnahme Erschließung des weiteren Bauabschnitts Siedlung "Leite" in Kirchlauter sei abgeschlossen. Ebenso sei das neue Feuerwehrauto für die FFW Kirchlauter eingetroffen, so dass der alte Tanker am 19. Februar abgemeldet werde. Dem Kauf eines weiteren Geschwindigkeitsmessgerätes für die Gemeinde, das in der Bürgerversammlung gefordert wurde, wurde zugestimmt.
    Die Gemeinde habe auch 4 "Hundeklos" angeschafft. In Kirchlauter würden diese am "Anglersee" und an der Lauter im Bereich der Raiffeisenbank installiert, in Neubrunn am Friedhof und in der "Neubrunner Dorfstraße" im Bereich der Lindenallee am Ortsausgang.
    Quelle: https://www.np-coburg.de/…/Neubrunn-bald-voll-angebunden;ar…

  • BDBOS So war die PMRExpo 2017Datum03.12.2017 14:39

    01.12.2017 BDBOS So war die PMRExpo 2017

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    Drei Tage lang informierte die BDBOS, vom 28.-30. November 2017, zusammen mit dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (IM NRW) an einem gemeinsamen Stand auf der PMRExpo in Köln über Neuigkeiten zum Digitalfunk BOS.

    Neben dem nationalen und internationalen Fachaustausch lag der Fokus des Messestandes auf der Objektversorgung und dem Echtzeitmonitoring (EZM). An einer Demoversion konnten die Besucher/-innen Einblicke in die Funktionsweise und die Vorteile des EZM als Werkzeug zur Kapazitätsüberwachung im Digitalfunk BOS gewinnen. Zudem stellte der Projektleiter EZM, Oliver Funke, das Tool dem Fachpublikum im Leitstellenkongress vor.

    Die heutige Rolle des EZM für den Betrieb wurde auch in dem Vortrag der Leiterin der Autorisierten Stelle Hamburg, Eva-Maria Eckmann, zum Einsatz des Digitalfunk BOS auf dem G20-Gipfel deutlich. „Dank EZM hatten wir jederzeit einen Überblick über den Zustand und die Auslastung unserer Basisstationen“, so Eckmann in der PMR-Konferenz.

    Die PMR-Konferenz fand als Begleitveranstaltung zur Messe statt und wurde am zweiten Messetag durch den Präsidenten der BDBOS, Andreas Gegenfurtner, eröffnet. In seinem Vortrag unterstrich er die Bedeutung eines gemeinsamen internationalen Vorgehens bei der Standardisierung künftiger Breitbandtechnologien. „Wir müssen enger zusammenrücken und unsere Anforderungen bündeln, sonst werden wir unsere Bedarfe nicht abgebildet finden. Public Safety ist wichtig – daran müssen wir gemeinsam arbeiten“, rief Gegenfurtner die vielen verschiedenen Stakeholder im Digitalfunk BOS auf. Die künftige Aufgabe der Betreiber einsatzkritischer Kommunikationsnetze, die Bereitstellung von BOS-Breitbanddiensten, beschrieb er als „große Herausforderung, die nur gemeinsam vorangetrieben werden kann.“ Es bestehe eine große Notwendigkeit zum „intensiven Austausch mit unseren Partnern auf internationaler Ebene, um unsere gemeinsamen Interessen durchzusetzen.“

    Über Zukunftsthemen des Digitalfunks BOS referierte auch Dr. Barbara Held, Leiterin der Abteilung Betrieb der BDBOS, in ihrem Vortrag beim Internationalen BOS-Forum. Im Mittelpunkt stand die potentielle Erweiterung der Nutzergruppen des BOS-Digitalfunknetzes. Erörtert wurden unter anderem Fragestellungen zu den organisatorischen, finanziellen und technischen Herausforderungen, die dabei bewältigt werden müssen.

    Interessierte Nachwuchskräfte konnten sich beim Career-Forum über die Karrieremöglichkeiten bei der BDBOS informieren. Mitarbeiter/-innen der Personalgewinnung standen für Fragen rund um die vielfältigen Tätigkeitsfelder in der Bundesanstalt zur Verfügung und informierten über aktuelle Stellenangebote und Karriereperspektiven.

    Mit mehreren Fachvorträgen, Teilnahmen an Workshops und Panel-Diskussionen sowie der starken Präsenz im Ausstellungsbereich der Messe war der Digitalfunk BOS bei der diesjährigen PMRExpo als Thema sehr breit aufgestellt. Herzlich gedankt sei an dieser Stelle den Kolleginnen und Kollegen des IM NRW für die tolle Zusammenarbeit, sowohl im Vorfeld als auch während der drei Messetage.

    Quelle: BDBOS - Bund.de

  • 29.11.2017 Bundesanstalt für Digitalfunk BDBOS: Was leistet der Digitalfunk BOS: Legenden versus Fakten

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    Das deutsche BOS-Digitalfunknetz ist das weltweit größte TETRA-Funknetz. Mit einer durchschnittlichen zeitlichen Verfügbarkeit von 99,95% und einer Netzabdeckung von 99% des Bundesgebietes ist es selbst den kommerziellen Mobilfunknetzen in Deutschland überlegen. Zahlreiche hochkomplexe Großeinsätze wurden bereits mit dem Digitalfunk BOS als Kommunikationsmittel erfolgreich durchgeführt. Und dennoch liest man in den Medien häufig Kritik an dem Funksystem der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

    Meist geht es um den Vorwurf, dass der Digitalfunk BOS nicht in Gebäuden funktioniere und hier regelmäßig der Kontakt abbreche. In letzter Zeit las man zudem, dass durch die Polizeibehörden vermehrt kommerzielle Diensthandys beschafft würden, weil der Digitalfunk nicht richtig oder ausreichend funktioniere. Woran liegt das? Und was steckt wirklich dahinter? Was leistet der Digitalfunk und was nicht?
    „Ist es wahr, dass der Digitalfunk BOS nicht in Gebäuden funktioniert?“

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    Ja und Nein. Die Ausbreitung von Funkwellen wird durch massive Hindernisse wie Beton- oder Steinmauern gestört oder gar aufgehalten. Es hängt jeweils von der Stärke des Funksignals oder der Dicke der Mauer ab, ob diese von dem Funksignal durchdrungen wird. Das bedeutet, dass Gebäude mit einer eigenen Objektfunkanlage ausgestattet werden müssen, wenn die Freifeldversorgung nicht zugleich auch eine Inhouse-Versorgung sicherstellt. Dies gilt für den Digitalfunk BOS in gleichem Maße wie für den kommerziellen Mobilfunk. Für die Errichtung der Objektfunkanlagen ist der jeweilige Betreiber des Gebäudes verantwortlich. Leider verhindert der sogenannte Bestandsschutz in vielen Bau- und Brandschutzverordnungen der Länder derzeit, dass die Betreiber von Bestandsgebäuden zur Finanzierung von Objektfunkanlagen veranlasst werden können. Hier sind länderseitig Änderungen in den jeweiligen gesetzlichen Verordnungen notwendig.

    Dort wo die Sicherheits- und Rettungskräfte in die Lage geraten, in einem Gebäude keinen ausreichenden Funkempfang anzutreffen, können sie jederzeit mit der Direktmodus-Funktion ihrer Handfunkgeräte und der Gateway-Funktion ihrer Fahrzeugfunkgeräte eine Gruppenkommunikation in das BOS-Digitalfunknetz herstellen und so die Kommunikation gewährleisten.

    Inzwischen sind darüber hinaus deutschlandweit über 1.700 Objektversorgungen realisiert oder befinden sich bereits in der Planung. Dennoch bleibt die Objektversorgung ein Thema, das weiterer Anstrengungen bedarf. Die BDBOS hat einen Leitfaden erstellt, der die technischen Standards von Objektfunkanlagen und den Errichtungsprozess für alle Beteiligten beschreibt und als Hilfestellung für Objekteigentümer, Planer und Errichter bereitsteht. Die Informationen sind auf der Internetseite der BDBOS abrufbar.

    „Ist es wahr, dass Diensthandys den Digitalfunk BOS ersetzen?“

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    Nein. Der Digitalfunk BOS wurde als digitaler Sprechfunk eingeführt. Er nutzt hierfür den internationalen TETRA-Standard. Dieser Standard hat gegenüber den kommerziell genutzten Mobilfunkstandards wie GSM, UMTS oder LTE einen entscheidenden Vorteil: die Gruppenkommunikation.

    Nach wie vor gilt, dass die Sprache in den Einsätzen der Sicherheits- und Rettungskräfte das wichtigste Kommunikationsmedium ist. Die Sprachkommunikation muss von einem Sender in Echtzeit zu vielen Empfängern gesendet werden. Diese Art der Kommunikation, Punkt zu Mehrpunkt, ist derzeit mit keinem kommerziellen Kommunikationsstandard möglich.

    Weitere Eigenschaften sprechen für TETRA. Der Standard ist äußerst effizient in Bezug auf die knappen Ressourcen im Frequenzband. Kein anderer Standard bekommt in der Qualität so viel Sprachkapazität „in die Luft“. Nur mit TETRA kann die Funkkommunikation in Einsätzen mit über 20.000 Einsatzkräften wie beim G7-Gipfel in Elmau 2015 oder beim Besuch der G20 in Hamburg im Sommer dieses Jahres erfolgreich bewältigt werden. Zudem ist der Standard äußerst ausgereift und robust. Das kommt der Verfügbarkeit des Digitalfunks BOS zu Gute, was letztlich die Schlüsselanforderung für ein einsatzkritisches Kommunikationssystem ist.

    Der TETRA-Standard ermöglicht darüber hinaus den Austausch von Statusmeldungen, Kurznachrichten oder auch GPS-Daten. Für den alltäglichen Einsatz erfüllen diese Funktionen eine wichtige Rolle. Der Digitalfunk BOS gewährleistet damit die „einsatzkritischen“ Funktionen der Kommunikation der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

    Mit der privaten Nutzung der leistungsstarken, breitbandbasierten Apps der kommerziellen Mobiltelefone ändert sich natürlich auch die berufliche Kommunikationsgewohnheit der Einsatz- und Rettungskräfte. Polizisten möchten im Dienst Fotos von Kennzeichnen oder Fahndungsfotos austauschen oder Live-Aufnahmen übertragen können. Feuerwehrleute interessieren sich für eine Übermittlung von Bio-Daten der Atemschutzträger an die Einsatzleiter. Hier gilt jedoch: die Übermittlung großer Datenmengen ist mit TETRA nicht möglich. Umgekehrt gilt jedoch: Mit den kommerziellen Mobilfunknetzen ist keine Gruppenkommunikation möglich. Selbst der LTE-Standard bietet hier derzeit keine Lösung. Zudem unterliegt die Nutzbarkeit der Diensthandys der Verfügbarkeit der kommerziellen Mobilfunknetze. Diensthandys und kommerzielle Mobilfunkdienste können den Digitalfunk BOS daher nicht ersetzen sondern nur ergänzen.

    Ausblick

    Bund und Länder haben jedoch erkannt, dass sich die Kommunikationsanforderungen der Nutzergruppen bei Polizei, Brand- und Katastrophenschutz erhöht haben. Die Bundesanstalt stellt daher die grundlegenden Weichen für die technologische Weiterentwicklung des Digitalfunks BOS. Aktuell bereitet die BDBOS eine Netzmodernisierung auf Grundlage des IP-Standards vor und schafft damit die Grundlage für eine künftige Realisierung von BOS-Breitbandiensten.

    Die Strategie der BDBOS sieht vor, auf einen künftigen Mobilfunkstandard zu setzen, in dem Sprache und Daten vollumfänglich zusammengeführt sind. Hierzu ist es wichtig, in der Standardisierung im Bereich des Mobilfunks mitzuwirken, damit die BOS-Anforderungen wie z.B. Gruppenkommunikation im nächsten Mobilfunkstandard verfügbar sind. Die BDBOS engagiert sich hier stark, um den Einsatzkräften auch künftig ein verlässliches und leistungsstarkes Kommunikationsmittel zur Verfügung zu stellen.

    Quelle: http://www.bdbos.bund.de/…/Mel…/DE/2017/171128_legenden.html

  • 29.11.2017 Thüringen Mühlhausen: Digitalfunk liegt auf Eis

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    Landkreis. Die Einführung des Digitalfunks im Brand- und Katastrophenschutz des Kreises verzögert sich. Wie Kreisbrandinspektor Lutz Rösener sagte, habe das Land die Umrüstung vorerst gestoppt, weil der ausgewählte Hersteller der Geräte an ein chinesisches Unternehmen verkauft wurde. Ein Prüfverfahren dazu läuft.

    „Eigentlich wollten wir im Januar in Mühlhausen die ersten Fahrzeuge umrüsten“, sagte Rösener. Er rechne nun mit etwa sechs Monaten Verzögerung. Auch die Rettungsleitstelle braucht neue Geräte.

    Quelle: http://muehlhausen.thueringer-allgemeine.de/…/Digitalfunk-l…

  • Polizei in München: "Was wir heute können, ist funken"

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    Das bayerische Innenministerium rüstet die Polizei für viel Geld mit iPhones aus.
    Damit sollen die Beamten im Einsatz auch Fotos und andere Daten übermitteln können.
    Die Gewerkschaft DPolG kritisiert, dass so teuer kompensiert wird, was auch der neue Digitalfunk können müsste.

    Es war Unfug, eine Albernheit. Der erste Satz, der jemals vor Publikum in die neue Erfindung "Telephon" gesprochen wurde, lautete: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat." 156 Jahre liegt diese eigenwillige Demonstration der elektrischen Fernsprechverbindung zurück - in dieser Zeit hat sich die Kommunikationstechnik stark weiterentwickelt. Auch die Einführung des modernen Digitalfunks der Sicherheitsbehörden liegt bereits Jahre zurück, den Auftrag für den Netzaufbau vergab der Bund 2006. Mehr als ein Jahrzehnt später aber klagen Polizisten noch immer über Probleme mit dem milliardenteuren Funk - und damit ist nicht die Scheu von Huftieren vor Gurken gemeint.

    Der Münchner Polizist Jürgen Ascherl ist stellvertretender Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft DPolG, zu ihm kommen Kollegen, wenn sie vertraulich Probleme besprechen wollen. "Der Digitalfunk ist uns von der Politik mit einer Hochglanzbroschüre verkauft worden", sagt er. "Es hieß, wir können damit funken, telefonieren, GPS-Daten visualisieren, Bilder und Daten übertragen. Was wir heute können, ist funken. Das konnten wir vorher auch schon." Seit zehn Jahren werde an der Technik herumgedoktert, für die bis zum Jahr 2021 Gesamtkosten von fast 1,1 Milliarden Euro veranschlagt sind. Nun rüstet das bayerische Innenministerium für weitere Millionen Euro Polizisten mit iPhones aus - die können, was die Digitalfunk-Geräte vermissen lassen.

    Die gute Nachricht lautet: Das Funken funktioniert. Weitgehend. Nach dem Attentat am Olympia-Einkaufszentrum berichteten Polizisten, Einsatzkräfte seien minutenlang nicht erreichbar gewesen. Das Ministerium hingegen betont, die Technik habe sich bei Großlagen wie dem G-7-Gipfel in Elmau mit Tausenden Beamten bewährt und funktioniere zuverlässig. Unstrittig ist jedoch, dass es noch Funklöcher unter der Erde gibt, etwa am S-Bahnhof Unterföhring, wo im Sommer eine Polizistin niedergeschossen wurde.

    In Münchens U-Bahn können die Beamten nicht digital funken, auch am Flughafen soll es Verbindungsprobleme geben. Dann müssen Polizisten auf ihre alten analogen Geräte zurückgreifen oder das Handy zücken. Laut Ascherl kommt es deswegen durchaus vor, dass Polizisten in der Stadt drei Geräte gleichzeitig mit sich herumtragen.

    Doch zurück zur Hochglanzbroschüre. Mit den neuen Geräten sollte es möglich sein, die Position von Beamten oder Streifenwagen per GPS zu erfassen und in der Einsatzzentrale auf einer Karte in Echtzeit zu zeigen. Bei einem Testlauf beim diesjährigen Herbstfest in Rosenheim aber schmierte das System bereits ab, als einige wenige Funkgeräte zugeschaltet wurden. "Das funktioniert nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", bestätigt Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

    Als seine Kollegen die GPS-Ortung aktivierten, fiel für kurze Zeit die Sprechverbindung aus. Also haben sie die Ortung lieber wieder ausgeschaltet. Das Ministerium bestätigt auf Anfrage einen "Software-Fehler", der nun "zeitnah" behoben werde. Doch wenn das System schon bei einer Handvoll Geräte versagt, was passiert dann, wenn in München 200 Fahrzeuge gleichzeitig erfasst werden - das fragt sich der Gewerkschafter Ascherl. Und es ist längst nicht die einzige Frage, die er stellt.

    1,099 Milliarden

    Euro sollen die Einrichtung und der Betrieb des Digitalfunks im Freistaat kosten - bis zum Jahr 2021. Genutzt wird er nicht nur von der Polizei, sondern auch von der Feuerwehr und "Behörden mit Sicherheitsaufgaben". Allein die jährlichen Betriebskosten liegen bei knapp 50 Millionen Euro. In München wird seit 2012 digital gefunkt.


    Bei der Einführung des Digitalfunks sei unter anderem versprochen worden, man könne mit den Geräten Fotos und andere Daten übertragen. Doch im Mai kündigte Innenminister Joachim Herrmann an, die bayerischen Polizeiverbände würden mit Smartphones ausgestattet - eben um Fotos und andere Daten zu übertragen. Fast acht Millionen Euro soll das bis Ende 2018 kosten. Das Münchner Präsidium hat bereits gut 500 iPhones erhalten.

    Die Polizeigewerkschaft begrüßt zwar grundsätzlich die Anschaffung, doch Ascherl ärgert sich darüber, dass mit den Apple-Geräten nun "eine Lücke geschlossen wird, die der Digitalfunk offen gelassen hat". Dieser Darstellung widerspricht das Ministerium. Der Digitalfunk sei "ausschließlich für die Funkkommunikation" gedacht, sagt eine Sprecherin. Eine "breitbandige Datenübertragung" sei "allein schon aus technischen Gründen nicht beabsichtigt".

    Über die Frage, was vor etlichen Jahren denn nun wirklich versprochen wurde, ist man heute uneins. Tatsache ist, dass die gut eine Milliarde Euro teure Technik keine größeren Datenmengen übertragen kann.

    Dieser Mangel verursacht nun weitere Staatsausgaben in Millionenhöhe. Schuld sei "die Politik", sagt Ascherl, die Bundespolitik. Die habe damals für den neuen Funk Frequenzen eingekauft, doch Frequenzen gebe es in unterschiedlicher Güte. "Der fette Kuchen ging an die Privaten, den Rest, die Krumen, haben wir bekommen", ärgert sich Ascherl. "Mit diesen Krumen müssen wir jetzt arbeiten."

    Die gekauften Frequenzen reichten einfach nicht aus, um das zu erfüllen, "was uns die Hochglanzbroschüre versprochen hat". Eine denkbare Lösung des Problems sei es, zusätzliche, bessere Frequenzen hinzuzukaufen. Das bayerische Innenministerium äußert sich zu dieser Frage nur verklausuliert: Der Bund untersuche derzeit die "Realisierungsmöglichkeiten" der "zur Verfügung stehenden Frequenzen", heißt es.

    Immerhin: Über etwaige Probleme mit Gurkensalat kann selbstverständlich jederzeit digital gefunkt werden.


    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muen...handy-1.3764866

  • 22.11.2017 Messestand, Workshops und Fachvorträge: Die Bundesanstalt informiert auf der PMRExpo in Köln

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    Mit einem Redebeitrag eröffnet der Präsident der BDBOS, Andreas Gegenfurtner, am 29. November den zweiten Messetag der PMRExpo. Dabei gibt er einen Einblick in die aktuellen Themen des BOS-Digitalfunknetzes und einen Ausblick auf die zukünftigen Vorhaben. Gemeinsam mit dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (IM NRW) präsentiert sich die BDBOS vom 28. bis 30. November 2017 auch als Austeller auf der Fachmesse in Köln.

    An den drei Messetagen präsentieren sich rund 200 nationale und internationale Aussteller auf einer Fläche von etwa 4.300 m². Begleitend finden Fachforen, Konferenzen und Workshops statt. So haben Nachwuchskräfte beim PMRExpo Career-Forum die Möglichkeit, sich über die Karriere-Chancen bei der BDBOS zu informieren.

    Das Internationale BOS-Forum am ersten Messetag bereichert die Leiterin der Abteilung Betrieb, Dr. Barbara Held, mit einem Redebeitrag. Zudem veranstaltet die BDBOS einen zweistündigen Workshop für Planer und Errichter von Objektversorgungsanlagen. Interessierte können sich unter dem folgenden Link https://www.pmrexpo.de/bdbos-workshop/ anmelden.

    Mit einem ganztägigen Leitstellenkongress geht die PMRExpo am 30. November zu Ende. Als Projektleiter Echtzeitmonitoring (EZM) bei der BDBOS berichtet Oliver Funke bei diesem Kongress über das EZM als Tool zur effizienten Kapazitätsüberwachung im Digitalfunk BOS.

    Die BDBOS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter stehen am Stand B01 an allen drei Messetagen für Fragen rund um den Digitalfunk BOS zur Verfügung. Die Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr die Objektversorgung sowie das EZM. Anhand einer Demoversion können die Besucherinnen und Besucher Einblicke in dessen Funktionsweise erhalten.

    Im Rahmen der diesjährigen 17. PMRExpo werden über 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die Schirmherrschaft über die Fachmesse übernimmt der Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul. Das Programm der PMRExpo 2017 sowie weitere Informationen.

    Quelle: http://www.bdbos.bund.de/…/Meld…/DE/2017/171121_pmrexpo.html

  • 16.11.2017 Nordrhein-Westfalen Bonn: Sperrung des Godesberger Straßentunnel verschoben.

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    Bad Godesberg. Die Stadt rüstet in Godesberg auf Digitalfunk um. Mehrere Umleitungen sind während der notwendigen Sperrungen möglich. Die geplanten Arbeiten sollen allerdings nicht wie geplant ab dem 19. November, sondern Anfang Dezember stattfinden.

    Wie die Stadt Bonn am Donnerstagvormittag mitteilte, muss die vom 19. bis 21. November geplante Sperrung des Godesberger Straßentunnels krankheitsbedingt verschoben werden. Auf Umleitungen und zähflüssigen Verkehr müssen sich Autofahrer demnach erst Anfang Dezember einstellen. Einen genauen Termin wolle das Tiefbauamt frühzeitig bekannt geben.

    Die Sperrung war ursprünglich in den Nächten von Sonntag bis Dienstag zwischen 21 bis 5 Uhr angedacht. Nun soll der Tunnelfunk Anfang Dezember auf digital umgestellt werden. Zunächst werden die Antennen vorbereitet. Dafür muss dann die analoge Anlage abgeschaltet werden. „Da so die Sicherheit nicht gewährleistet ist, muss der Tunnel geschlossen sein“, so Tiefbauamtsleiter Peter Esch.

    Wegen eines fehlenden Bauteils steht noch nicht fest, wann der Digitalfunk selbst eingebaut wird. Die Umleitungen aus dem Süden werden blinkend über dynamische Wegweiser ausgeschildert. Empfohlene Fahrt: vor der Bahnbrücke Mainzer Straße über Am Erdbeerfeld in Richtung Rüngsdorf und Plittersdorf (Verlauf Konstantin-, Ubier-, Mittelstraße). Möglich ist auch die Fahrt durch die Godesberger Innenstadt (Koblenzer-, Friedrich-Ebert-, Moltke- und Bonner Straße).
    Sperrungen im Oktober liefen störungsfrei

    Aus Richtung Bonn fehlen dynamische Wegweiser, da über die endgültige Beschilderung am Trajektkreisel (B 9) noch nicht entschieden ist. Möglich ist die Fahrt rechts ab zur Oscar-Romero-Allee (Bahnparallele) oder links ab, vorbei am Post Tower und an der Rheinaue, dann über Mittel-, Ubier und Konstantinstraße. „Im Großen und Ganzen läuft es störungsfrei“, sagt Esch zu den Erfahrungen bei den Sperrungen im Oktober. In den Wartungsnächten ging es damals um Brandmeldeanlage, Beleuchtung, Verkehrsschilder, Kanäle und die Beschallung. Überdies gab es eine Feuerwehrübung.

    Wie berichtet, steht nächstes Jahr die sicherheitstechnische Nachrüstung an: „Das gibt ein Mordschaos“, sagt Esch jetzt schon voraus. Denn jede Röhre wird dann für ein halbes Jahr gesperrt. Baubeginn ist wahrscheinlich in den Sommerferien. Um die Probleme zu mindern, wird es in der offenen Röhre Gegenverkehr geben. Dafür müssen Straßenführungen verlegt sowie Kreuzungen und Ampeln umgebaut werden. Die Arbeiter sägen dann mehrere Dutzend garagentorgroße Öffnungen in die Tunneldecke, durch die Brandrauch abgesaugt werden kann. Die alten Ventilatoren sind zu schwach fürs neue Lüftungskonzept. Alles in allem: „Die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet“, sagt Esch und verweist auf Bestnoten des ADAC.

    Übrigens: Man kann im Tunnel auch Radio hören, etwa Radio Bonn/Rhein-Sieg und WDR-Sender. Das hat den Vorteil, dass die Feuerwehr dort Durchsagen einspeisen kann.

    Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/…/Sperrung-des-Godesber…

  • 14.11.2017 Bayern Rehling: Bürger wollen Bau von Sendemasten für BOS-Funknetz verhindern

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    Fast überall wurde inzwischen auf das digitale BOS-Funknetz für Hilfsorganisationen und die Polizei umgestellt. Dort, wo noch Funklöcher sind, soll nach Möglichkeit ein neuer Funkmast gebaut werden. Doch in der Gemeinde Rehling regt sich hier nun massiver Widerstand.

    In und um Rehling haben Polizei und Rettungsorganisationen massive Probleme mit dem Funk, berichtet die Augsburger Allgemeine. Damit künftig das digitale BOS-Funknetz auch dort problemlos läuft, ist hier, sowie in zwei weiteren Gemeinden, der Bau eines Funkmasten geplant. Doch in Rehling, so die Zeitung weiter, regt sich Widerstand. Ein Großteil der Bürger hat sich bereits gegen den Bau des Masten ausgesprochen und zeigt dies auch durch aufgehängte Plakate. Die Menschen fürchten, dass die Tetra-Strahlung gesundheitsgefährdend sein kann. Hierzu gab es laut dem Bericht schon drei Informationsveranstaltungen und eine Bürgerinitiative wurde gegründet.
    Angst vor Tetra-Strahlung und weiteren Antennen

    Der Augsburger Allgemeinen zufolge kommt die Sorge hinzu, dass sich auch Mobilfunkanbiete hier anhängen könnten und ihre Antennen auf dem Funkmasten installieren. Ob der Widerstand der Rehlinger gegen das Vorhaben erfolgreich sein wird, ist noch ungewiss. Sicher ist aber, dass eine schlechte Funkverbindung für Polizei und Rettungsorganisationen auch für die Rehlinger Nachteile mit sich bringt.

    Quelle: http://www.retter.tv/de/feuerwehr.html

  • 12.11.2017 Deutschland: ICE-Tunnel an das BOS-Digitalfunknetz angebunden

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    Für ein Aus- und Neubauprojekt der Deutschen Bahn sind mehrere Bahntunnel mit Objektfunkanlagen an das BOS-Digitalfunknetz angeschlossen. Dadurch können Rettungs- und Hilfskräfte auch bei anspruchsvollen Einsätzen in den Tunneln sicher und in guter Sprachqualität miteinander kommunizieren.

    Ab dem 10. Dezember plant die Deutsche Bahn Fahrgäste in knapp vier Stunden von Berlin nach München zu befördern. Der Aus- und Neubau der zweigleisigen Strecke erfolgte über das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit VDE 8.1“. Allein für den Bauabschnitt der ICE-Strecke von Erfurt zum bayerischen Ebensfeld sind in diesem Rahmen insgesamt 22 Tunnel mit Objektversorgungsanlagen an das BOS-Digitalfunknetz angebunden worden. Der ICE-Tunnel Silberberg in Thüringen war der letzte in der Reihe, für den am vergangenen Samstag, den 4. November, das Sicherheitskonzept mit einer Notfallübung überprüft worden ist. Im Mittelpunkt der Vollübung im Ilm-Kreis südlich von Erfurt stand die Einübung der Abstimmungs- und Kommunikationsprozesse der beteiligten Organisationen. Die Tunnelübung, an der 1.400 Einsatzkräfte, Unterstützer und Beobachter mitgewirkt haben, ist erfolgreich mit dem Digitalfunk BOS bewältigt worden.

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    Bei dem Übungsszenario in dem über sieben Kilometer langen Tunnel Silberberg kam ein ICE mit einem Schwelbrand zum Stehen. Insgesamt mussten 300 Passagieren, darunter etwa 30 teils schwer Verletzte, durch die Einsatzkräfte aus dem Zug geholt und zu den Rettungsplätzen transportiert werden. Geübt wurde das Zusammenwirken von Einsatzkräften der Deutschen Bahn mit den Feuerwehren, Rettungsdiensten, dem Technische Hilfswerk, der Landes- und Bundespolizei sowie der Bergwacht. Die Einsatzkräfte konnten auch im Tunnel mit dem Digitalfunk BOS in verschiedenen Rufgruppen organisationsübergreifend koordiniert werden. Dies wird durch Objektversorgungsanlagen ermöglicht, die in das BOS-Digitalfunknetz integriert sind.

    Nach dem technisch funktionalen Lastenheft der Deutschen Bahn AG müssen Eisenbahntunnel ab einer Länge von 500 m mit dem Digitalfunk BOS versorgt sein. Auch das Eisenbahn-Bundesamt setzt mit seiner Richtlinie „Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes an den Bau und Betrieb von Eisenbahntunneln“ Vorgaben zur Ausstattung mit dem Digitalfunk BOS. Für die etwa 106 km lange ICE-Trasse zwischen Erfurt und Ebensfeld waren somit 22 Bahntunnel betroffen, die aneinandergereiht eine Gesamtlänge von 41 km ergeben würden. Um in allen Tunneln die Kommunikation mit dem Digitalfunk BOS im netzgebunden TMO-Modus (Trunked Mode Operation) sicherzustellen, sind Objektversorgungsanlagen an insgesamt sechs Basisstationen angebunden worden, von denen sich zwei auf bayerischer und vier auf Thüringer Seite befinden. Diese technische Lösung gewährleistet, dass bei einem Tunneleinsatz alle Funktionalitäten des Digitalfunks BOS vollumfänglich zur Verfügung stehen, die auch unter freiem Himmel gegeben sind.

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    Vor der Inbetriebnahme der Objektversorgungen in den Tunneln sind Messungen mit Messzügen der Deutschen Bahn durchgeführt worden. Die Koordinierende Stelle Thüringen hat die Messfahrten und die Tunnelübungen für ihren Zuständigkeitsbereich begleitet. „Nach Auswertung der Übungen in den Tunneln kann gesagt werden, dass der Digitalfunk BOS trotz der hohen Anzahl an Einsatzkräften und der verschiedenen Einsatzabschnitte reibungslos in den ICE-Tunneln, auf den Freiflächen und in den jeweiligen Führungsstäben mit hoher Sprachqualität funktioniert hat. Die Kommunikation mit den Kräften aus Bayern erfolgte ab der Alarmierung von den eigenen Standorten bis zu den Rettungsplätzen in Thüringen störungsfrei.“, so ein Mitarbeiter aus der Koordinierenden Stelle Thüringen.

    Quelle: http://www.bdbos.bund.de

  • 12.11.2017 Thüringen drängt auf Entscheid zum Digitalfunk

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    Rettungskräfte dürfen Geräte der Firma Sepura nicht nutzen. Sollte die Software keine Zertifizierung erhalten, drohen dem Land Zusatzkosten in Millionenhöhe für die Bereitstellung neuer Digitalfunkgeräte.

    Erfurt. Am Wochenende trainierten Hunderte Thüringer Feuerwehrleute und Rettungskräfte ihren Einsatz nach einem ICE-Unfall. Die Wirklichkeit offerierte den Übenden noch eine besondere Hürde. Sie durften die in den Einsatzfahrzeugen fest installierten Digitalfunkgeräte der Firma Sepura nicht benutzen. Bemühungen, wenigsten für die Übung eine Sondergenehmigung vom Bund zu erhalten, scheiterten. Dieser Zustand sei unhaltbar, ärgert sich Thüringens Innenstaatssekretär Udo Götze (SPD). Auch Petra Enders, die parteilose Landrätin des Ilmkreises, kritisiert am Rande der Übung die Situation beim Digitalfunk.
    Land drohen Kosten in Millionenhöhe

    Dabei trägt Thüringen keine direkte Schuld dafür, dass Funkgeräte, in den Einsatzfahrzeugen eingebaut sind, nun nicht benutzt werden dürfen. Der britische Gerätehersteller Sepura wurde an die chinesische Firma Hytera verkauft. Damit verlor die Zertifizierung der Gerätesoftware ihre Gültigkeit. „Der Bund muss die Gerätesoftware erneut zertifizieren“, erklärt Udo Götze. Dieser Vorgang laufe noch immer und ein Ergebnis sei nicht abzusehen. Der Staatssekretär kündigte nach der Übung vom Wochenende an, den Druck in Berlin noch einmal erhöhen zu wollen, damit der Freistaat die bereits beschafften Geräte endlich einsetzen könne. Sollte die Software keine Zertifizierung erhalten, drohen dem Land Zusatzkosten in Millionenhöhe für die Bereitstellung neuer Digitalfunkgeräte. Denn alternativ gibt derzeit nur einen weiteren Anbieter auf dem Markt. Der habe dann das Monopol, so Udo Götze . Die Feuerwehren entlang der ICE-Strecke seien aber alle mit Digitalfunk ausgerüstet, fügt Götze an. Das Innenministerium hatte sich 2015 entschlossen, dafür die „Polizeireserve“ zu nutzen. Ursprünglich war das mit der Annahme erfolgt, zügig die erforderlichen Geräte für die Feuerwehren zu erhalten. Stattdessen ist die Polizeireserve inzwischen weitgehend aufgebraucht. Eigentlich waren diese Geräte als Ersatz beispielsweise bei Defekten oder aber für zusätzlichen Aufgaben gedacht.

    Den Zuschlag auf eine entsprechende Ausschreibung der Digitalfunkgeräte für die Feuerwehren erhielt die deutsche Firma Selectric aus Münster. Doch diese vertreibt Sepura-Geräte. Deshalb dürfen die Kommunen derzeit keine weiteren Funkgeräte aus der Ausschreibung für ihre Feuerwehren beschaffen.

    Entlang der ICE-Neubaustrecke ist Digitalfunk zwingend für alle Einsatzkräfte erforderlich. Nur so sind Funkverbindungen innerhalb der Tunnel möglich.

    Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/…/Thueringen-draengt-au…

  • 08.11.2017 Niedersachen Wunstorf: Johanniter haben jetzt 17 neue Sprechfunker

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    Wunstorf – Insgesamt 17 Helferinnen und Helfer des Johanniter-Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer sind in einem Lehrgang zu Sprechfunkern ausgebildet worden. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Lehrgang auf die neue Technik des Digitalfunks gelegt.

    Der Digitalfunk soll zum einen die Kommunikation und aber auch die Koordinierung mit anderen Organisationen wie der Feuerwehr und der Polizei in der Zukunft erleichtern. Durch das neue digitale Netz können die Rettungskräfte auch über die bisherigen Grenzen hinweg kommunizieren. Der bisherige Analogfunk hatte nur eine beschränkte Reichweite. Auch ist die Sprachqualität mit dem Digitalfunk wesentlich verbessert. Im nächsten Jahr sollen dann alle Fahrzeuge und die bisherigen Handsprechfunkgeräte mit Digitalfunk aufgerüstet bzw. getauscht werden. Im Moment verfügen die ehrenamtlichen Retter nur über ein paar Geräte für die Ausbildung der Helferinnen und Helfer und für kleinere Dienste.

    An drei Tagen erlernten die Helferinnen den Umgang mit den verschiedenen Funkgeräten und die Grundlagen der Funktechnik im analogen und digitalen Funk. In praktischen Übung konnten die Teilnehmer das in der Theorie erlernte gleich in die Praxis umsetzen.

    Wer gerne mitarbeiten möchte im Ehrenamt bei den Johannitern in Wunstorf, nicht nur im Bereich Rettungs-/ Sanitätswesen, ist immer gerne gesehen. In vielen Bereichen ist es möglich sich zu engagieren Technik, Betreuung, Kommunikation, Verpflegung, Schulsanitätsdienst, Jugendarbeit und vieles mehr.

    Die Dienstabende der SEG finden immer mittwochs von 18:00 – 21:00 Uhr in der Unterkunft Düendorfer Weg 9a statt. Kontakt ist auch telefonisch unter 0151/16219722 und unter e-mail timo.bruening@johanniter.de möglich.

    Die Jugendgruppen der Johanniter treffen sich immer montags ab 17 Uhr an der Unterkunft. Unterteilt in drei Altersklassen freuen sich die Jugendgruppenleiter auch auf neue Mitglieder. Neben der spielerischen Ausbildung kommen aber auch der Spaß und Freizeitaktivitäten nicht zu kurz wie z.B. Ausflüge und Zeltlager.

    Quelle: http://www.wunstorf.citynews-online.de/…/johanniter-haben-…/

  • 28.10.2017 Nordrhein-Westfalen Köln: Digitalfunk Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Feuerwehr werden nachgerüstet.

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    Köln - Störanfällig, nicht abhörsicher, ungeeignet für modernen Datenaustausch – der Analogfunk, den deutsche Behörden heute zum Teil noch immer nutzen, ist ein Auslaufmodell. Nachdem die Polizei bereits Ende 2014 in ganz NRW flächendeckend auf den neuen Digitalfunkstandard BOS umgestellt hat, beginnt nun auch bei der Berufsfeuerwehr Köln die digitale Ära. „Im November starten wir den Digitalfunk im Rettungsdienst im Probebetrieb“, erläutert Feuerwehr-Sprecher Christian Heinisch.

    Sämtliche Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes in Köln sind mittlerweile mit Digitalfunkgeräten ausgerüstet. Während die in letzter Zeit neu beschafften Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge bereits mit Digitaltechnik ausgeliefert wurden, sind die Bestandsfahrzeuge von Technikern der Funkwerkstatt der Feuerwehr nachgerüstet worden. Turnusmäßige Wartungen wurden genutzt, um die erforderlichen neuen Antennen und Leitungen einzubauen.

    Neben dem neuen Digitalfunkgerät, das etwa so groß wie ein Autoradio ist, bleibt auch das alte Analogfunkgerät an Bord – als Ersatzsystem für den Notfall, falls die Digitaltechnik einmal ausfallen sollte. Jeder Truppführer erhält zudem ein digitales Handfunkgerät.

    Die Gefahr von Funklöchern soll es beim neuen „digitalen Bündelfunk“ nicht mehr geben. „Wir sind das ganze Stadtgebiet abgefahren und haben den Empfang überall getestet. Dabei aufgezeigte Schwachstellen wurden inzwischen beseitigt“, erklärt Heinisch.

    Im November soll auch die Umrüstung der rund 190 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Köln und der freiwilligen Feuerwehr auf den digitalen Bündelfunk beginnen. „Da geht es um das ganze Spektrum vom Pkw bis zum Löschzug.“ Kosten: rund 1,9 Millionen Euro.

    Bis 2020 soll der Umbau abgeschlossen sein, auch die Einsatzzentrale an der Scheibenstraße soll bis dahin modernisiert werden. Hier gehen täglich rund 1000 Notrufe über die Nummer „112“ ein. Im Rahmen des Projekts „Leitstelle 2020“ stellt die Feuerwehr zurzeit auf eine neue Leitstellen-Software um: „Ignis Plus“. „Ignis“ ist das lateinische Wort für „Feuer“.

    Die Software wurde speziell für die Berliner Feuerwehr programmiert. Im Rahmen einer Kooperation wird künftig auch die Kölner Feuerwehr dieses System nutzen. Dazu werden derzeit alle Straßen, Tunnel, Bahnstrecken und Gebäude in Köln in die Datenbank eingepflegt und die Mitarbeiter der Leitstelle geschult – ein aufwendiger Prozess, der in ein bis eineinhalb Jahren abgeschlossen sein soll.

    Wenn voraussichtlich im Jahr 2020 die gesamte neue Leitstellentechnik steht und die Kölner Feuerwehr komplett auf Digitalfunk umstellt, wird das neue System den Rettern die Arbeit erleichtern und neue Möglichkeiten eröffnen. „Dank GPS-Ortung weiß das System jederzeit, wo sich die Fahrzeuge befinden. Es weiß auch, welche Fahrzeuge im Einsatz und welche frei sind. Bei einem Notruf wird dann nicht mehr die zuständige Wache verständigt, sondern das System alarmiert automatisch den freien Wagen, der am nächsten dran ist. Dadurch kommen die Retter schneller zum Einsatzort“, so Heinisch.

    Doch das ist momentan noch Zukunftsmusik. Zunächst gilt es, im Probebetrieb im Rettungsdienst Erfahrungen zu sammeln, die in das neue System einfließen sollen.

    Quelle: Rundschau

  • 28.10.2017 Sachsen Landkreis Mittelsachsen: Beim Digitalfunk hakt’s noch immer - Der Testbetrieb sollte Ende August vorüber sein. Jetzt schaltet das Landratsamt einen Anwalt ein.

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    Mittelsachsen. Die unendliche Geschichte des Digitalfunks in Mittelsachsen geht weiter. Ende August sollte der Testbetrieb eigentlich beendet werden, doch sowohl die Meldeempfänger als auch das Netz sind nicht fehlerfrei. Ein Ende des Probebetriebs ist daher nicht möglich. Darüber informierte Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit im Landratsamt Mittelsachsen, im Rahmen des Kreistages.

    Grund war die Anfrage des Kreisrates Jörg Hommel (Die Linke) aus Frankenberg. Er hatte sich Ende August mit einem Schreiben an Landrat Matthias Damm (CDU) gewandt, um Informationen zu diesem Thema zu bekommen. „25 Prozent der neuen digitalen Melder funktionieren nicht. Es gibt noch immer keine Freigabe für das Alarmierungssystem“, so Hommel.

    Rund 4 200 Meldeempfänger sind unter den Feuerwehren im Landkreis verteilt worden. Dass davon 25 Prozent nicht funktionsfähig sind, kann Kräher nicht bestätigen. „Der Großteil funktioniert. Es gibt einzelne Wehren, in deren Bestand 25 Prozent nicht laufen“, so Kräher. Probleme gebe es dabei sowohl mit der Software als auch mit den Geräten selbst. „Bei einigen sind die Gürtelclips abgebrochen. Aber auch bei der Laufzeit der Akkus gibt es Nachbesserungsbedarf“, schildert der Abteilungsleiter.

    Die Wehren in der Region Döbeln haben unterschiedliche Erfahrungen mit den neuen Geräten gemacht. In Leisnig und Hartha hätten die Kameraden am liebsten an dem seit 2004 bestehenden, digitalen System festgehalten. „Zufriedenheit sieht anders aus“, sagt etwa René Greif, der Wehrleiter aus Hartha. Ein Gerät der Wehr befände sich zurzeit bei der Reparatur. „Es ist seit vier Wochen weg und wir haben bisher noch keine Information über das Gerät erhalten“, so Greif. Die Probealarmierung funktioniere zwar. Doch ab und zu komme es vor, dass die Piepser sich melden, ohne dass eine wirkliche Alarmierung vorliegt. „Einmal war das mitten in der Nacht. Wir hatten Glück, dass der Kamerad ohnehin gerade Nachtschicht hatte und wach war“, schildert Greif. Natürlich habe er die Probleme weitergeleitet. „Aber an der Situation können wir nichts ändern“, so der Harthaer. Auch Bernd Starke, Wehrleiter in Leisnig, übt Kritik an den Geräten: „Die Laufzeit der Akkus entspricht nicht dem, was versprochen worden ist.“ Von 2 000 Stunden sei die Rede gewesen, nun müsse das Gerät spätestens nach drei Wochen auf die Ladestation. In der Vergangenheit habe es zudem Empfangsprobleme gegeben. Auch Falschalarmierungen. „Das war sporadisch, ohne System“, so Starke. Mit dem Material der Geräte an sich habe es bisher keine Probleme gegeben.

    Thomas Harnisch aus Döbeln bemängelt ebenfalls die Akkuleistung. „Die Vorgänger mussten nur einmal im Monat laden. Aber am Ende ist das Gewöhnungssache“, so der Wehrleiter. Zudem befürchtet er, dass die Gürtelclips nur kurz halten werden, weil sie beim Laden abzunehmen sind. In Roßwein sieht René Bernhard die Sache entspannt. Falschalarmierungen hätte es bisher nicht gegeben. Kleinere Feinheiten an zwei Geräten seien behoben.

    Das Landratsamt sei bereits im Gespräch mit der Firma Telent GmbH, die den Auftrag für rund 3,1 Millionen Euro erhalten hat, so Steffen Kräher. Diese soll die Probleme beheben, und das am besten so schnell wie möglich. Aber: Die zeitlichen Vorstellungen der Firma mit Sitz in Baden-Württemberg sowie dem Landratsamt gingen auseinander, macht Kräher deutlich. Um den Prozess zu beschleunigen und ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hat die Verwaltung nun einen Fachanwalt eingeschaltet. „Es ist wichtig, dass die ehrenamtlichen Feuerwehrleute funktionierende Technik erhalten, auf die sie sich verlassen können“, betont Kräher.

    Doch nicht nur bei den digitalen Meldeempfängern muss nachgebessert werden. Auch das Funknetz weist Löcher auf, die der Kreis mit eigenen Kräften schließen will. Möglich ist dies durch zusätzliche Sender. Zwischen drei und fünf sollen nach aktuellem Stand errichtet werden. Je nach Standort schwanken die Kosten dafür zwischen 5 000 und 8 000 Euro. Eine flächendeckende Erschließung des Netzes werde es trotz der Nachbesserungen nicht geben. „Das erreichen sie bei keinem Netz“, meint Kräher. Dass die Meldeempfänger auch im Keller funktionieren, sei nach Angaben des Abteilungsleiters nicht finanzierbar. Landrat Damm betonte, dass die Alarmierung trotz der vorhandenen Schwierigkeiten ordnungsgemäß erfolge.

    Die größten Probleme mit dem Netz haben die Kameraden im Bereich Frankenberg. Dort seien auch Meldeempfänger ausgefallen. Damit trotzdem eine fehlerfreie Alarmierung erfolgt, wird das alte Netz zumindest in den Bereichen Freiberg und Mittweida weiter parallel betrieben. Allerdings nicht im Bereich Döbeln. „Dort ging es nicht“, so Kräher. Hintergrund ist, dass die Notrufe am 29. August von der Leitstelle Grimma nach Chemnitz umgeleitet worden sind. In Grimma landeten aber auch die Notrufe aus dem Landkreis Leipzig, die seit dem 30. August in die dortige Leitstelle umgeleitet werden. Aus dem alten Netz heraus könne nicht in die beiden Leitstellen Leipzig und Chemnitz herein alarmiert werden, begründet Kräher.

    Das bisherige Netz, welches im Landkreis im Einsatz war, stammt teilweise aus dem Jahr 1993. Für bestimmte Geräte gebe es keine Ersatzteile mehr, sagt Kräher. Zudem sei auch in Hinblick auf die neue Leitstelle in Chemnitz, in der ab Sommer 2018 auch die Notrufe der Leitstelle Chemnitz eingehen, ein einheitliches Netz in Mittelsachsen notwendig gewesen. Nur teilweise haben die Kameraden bisher digitale Technik, wie im Bereich Döbeln, verwendet.

    Eine endgültige Abnahme des Auftrags der Firma Telnet werde erst erfolgen, wenn die Probleme mit den Meldeempfängern behoben worden sind, betonte Steffen Kräher im Kreistag.

    Quelle: http://www.sz-online.de/…/beim-digitalfunk-hakts-noch-immer…

  • 28.10.2017 Brandenburg Prignitz: Oberste Blauröcke bestellt

    Amtswehrführung in Bad Wilsnack/Weisen für die nächsten sechs Jahre ernannt.

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    Der Amtsausschuss Bad Wilsnack/Weisen hat auf seiner Sitzung am vergangenen Mittwochabend in Quitzöbel die neue Amtswehrführung bestellt. Roland Muntau (Feuerwehr Groß Lüben) wird auch in den kommenden sechs Jahren den Posten des Amtsbrandmeisters inne haben. Sein erster Stellvertreter ist Torsten Blüthmann (Feuerwehr Breese). Dazu wird es nun mit Ronald Müller (Feuerwehr Rühstädt) einen zweiten Stellvertreter geben.

    Am 21. September fand eine Anhörung der 14 Wehrführer in Bad Wilsnack statt. Sie wählten die drei Genannten. „Alle drei sind in ihren Ortswehren geachtet und haben bewiesen, dass sie über die fachlichen und sozialen Kompetenzen verfügen“, zitierte Gerald Neu, Ordnungsamtsleiter Bad Wilsnack/Weisen, den Kreisbrandmeister Holger Rohde aus einer Erklärung.

    Roland Muntau nutzte die Gelegenheit und blickte auf die vergangenen sechs Jahre zurück. So hätten Rühstädt, Breese und Bad Wilsnack neue Fahrzeuge bekommen, und es wurde der Digitalfunk eingeführt. Außerdem hob Muntau hervor, dass das Amt Bad Wilsnack/Weisen über einen Gefahren- und Abwehrplan verfüge – das sei kreisweit einmalig. „Wir hatten schwierige Einsätze, wie Unfälle, bei denen Tote zu beklagen waren. Da haben wir auch die Hilfe der Notfallseelsorger in Anspruch genommen“, erinnerte Muntau. Die Entschärfung der Weltkriegsbomben bei Breese oder das Hochwasser 2013.

    Auch Übungen seien organisiert worden, so in der Breeser Schule oder vor einigen Monaten im Nabu-Besucherzentrum in Rühstädt mit allen 14 Wehren und dem Deutschen Roten Kreuz. Amtsdirektor Torsten Jacob, Amtsausschussvorsitzender Werner Steiner und Gerald Neu gratulierten den drei Kameraden, dankten für das Engagement in den vergangenen Jahren und wünschten ihnen für die weitere Arbeit alles Gute.

    Grund zur Freude gab es auch für die Feuerwehr in Bad Wilsnack. Die Blauröcke bekamen eine Wärmebildkamera, mit der Brandherde besser ausfindig gemacht werden können. Darüber hinaus kann mit dem Gerät auch geprüft werden, ob sich noch Opfer an einem Einsatzort befinden – gerade bei Dunkelheit von großer Bedeutung. „Die Kamera kann auch von anderen Wehren genutzt werden, wir wollen sie aber in Bad Wilsnack stationiere, weil die Kameraden dort die meisten Einsätze in der Umgebung haben“, so Neu.

    Weiterhin verabschiedete der Amtsausschuss einstimmig die neue Entschädigungssatzung für die Feuerwehrleute. Dort ist allerdings nur von einem stellvertretenden Amtsbrandmeister die Rede. „Die Entschädigung für die beiden Stellvertreter des Amtsbrandmeisters wird gesplittet je nach Notwendigkeit und um die Aufgaben besser koordinieren zu können“, so Neu. Laut der neuen Aufwandsentschädigungssatzung bekommt der Amtsbrandmeister nun 1800 statt bisher 1500 Euro im Jahr. Neu aufgenommen wurden der Koordinator Digitalfunk, der Koordinator Ausbildung und der Atemschutzbeauftragte, die jeweils 400 Euro jährlich erhalten sollen.
    Quelle: svz.

  • 25.10.2017 BDBOS: Gemeinsame Erklärung besiegelt transatlantische Zusammenarbeit

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    Die Betreiber sicherheitskritischer Kommunikationsnetze aus Europa und Amerika haben am 17. Oktober 2017 ihre Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben.

    Unter dem Titel „U.S. meets Europe“ lud die BDBOS die amerikanische Behörde FirstNet, die in den USA mit dem Aufbau eines einheitlichen Breitbanddatennetzes beauftragt ist, zu einem fachlichen Austausch nach Berlin ein.

    BDBOS-Präsident Andreas Gegenfurtner sowie seine Kollegen der europäischen BOS-Netzbetreiber, der TCCA, dem ETSI (European Telecommunications Standards Institute) und der PSCE (Public Safety Communication Europe) setzten mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung den Startschuss für weitere kollektive Anstrengungen in der Entwicklung zukünftiger Kommunikationstechnologien für die Einsatzkräfte der BOS.

    Die Erklärung ist zugleich ein deutliches Signal an die internationale Telekommunikationsbranche mit ihren kommerziellen Netzbetreibern, Entwicklern und Herstellern, die Umsetzung der Anforderungen an die sicherheitsrelevante Kommunikation bei ihren Fortentwicklungen und Innovationen aktiv zu unterstützen. Gemeinsam wollen die Betreiber dafür Sorge tragen, dass den Nutzerinnen und Nutzern bei den BOS, auch in Zukunft jederzeit sichere und funktionale Kommunikationslösungen als Arbeitsmittel für die Bewältigung ihrer Einsätze zur Verfügung stehen.

    Quelle: http://www.bdbos.bund.de/…/171023_declaration_firstnetbesuc…

  • 25.10.2017 Hessen Grävenwiesbach: Testlauf für den Digitalfunk

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    FEUERWEHR Wehrführer und Tageseinsatzkräfte erhalten 25 Pager / 134 000 Euro für die restlichen Geräte

    Endlich ist der Digitalfunk auch bei den Grävenwiesbacher Gemeindefeuerwehren angekommen. Seit Freitag wurden 25 neue Funkmeldeempfänger, sogenannte Pager, zunächst an die Wehrführer aller Ortsteile, die Gemeindebrandinspektoren sowie an Aktive der Tagesalarmbereitschaft übergeben.

    Gemeindebrandinspektor Peter Hess und Erster Beigeordneter Heinz Radu freuten sich, dass damit nach langen Vorbereitungen der Start in das Digitalzeitalter beim Brandschutz in der Großgemeinde vollzogen wird. Zunächst wird ein Feldversuch gestartet, indem die 25 Pager bis zum Jahresende immer zusammen mit den alten, analogen Funkmeldeempfängern für die Alarmierung verwendet werden. Bis zum Jahresbeginn 2018 soll geklärt werden, ob die Netzabdeckung und Zuverlässigkeit der Geräte genauso gut ist, wie bei den alten FMEs. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses des Feldtestes werden weitere 125 Pager aus der Landesbeschaffung abgerufen, programmiert und an alle Aktiven der Gemeindefeuerwehren Grävenwiesbachs ausgegeben.

    Erster Beigeordneter Radu dankte den Aktiven in der Arbeitsgruppe Digitalfunk ausdrücklich für die in ihrer Freizeit geleistete Arbeit, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Schwierigkeiten gab, weil die Geräte fehlerhaft waren und die Technik nicht funktioniert hatte. „Weil jetzt alle zwei Melder haben und sie sich auch als Tester zur Verfügung stellen, leisten sie besondere Arbeit“, würdigte Radu das zusätzliche Engagement der Einsatzkräfte für eine vom Land Hessen getroffene Entscheidung zur Umrüstung.

    Abschließend bezifferte Radu das weitere finanzielle Engagement der Gemeinde mit Investitionen in Höhe von 134 000 Euro im Haushalt 2018, mit denen die Anschaffung der restlichen Geräte sowie die Umrüstung der Sirenen vollzogen wird. Bevor nach der Übergabe zusammen mit den Aktiven ein Probealarm lief, hatten Gemeindebrandinspektor Peter Hess und Grävenwiesbachs stellvertretender Wehrführer Achim Pauls die Neuerungen und das Vorgehen beim Test noch einmal erläutert.

    Entscheidender Unterschied zum herkömmlichen System ist, dass der Alarm nicht mehr als Textdurchsage erfolgt, sondern als Text auf dem Display des Pagers erscheint. Damit können in Zukunft gezielt einzelne Personen oder Gruppen alarmiert werden. Jeder Pager ist fest einer Person zugeordnet, womit die gezielte Alarmierung sichergestellt wird. Hessen ist neben Bayern das einzige Bundesland, das über das digitale TETRA-Netz auch die Einsatzkräfte alarmiert.

    Quelle: http://www.usinger-anzeiger.de/…/testlauf-fuer-den-digitalf…

  • 25.10.2017 Nordrhein-Westfalen Dortmund: Probleme bei neuer Technik Digitalfunk nicht gut genug für Feuerwehr

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    DORTMUND Die Feuerwehr Dortmund muss bei der Polizei ausgemusterte Funkgeräte aufkaufen, weil die Industrie für den auslaufenden Analogfunk keine Ersatzteile mehr herstellt. Der Umstieg vom Analogfunk auf den Digitalfunk läuft nicht rund.

    Leben retten, Gefahren vermeiden, Werte schützen: Um Notfälle verhindern und in Extremfällen professionell reagieren zu können, steht die Dortmunder Feuerwehr bei technischen Innovation europaweit in der ersten Reihe an der Schüppe. Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie forscht für Einsätze, Technik und Organisation und kann dafür auf das Wissen experimentierfreudiger Köpfe in den eigenen Reihen zurückgreifen.

    Beim Umrüsten vom Analog- und den Digitalfunk steht die Feuerwehr allerdings mit einem Fuß auf dem Schlauch, denn die von außen angelieferte Technik ist den Gefahren im Alltag noch nicht gewachsen.

    Feuerwehr betreibt und wartet Analogfunk

    Beim Analog-Funknetz aus der Nachkriegszeit hält die Feuerwehr alle Fäden in der Hand: „Das ist eine robuste Technik, die ihre Grenzen hat, aber seit Jahrzehnten zuverlässig funktioniert. Wir betreiben, warten und reparieren die Technik selbst. Beim Digitalfunk ist das anders“, sagt Branddirektor Oliver Nestler (42), der bei der Feuerwehr als Projektleiter für das Umschalten auf die digitale Funktechnik verantwortlich ist. Das kostet einen siebenstelligen Euro-Betrag.

    Das neue Digitalfunknetz betreibt nicht die Feuerwehr, sondern die „Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. „Das ist ein Netz, das Sicherheitsbehörden wie Feuerwehren, Polizei, Justiz, Verfassungsschutz und Zoll nutzen“, berichtet Oliver Nestler. Das Funknetz sei stark beansprucht: Bei Großeinsätzen komme es in Dortmund jetzt schon zu einer Überlastung.

    In einer Übergangsphase muss die Feuerwehr die Digitaltechnik einführen und – auf unbestimmte Zeit – die alte analoge Funktechnik einsetzen. Weil die Industrie keine Ersatzteile mehr liefert, kauft sie bei der Polizei ausgemusterte Funkgeräte auf, um diese für Reparaturen auszuschlachten. Die Polizei funkt bereits digital.

    Funk-Probleme in Gebäuden

    Der Digitalfunk zwischen der Feuerwehr-Leitstelle und den Löschzügen draußen ist im Alltag kein Problem. Oliver Nestler: „Das Funknetz ist so aufgebaut, dass wir flächendeckend im Außenbereich în der Vor-Kopf-Trageweise sprechen können.“ Schwierig wird es bei Einsätzen, wenn die Teams in Gebäuden verschwinden. Das Problem: Der Digitalfunk durchdringt große Gebäudekomplexe nicht. Vor allem Stahl stört. Die Übertragungsqualität leidet oder die Kommunikation ist unmöglich.

    Eine zuverlässige Funktechnik ist lebenswichtig: Der Einsatzleiter muss seine Kollegen im brennenden Haus ansprechen können, um ihnen bei akuter Einsturzgefahr den Rückzug befehlen zu können. Umgekehrt müssen die Teams im Gebäude wichtige Informationen rausfunken können. Aktuell kann die Digitaltechnik das nicht gewährleisten. „Das ist sicherheitskritisch“, sagt Oliver Nestler über Gefahr und Folgen gestörter Kommunikation.

    Eigentümer sollen Freiwillig investieren

    Per Gesetz wurden Eigentümer großer gewerblicher Gebäude schon vor Jahrzehnten verpflichtet, Antennenkabel einzuziehen, damit die Feuerwehr im Notfall funken kann. Viele alte Antennenkabel sind auf Analogfunk-Niveau und für den Digitalfunk nicht geeignet – und eine Umrüstung schreibt das Gesetz nicht vor.

    Die Feuerwehr bittet deshalb die Eigentümer, zum Schutz der Mieter und Werte freiwillig in die digitale Infrastruktur zu investieren. Der Flughafen und bedeutende Tunnelanlagen für den Straßenverkehr sind bereits umgerüstet.

    Mit großem Aufwand digitalisiert DSW21 aktuell die Antennentechnik in den Stadtbahnanlagen. Polizei-Gewerkschaften hatten bereits auf Funklöcher in der U-Bahn unter dem Hauptbahnhof hingewiesen.

    Quelle: http://www.ruhrnachrichten.de/…/Digitalfunk-nicht-gut-genug…

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