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  • 15.08.207 Thüringen Gotha: Umrüstung auf Digitalfunk hat begonnen

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    Unter Federführung des Landratsamtes hat jetzt die Umrüstung der Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge im Landkreis Gotha auf Digitalfunktechnik begonnen.

    Techniker Christian Theilemann montiert die Haltevorrichtungen in die Einsatzfahrzeuge.

    Seit vergangener Woche werden Wagen der freiwilligen Feuerwehren Neudietendorf, Wechmar, Günthersleben, Ingersleben und Apfelstädt mit neuen Geräten ausgestattet. Die genannten Wehren zählen zur so genannten Tunnelbasiseinheit und sichern ab Dezember 2017 den Brandschutz unter anderem im ICE-Eisenbahntunnel Augustaburg nahe Ingersleben ab.

    Nach erfolgter Umstellung funken die Feuerwehren dann künftig im bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystem für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz: BOS). Dessen technisches Rückgrat bildet das TETRA-Funknetz, das dem GSM-Mobilfunknetz ähnelt. Die Umrüstung bringt perspektivisch mehrere Vorteile mit sich, erklärt Sandra Ellrich vom Amt für Sicherheit und Ordnung: „Digitalfunk kann grundsätzlich mehr als nur Sprache übermitteln“, sagt die Systemverwalterin. So lassen sich auch Textnachrichten oder GPS-Einsatzkoordinaten übermitteln. Bei größeren Schadenslagen können gemeinsame Rufgruppen gebildet werden; die Reichweitenüberbrückung ist dank des Rückgriffs auf die Funkmasten auch Regionen übergreifend möglich. „Sollten beispielsweise Gothaer Feuerwehren im Rahmen des Katastrophenschutzes in anderen Bundesländern mithelfen, so können sie von der heimischen Leitstelle aus per Digitalfunk direkt erreicht werden“, macht Ellrich am Beispiel deutlich. Größter Vorteil der Neuerung aber ist: Die digitale Kommunikation gilt, im Gegensatz zum Analogfunk, als abhörsicher. Die Endgeräte ähneln den frühen Mobiltelefonen.

    Finanziert wird die Umrüstung der Fahrzeugflotte über eine dafür erlassenen Richtlinie des Landes. Danach werden 70 Prozent der Kosten durch das Land gefördert und die restlichen 30 Prozent im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs einbehalten. Für den Landkreis Gotha macht das eine Aufwendung von rund 150.000 Euro im Jahr 2017 aus. Immerhin sollen bis Jahresende zunächst 70 Fahrzeuge ausgestattet werden – und binnen vier Jahren alle knapp 280 Feuerwehrwagen zwischen Fahner Höhe und Rennsteig. „Das ist eine Herausforderung, vor allem logistisch und in der Planung“, sagt Landrat Konrad Gießmann. „Ich hoffe, dass nach der langen Vorlaufzeit seit 2002 sich letztlich alle Hoffnungen erfüllen, die mit der neuen Technik verbunden sind.“

    Für die Rettungsdienste und die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes steht die Umrüstung auf Digitalfunk ab kommendem Jahr ins Haus.

    Quelle: http://www.focus.de/…/landratsamt-gotha-umruestung-auf-digi…

  • 14.08.2017 Nordrhein-Westfalen: Kreis Herford

    Schnellere Kommunikation für die Rettungskräfte

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    Kreisleitstelle: Der digitale Funkverkehr ist am Wochenende gestartet. Dies hat nach Ansicht der Experten vor allem bei größeren Einsatzlagen viele Vorteile

    Kreis Herford. Samstag um 10 Uhr startete der digitale Funkverkehr im Kreis Herford. "Die Umstellung der Kreisleitstelle hat 350.000 Euro gekostet", sagt Landrat Jürgen Müller, "hinzu kommen weitere 330.000 Euro für den Einbau in 330 Fahrzeuge im Kreis Herford." Drei Jahre lang habe die Auf- und Ausbauphase im Kreis Herford gedauert.

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    Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte oder Staatsschutz, die bisher im analogen Funk voneinander getrennt waren, kommunizieren bei Einsätzen nun schneller und sicherer miteinander. "Mit dem Digitalfunk sind wir in einem anderen Zeitalter angekommen. Dieser Mehrwert zahlt sich bei größeren Einsatzlagen mit vielen Funkteilnehmern aus", sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Kröger.

    Er erinnert an das Orkantief Kyrill im Jahre 2007. Damals standen nur zwei Funk-Kanäle zur Verfügung, die total überlastet waren. Digital könne jetzt jede Kommune neben der Verbindung zur Leitstelle eine eigene Rufgruppe schalten, quasi einen eigenen Funk-Kanal nutzen.

    Alle deutschen Leitstellen sind erreichbar

    Probleme würden untereinander in Herford, Hiddenhausen, Vlotho oder den anderen Kommunen des Kreises besprochen, nur wichtige Sachen mit der Leitstelle kommuniziert. Ein weiterer Vorteil: "Bei einem Massenanfall von Verletzten stehen mehrere Rufgruppen zur Verfügung. Anrückende Kräfte könnten sich anmelden und ein zusätzlicher Rettungsdienst-Kanal geschaltet werden", ergänzt Bernd Kröger.

    1.400 aktive Feuerwehrleute im Kreis Herford und rund 500 Rettungskräfte wurden an HRT- und MRT-Digitalfunkgeräten geschult. Weitere Informationsveranstaltungen und Mentorenschulungen kommen hinzu. "Über diese Geräte sind alle deutschen Leitstellen und sämtliche Einsatzkräfte zu erreichen", sagt Bernd Kirchhoff, Leiter der Kreisleitstelle in Hiddenhausen.

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    Sicherheitskarten in den Geräten sorgen für verschlüsselte Übertragungen und machen sie abhörsicher. Durch das Zeitschlitzverfahren, bei dem auf einer Frequenz mehrere Gespräche stattfinden können, ist der Digitalfunk effizienter. Eine bessere Verständigung in Bereichen mit schwachem Funksignal und eine geringere Störanfälligkeit sind weitere Vorzüge.

    "Das gesamte Netz ist vom Stromnetz unabhängig und läuft autark. Ein Stromausfall würde das digitale Funknetz nicht unterbrechen", betont Bernd Kirchhoff. Dann könne auch der analoge Funk noch genutzt werden.

    Quelle: http://www.nw.de/…/21883950_Schnellere-Kommunikation-fuer-d…

  • Bayern Bad Wörishofen: Großeinsatz in der Klinik

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    Die Hauptübung in Bad Wörishofen war diesmal besonders knifflig. Im Mittelpunkt stand auch die Frage, wie der neue Digitalfunk funktioniert. Es gab aber noch andere Besonderheiten

    Analog war gestern, mittlerweile funkt auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Wörishofen digital. Wie bewährt sich die neue Technik? Dieser Frage ging Kommandant Peter Eichler bei der jährlichen Großübung der Einsatzkräfte nach. Eichler hatte ganz schön getüftelt, um seine Leute auf die Probe zu stellen. Die Übung bestand nicht aus einem einzigen, sondern aus vier voneinander unabhängigen Übungsteilen. Eine der Herausforderungen war dabei, alle nötigen Einsatzkräfte via Funk optimal zu koordinieren. Als Übungsort diente diesmal die Klinik der Deutschen Rentenversicherung am Tannenbaum Bad Wörishofen. Die große Fachklinik für Herz-Kreislauferkrankungen und Orthopädie ist durchweg mit Patienten belegt. Sollte es hier einmal einen Zwischenfall geben, ist nicht nur die Ortskenntnis der Retter gefragt.

    Vier Einsatzschwerpunkte, vier Funkgruppen: So geht die Kneippstädter Feuerwehr bei einem Großeinsatz vor. Eine einzige Funkgruppe würde da bei Weitem nicht ausreichen, berichtet Matthias Eichler, der Sohn des Kommandanten. Die Feuerwehr hat mit dem Digitalfunk nun ganz neue Möglichkeiten. Ein eigener Führungskanal sorgt für freie Kommunikation zur Koordination der Feuerwehrleute. In einem der vier Einsatzabschnitte hatten es die Retter mit einem fiktiven Brand in einem Lagerraum im dritten Obergeschoss zu tun. In Atemschutzausrüstung legten die Feuerwehrleute eine Wasserversorgung im Treppenhaus bis ins dritte Obergeschoss. In einem weiteren Einsatzabschnitt kamen die Wörishofer derweil Personen zu Hilfe, die aus dem brennenden Gebäude nicht aus eigener Kraft fliehen konnten. Mit der Drehleiter erzeugte die Feuerwehr auf der Südseite des Patiententraktes einen künstlichen Notausgang. Im Gebäude war der Fluchtweg durch einen Brand abgeschnitten. Rettung war nur über den Balkon im vierten Obergeschoss möglich.

    Richtig kompliziert wurde es, als ein weiterer Brandherd ausgemacht war. In einer Küche im Untergeschoss der Klinik loderten die Flammen – glücklicherweise freilich nur im Skript des Kommandanten. In diesem Gebäudeteil galt zudem eine Person als vermisst. Feuerwehrleute in Atemschutzausrüstung drangen in die Klinik vor. Mithilfe einer Wärmebildkamera suchten sie die Räume und wurden zügig fündig. Im Ernstfall hätte die vermisste Person schnell gerettet werden können. Im dritten Stock kamen derweil die speziellen Evakuierungsstühle der Feuerwehr Bad Wörishofen zum Einsatz. Die Retter konnte auf diese Weise gehbehinderte Patienten aus dem Gebäude über das Haupttreppenhaus ins Freie bringen. Die Wörishofer Wehr hat ihre Ausrüstung auf die Bedürfnisse eines Kurorts abgestimmt, in dem im Ernstfall viele ältere Menschen gerettet werden müssen, die unter Umständen krank oder nicht mehr gut zu Fuß sind. „In dieser Übung hat sich zum wiederholten Male gezeigt, dass durch diese speziellen Stühle eine schnelle aber vor allem auch sichere Rettung von gehbehinderten Personen durch nur eine Einsatzkraft möglich ist“, bilanziert Eichler. „Auch Treppen sind für diese Stühle sowohl nach unten als auch nach oben kein Problem.“ Beschafft wurden diese Stühle bereits im Jahr 2012 durch Spenden aus der Bevölkerung. Sie werden ständig auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt, um im Bedarfsfall insbesondere bei Gebäuden wie Kurheimen, Sanatorien oder Pflege- und Betreuungseinrichtungen greifbar zu sein.

    So komplex die Aufgabenstellung des Kommandanten auch war, die Retter bewältigten sie bravourös. Kreisbrandinspektor Wolfgang Heimpel habe die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bad Wörishofen gelobt, berichtet Eichler. Kommandant Peter Eichler bedankte sich zudem bei Josef Gaul, dem Verwaltungsleiter der Klinik Bad Wörishofen, für die Möglichkeit, während des laufenden Betriebs eine Übung in dieser Größenordnung abhalten zu können.

    Quelle: Augsburger Allgemeine

  • Berlin: Nach Anschlag am Breitscheidplatz: Polizei und Feuerwehr im Funkloch

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    Geräte der Einsatzkräfte wählten sich in benachbarte Gebäudeanlagen ein. Auch Systemabsturz in der Leitstelle

    Berlin. Nach den Funklöchern beim Einsatz im Benjamin-Franklin-Krankenhaus im Juli vergangenen Jahres und dem Ausfall der Statustasten in der Silvesternacht sind jetzt auch Probleme beim Digitalfunk nach dem Anschlag am Breitscheidplatz bekannt geworden. Die Funkgeräte der Einsatzkräfte wählten sich offenbar immer wieder in Gebäudefunkanlagen ein. Erschwerend kamen Software-Probleme in der Leitstelle hinzu.

    Eine Folge der Probleme mit dem Digitalfunk war, dass ein Kollege den anderen hörte, ihm aber nicht antworten konnte. Im Interview mit der Branchenzeitschrift "Feuerwehr Magazin" berichtete ein Brandoberamtsrat von den Problemen mit der Koordinierung vor Ort. "Die Kommunikation mit der Leitstelle und mit anderen Behörden muss immer gesichert sein", sagte er dem Magazin. Gerade bei einem Terrorakt müsse jede Einsatzkraft wissen, ob sie sicher sei oder nicht, sagte er der Magazin weiter. Die Probleme beim Digitalfunk bei Großlagen sind seit längerer Zeit bekannt. In der vergangenen Silvesternacht hatten Polizeibeamte den Ausfall der Statustasten an ihren Digitalfunkgeräten beklagt, mit denen der Einsatzstatus der Zentrale gemeldet werden kann. Das habe zu Verwirrungen in einer für die Polizei sowieso arbeitsreichsten Nächte des Jahres geführt. Damals entfielen geschätzt 30 Prozent der Sprechzeit für unnötige Nachfragen zwischen Lagezentrum und Beamten. Als Grund für die Schwierigkeiten nannte man eine Überlastung des Systems.

    Polizisten berichten, dass sie im Einsatz schon mal zum Handy statt zum Funkgerät greifen. Bei einem SEK-Einsatz in der Charité im Juli vergangenen Jahres etwa riss die Verbindung ganz ab. Der Bericht über die Ursachen ist als Verschlusssache eingestuft. Zur Stabilisierung des Digitalfunks der Sicherheitsbehörden soll das Netz weiter ausgebaut werden. Außerdem wird, wie berichtet, die Anschaffung von 16.000 Diensthandys für die Berliner Polizei geprüft.
    Störung bei Alarmierung von Rettungs- und Notarztwagen

    Die Störungen beim Digitalfunk waren 19. Dezember 2016 nicht die einzigen Probleme. Auch die Software in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr fiel kurzzeitig aus. Zehn Rettungs- und zwei Notarztwagen konnten für mehrere Minuten nicht alarmiert werden. Probleme in der Kommunikation hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) bereits im Interview mit der Berliner Morgenpost eingeräumt. In der Branchenzeitschrift "Feuerwehr Magazin" erschien nun ein detaillierter Bericht aus der Einsatznacht.

    Demnach hatte der Systemabsturz für die Rettungskräfte vor Ort konkrete Folgen. Denn zum Zeitpunkt des Systemausfalls (20.20 Uhr) hatte die Leitstelle der Feuerwehr bereits seit elf Minuten auf "Massenanfall von Verletzten Gefahrenlage Polizei" alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war also klar, dass es sich nicht um einen Verkehrsunfall, sondern höchstwahrscheinlich um eine Bedrohungslage handelte. Einsätze werden dann anders koordiniert, weil sich niemand sicher sein kann, ob die Bedrohung vorbei ist. So zeigen etwa Erfahrungen aus Israel, dass nach einem Anschlag oft ein zweiter folgt, der sich dann gezielt gegen Rettungskräfte richtet.

    Mit dem Absturz des Systems "Ignis" war an jenem Abend für mehrere Minuten nicht klar, wo sich die alarmierten Kräfte befinden. Das Problem mit der Software ist seit Jahren bekannt. "Wir wissen, dass das System ausfallen kann, die Software nicht optimal läuft", sagte ein Feuerwehr-Sprecher der Berliner Morgenpost auf Nachfrage. Derzeit warte man sehnsüchtig auf die Aktualisierung der Software auf "Ignis +". Seiten 2 und 4

    Quelle: https://www.morgenpost.de/…/Nach-Anschlag-am-Breitscheidpla…

  • Berlin: Nach Amris Anschlag waren Polizei und Feuerwehr im Funkloch

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    Eine Folge der Probleme mit dem Digitalfunk war, dass ein Kollege den anderen zwar hörte, ihm aber nicht antworten konnte.

    Berlin. Nach den Funklöchern beim Einsatz im Benjamin-Franklin-Krankenhaus im Juli vergangenen Jahres und dem Ausfall der Statustasten in der Silvesternacht sind jetzt auch Pro­bleme beim Digitalfunk nach dem Anschlag am Breitscheidplatz bekannt geworden. Die Funkgeräte der Einsatzkräfte wählten sich offenbar immer wieder in Gebäudefunkanlagen ein. Erschwerend kamen Softwareprobleme in der Leitstelle hinzu.

    Eine Folge der Probleme mit dem Digitalfunk war, dass ein Kollege den anderen zwar hörte, ihm aber nicht antworten konnte. Im Interview mit der Branchenzeitschrift "Feuerwehr Magazin" berichtete ein Brandoberamtsrat von den Problemen mit der Koordinierung vor Ort. "Die Kommunikation mit der Leitstelle und mit anderen Behörden muss immer gesichert sein", sagte er dem Magazin. Gerade bei einem Terrorakt müsse jede Einsatzkraft wissen, ob sie sicher sei oder nicht, sagte er dem Magazin weiter. Die Probleme beim Digitalfunk bei Großlagen sind seit längerer Zeit bekannt. In der vergangenen Silvesternacht hatten Polizeibeamte den Ausfall der Statustasten an ihren Digitalfunkgeräten beklagt, mit denen der Einsatzstatus der Zentrale gemeldet werden kann. Das habe zu Verwirrungen in einer der für die Polizei sowieso arbeitsreichsten Nächte des Jahres geführt. Damals entfielen geschätzt 30 Prozent der Sprechzeit für unnötige Nachfragen zwischen Lagezentrum und Beamten. Als Grund für die Schwierigkeiten nannte man eine Überlastung des Systems.

    Polizisten berichten, dass sie im Einsatz schon mal zum Handy statt zum Funkgerät greifen. Bei einem SEK-Einsatz in der Charité im Juli vergangenen Jahres etwa riss die Verbindung ganz ab. Der Bericht über die Ursachen wurde als Verschlusssache eingestuft. Zur Stabilisierung des Digitalfunks der Sicherheitsbehörden soll das Netz weiter ausgebaut werden. Außerdem wird, wie berichtet, die Anschaffung von 16.000 Diensthandys für die Berliner Polizei geprüft.

    Störung bei Alarmierung von Rettungs- und Notarztwagen

    Die Störungen beim Digitalfunk waren am 19. Dezember 2016 nicht die einzigen Probleme. Auch die Software in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr fiel kurzzeitig aus. Zehn Rettungs- und zwei Notarztwagen konnten für mehrere Minuten nicht alarmiert werden. Probleme in der Kommunikation hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) bereits im Interview mit der Berliner Morgenpost eingeräumt. In der Branchenzeitschrift "Feuerwehr Magazin" erschien nun ein detaillierter Bericht aus der Einsatznacht.

    Demnach hatte der Systemabsturz für die Rettungskräfte vor Ort konkrete Folgen. Denn zum Zeitpunkt des Systemausfalles (20.20 Uhr) hatte die Leitstelle der Feuerwehr bereits seit elf Minuten auf "Massenanfall von Verletzten Gefahrenlage Polizei" alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war also klar, dass es sich nicht um einen Verkehrsunfall, sondern höchstwahrscheinlich um eine Bedrohungslage handelte. Einsätze werden dann anders koordiniert, weil sich niemand sicher sein kann, ob die Bedrohung vorbei ist. So zeigen etwa Erfahrungen aus Israel, dass nach einem Anschlag oft ein zweiter folgt, der sich dann gezielt gegen Rettungskräfte richtet.

    Mit dem Absturz des Systems "Ignis" war an jenem Abend für mehrere Minuten nicht klar, wo sich die alarmierten Kräfte befinden. Das Problem mit der Software ist seit Jahren bekannt. "Wir wissen, dass das System ausfallen kann, wenn die Software nicht optimal läuft", sagte ein Feuerwehr-Sprecher der Berliner Morgenpost auf Nachfrage. Derzeit warte man sehnsüchtig auf die Aktualisierung der Software auf "Ignis +".

    Quelle: https://www.morgenpost.de/…/Nach-Amris-Anschlag-waren-Poliz…

  • 26.07.2017 Bayern: Digitalfunk zu langsam: Polizei bekommt Dienst-iPhones.Wichtige Bedürfnisse der Sicherheitsbehörden nicht erfüllt

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    MÜNCHEN - Rund eine Milliarde Euro hat der digitale Behördenfunk in Bayern gekostet. Doch jetzt werden die Polizeibeamten in Bayern mit Apples iPhones ausgestattet, um Bilder, Videos und Daten über das Vodafone-Mobilfunknetz auszutauschen. Der Grund: Der Behördenfunk ist zu schmalspurig für die Übertragung größerer Dateien.

    Wollte ein Polizeibeamter ein Foto von einem Tatort, einem verdächtigen Auto oder einem mutmaßlichen Straftäter rasch an die Zentrale schicken, musste er bisher zum privaten Smartphone greifen. Denn was seit Jahren für jeden zehnjährigen Schüler eine Selbstverständlichkeit ist, war den Ordnungshütern nicht möglich: Das drahtlose Versenden von Fotos und Videos. Und das, obwohl mit Milliardenaufwand und erheblichen zeitlichen Verzögerungen ein eigenes aufwändiges digitales Behördennetz errichtet wurde.

    Über das, was vor dem Aufbau des Digitalfunks für "Behörden mit Sicherheitsaufgaben – BOS" von der Industrie versprochen wurde, lässt sich heute kaum noch Klarheit erzielen. Die Übertragung von Fotos und Videodateien sei damals "großmundig versprochen" worden, erinnert sich Peter Schall, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern. Auch der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Nachtigall, hatte sich von der schönen neuen Digitalfunkwelt mehr erhofft.

    Tatsache aber ist – wie ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte –, dass die BOS-Tetra-Technik zu schmalspurig für die Übertragung größerer Dateien ist. Gerade einmal Sprache und kurze Textnachrichten im SMS-Stil schafft das staatliche Netz. Polizeibeamte greifen daher regelmäßig zu ihrem eigenen Gerät, wenn es gilt, Bilder rasch weiterzugeben. Besonders beliebt: Gruppen über den Messenger-Dienst WhatsApp. Dort eingespeiste Fotos gehen blitzschnell an eine fast unbegrenzte Zahl von Kollegen.

    Doch das ist eigentlich strikt untersagt. Denn dienstliche Daten landen so beim WhatsApp-Inhaber Facebook und wer weiß, wo sonst noch auf irgendwelchen Servern in den USA. Gleichwohl gab es bisher keine Alternative zu diesem halb legalen Vorgehen. Doch jetzt will Bayerns Polizeiführung Schluss damit machen und tat das, was sie vor Jahren tunlichst zu vermeiden suchte: einen privaten Betreiber beauftragen.
    Polizeiinterner Messenger-Dienst

    Den hat man mit dem Mobilnetzbetreiber Vodafone gefunden. Für die Erprobung des polizeiinternen Messenger-Dienstes werden Smartphones von Apple (iPhone6 und iPhone7) eingesetzt, teilte der für den Digitalfunk zuständige Innen-Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) kürzlich der Vorsitzenden der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, und der Nürnberger Grünen-Parlamentarierin Verena Osgyan mit.

    Vodafone stellt für den polizeilichen Messenger-Datenverkehr ein "zertifiziertes Rechenzentrum" in Frankfurt am Main zur Verfügung, zu dem niemand außer der Polizei Zugriff haben soll.

    Der verschlüsselte Dienst zur Übertragung von Bild-, Audio- und Videodateien musste übrigens nicht neu entwickelt werden. Es handele sich um ein "auf dem Markt frei verfügbares Standardprodukt", so Eck. Bei dem zusätzlichen Kommunikator handele es sich um eine "fachliche Ergänzung" zum BOS-Digitalfunk. Allein schon aus technischen Gründen sei die breitbandige Datenübertragung beim BOS-Mobilfunk "nicht beabsichtigt".

    Die Einführung des Vodafone-Apple-Polizeidatendienstes hat auch noch andere Gründe. Scheibchenweise stellte sich heraus, dass der BOS-Digitalfunk beim Amoklauf in München vor einem Jahr alles andere als optimal funktioniert hat, weil unter anderem in Gebäuden kein Kontakt bestand. Als eine Konsequenz aus den Problemen werden die ersten Ordnungshüter mit dienstlichem iPhone in der Landeshauptstadt zu sehen sein. Auch auf dem Oktoberfest, kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an, werden die Einsatzkräfte mit den Apple-Smartphones ausgestattet. Der Vorteil dieser Technik seien "kürzere Reaktionszeiten und ein schnelleres Eingreifen".

    Wenn ein Polizist in den U-Bahn-Systemen von München und Nürnberg eingesetzt wird, muss er übrigens bis zu drei Kommunikationsgeräte mit sich tragen. Weil dort der BOS-Funk immer noch nicht funktioniert, benötigt er neben dem digitalen noch ein altes analoges Sprechfunkgerät. Plus iPhone von Vodafone, das im Gegensatz zu den staatlichen Sprechfunkgeräten überall Verbindung hat.

    Quelle: http://www.nordbayern.de/…/digitalfunk-zu-langsam-polizei-b…

  • 18.07.2017 Hamburg: G20-Gipfel: BOS-Digitalfunknetz an der Belastungsgrenze

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    Bei den Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten anläßlich des G20-Gipfels in Hamburg befand sich das BOS-Diginalfunknetz offensichtlich hart an der Belastungsgrenze.

    Die Gewerkschaft der Polizei Berlin berichtet, dass sich in Hamburg 700 Einsatzkräfte eine Digitalfunkgruppe teilen mussten. Um das Digitalfunknetz nicht zu überlasten, wurden ältere BOS-Analogfunkgeräte ausgegeben, deren Akkus durch langen Nichtgebrauch nicht mehr die erforderliche Kapazität aufwiesen. Einer Meldung der Berliner Abendschau zufolge soll eine Polizistin ständig mit dem Laden der Akkus beschäftigt gewesen sein.

    Zudem sei jüngeren Polizisten die Analogtechnik bis dahin unbekannt gewesen. Viele Beamte hätten sich deshalb per Handy verständigt.

    Quelle: FM-FUNKMAGAZIN

  • 12.07.2017 Österreich Salzburg: Digitalfunk - Kärntner Koalition räumte Irritationen aus.

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    Die Spitzen der Kärntner Dreierkoalition haben sich nach einem Koalitionskrach vor knapp zwei Wochen ausgesprochen. “Wir hatten heute ein kurzes, informelles Gespräch, um uns wegen dieses Alleingangs beim Digitalfunk auszureden”, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Dienstagabend zur APA. “Wir haben die Sache ausgeredet und es ist damit erledigt.”

    Die SPÖ hatte Ende Juni in einer Landtagssitzung kurzfristig und ohne Absprache mit den Koalitionspartnern ÖVP und Grüne einen Antrag zur Finanzierung des Blaulichtfunks eingebracht. Kärnten ist das letzte Bundesland, das keinen flächendeckenden Digitalfunk hat. Bisher fehlten die Mittel dafür.

    Nun wurden per Landtagsbeschluss 22 Mio. Euro aus der Auflösung des ehemaligen Zukunftsfonds dafür zurückgelegt. Die ÖVP stimmte zähneknirschend zu, die Grün-Mandatare verließen teilweise den Plenarsaal, teilweise stimmten sie dagegen. Die damalige Grünen-Landessprecherin Marion Mitsche warf der SPÖ daraufhin Koalitionsbruch vor und berief formell die Krisengespräche ein.

    Quelle: http://www.salzburg24.at/kaerntner-koalition…/apa-1437075818

  • 08.07.2017 Bayern Unterallgäu: Geglückter Start in die Zukunft

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    Seit dieser Woche funken die Feuerwehren im Unterallgäu auch digital. Die Umstellung lässt sich auch als eine lange Geschichte der Ankündigungen lesen
    Die Feuerwehren im Landkreis Unterallgäu sind diese Woche in ein neues Zeitalter gestartet. Das ist allerdings ohne großes Aufheben geschehen. Weder knallten die Sektkorken, noch drückte jemand symbolträchtig auf den Startknopf. Seit Montag um 9 Uhr sind die Feuerwehren an den Digitalfunk angeschlossen. Der Start glückte reibungslos, wie Kreisbrandmeister Hans-Peter Schneider berichtet.
    An diesem Tag begann im Bereich der Integrierten Leitstelle Donau-Iller mit Sitz in Krumbach und somit auch im Landkreis Unterallgäu nach einer etwa zweijährigen Vorbereitungszeit für die Feuerwehren der Regelbetrieb im Digitalfunk. Die digitale Funktechnik löst eine analoge Funktechnik für die Behörden und Organisationen ab, die Sicherheitsaufgaben wahrnehmen. Dazu zählen neben den Feuerwehren der Rettungsdienst und die Polizei.
    Die Geschichte des Digitalfunks in Deutschland ist eine Geschichte der Ankündigungen und Verschiebungen. Schon 1990 war klar, dass die analoge Funktechnik technisch ausgereizt und zunehmend störanfällig ist. Vor allem ist sie nicht abhörsicher.
    Als die Europäische Union im Jahr 1990 das Schengener Abkommen einführte und damit die unmittelbaren Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedsstaaten wegfielen, sollte auch die digitale Funktechnik kommen. Sicherheitsbehörden in der EU sollten ein einheitliches Sprach- und Datenfunknetz erhalten. Die deutsche Innenministerkonferenz beschloss dann im Jahr 2000, in Deutschland ein bundesweites Digitalfunknetz für die Behörden aufzubauen. Allerdings konnte mit der Realisierung erst mit Arbeitsbeginn der Bundesanstalt für den Digitalfunk im Jahr 2007 begonnen werden. Seit 2016 steht dieses Digitalfunknetz bundesweit zur Verfügung. In Deutschland wurde das weltweit größte Funknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben aufgebaut. Eine halbe Million Nutzer sind angeschlossen. Bundesweit ist es in 45 Netzabschnitte eingeteilt mit rund 4500 Basisstationen, berichtet Schneider. Davon befindet sich etwa ein Fünftel aufgrund der vielen Berge allein in Bayern.
    Die wesentlichen Verbesserungen im Vergleich zum analogen Funk liegen beim Digitalfunk in der weitaus besseren Sprachkommunikation und der Abhörsicherheit. Im Bereich der Integrierten Leitstelle Donau-Iller, zu deren Zuständigkeitsbereich die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu und die Stadt Memmingen gehören, waren seit Herbst 2014 Arbeitsgruppen damit beschäftigt, die notwendigen Vorbereitungen zur Einführung des Digitalfunks zu treffen.
    Eine wesentliche Neuerung ist die Einrichtung von sogenannten Taktisch-Technischen Betriebsstellen (TTB) in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt. Wesentliche Aufgabe einer TTB ist das zentrale Management für die Funkgeräte: Ausnahmslos alle Funkgeräte, welche bei den Feuerwehren betrieben werden, müssen registriert, mit Sicherheitskarten ausgestattet und im Digitalfunknetz angemeldet werden.
    Alle 52 Gemeinden stellen um
    Im Landkreis Unterallgäu hatte der Mindelheimer Kreisbrandmeister Hans-Peter Schneider als Leiter des Fachbereichs Informationstechnik und Funk die Federführung bei der Einführung des Digitalfunks. Er hatte gut zu tun. Schneider organisierte die gemeinsame Ausschreibung für alle Geräte für die vier beteiligten Kreisverwaltungsbehörden. Für alle 52 Unterallgäuer Gemeinden mit ihren 131 Feuerwehren waren die Geräte zu bestellen sowie der Einbau der Fahrzeugfunkgeräte zu organisieren. Parallel dazu mussten mehrere hundert Feuerwehrleute in der neuen Digitalfunktechnik geschult werden.
    Die Taktisch-Technische Betriebsstelle TTB Unterallgäu mit Sitz im Feuerwehrhaus Mindelheim nahm in den vergangenen zwölf Monaten die Registrierung der mittlerweile etwa 1300 Funkgeräte für die Feuerwehren im Landkreis Unterallgäu vor und wird künftig auch für den Reparaturservice sorgen. Personell ausgestattet ist die TTB Unterallgäu mit 14 ehrenamtlichen Helfern vom Fachbereich Informationstechnik und Funk. Sie schulen die Feuerwehrleute.
    Die Umstellung für alle 52 Gemeinde kostet rund 900 000 Euro. Der Freistaat Bayern übernimmt davon 80 Prozent, allerdings nur für die Erstanschaffung der Funkgeräte. Für den Rest müssen die Gemeinden aufkommen.
    Als nächster Schritt steht die Umstellung der Funkalarmierung für Sirenen und Meldeempfänger auf den Digitalfunk bevor. Dies wird nach Einschätzung von Kreisbrandmeister Hans-Peter Schneider noch etwas dauern. Bis dahin erfolgen die Feuerwehrwehralarmierungen noch analog.
    Quelle: Augsburger Allgemeine

  • 04.07.2017 Bayern Neu-Ulm: Feuerwehrleute im Landkreis jetzt auch digital unterwegs

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    Im letzten Rettungsdienstbereich in Bayern, eben jenem an Donau und Iller, haben die Einsatzkräfte gestern auf den neuen Kommunikationskanal umgestellt.

    Ganz im Süden und im Nordosten – genauer legt sich Kreisbrandrat Bernhard Schmidt nicht fest – hat es im Landkreis Neu-Ulm bisher „Versorgungslücken“ beim Feuerwehrfunk gegeben. Diese sind seit gestern morgen, 9 Uhr, passé: Die Brandbekämpfer nämlich haben jetzt komplett auf Digitalfunk umgestellt, auf ein eigens aufgebautes System mit einer Abdeckung von fast 100 Prozent. Mit der so genannten „Migration“, also dem Übergang von analog auf digital im Rettungsbereich Donau-Iller, ist der letzte weiße Fleck beim neuen Behördenfunk in Bayern getilgt.

    Zahlreiche Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister hatten sich gestern für den symbolischen Start vor dem Landratsamt versammelt. „Das ist ein historischer Tag für uns. Das ist ein Meilenstein“, sagte Kreisbrandrat Schmidt. Die jahrelange Vorarbeit mit Mastbauten, Schulungen und Tests trage nun Früchte. Alle Behörden mit Sicherheitsaufgaben seien nun in einem Netz unterwegs. Digitalfunk habe „enorme Vorteile“: Er sei unter anderem vermeintlich abhörsicher, garantiere Verbindung auch in Wäldern oder auf abgelegenen Straßen, biete eine Notruffunktion mit GPS-Ortung für Atemschutzträger, lasse sich mit Verstärkern auch in große Tiefen verlängern.

    Land gewährt Fördermittel

    Im Landkreis Neu-Ulm wurden acht Funkmasten aufgebaut. Die Kommunen beschafften für Feuerwehr und Katastrophenschutz 1039 Funkgeräte: 894 Handsprechfunkgeräte für 336.000 Euro, 225 Sprechfunkgeräte für Fahrzeuge für 102.000 sowie 20 Festfunkstationen für Feuerwehrhäuser für 14.000 Euro. Das Land gewährte Fördermittel, rund 183.000 Euro sind ausbezahlt. In Illertissen schuf der Landkreis eine hauptamtlich besetzte Taktisch-technische Betriebsstelle für die Verwaltung der Geräte. Schließlich ließen sich 10.000 Parameter einstellen.

    Bislang seien 1500 der rund 3000 Feuerwehrleute im Landkreis Neu-Ulm auf Digitalfunk geschult worden. Das sei ein „enormer Kraftakt“ gewesen, sagte Schmidt. Doch wird es langfristig genug Feuerwehrleute geben, um die schöne neue Technik bedienen zu können? Schmidt seufzt. Die Zahl der Feuerwehrleute sei seit Jahren konstant, versichert er. Allerdings gebe es zusehends ein Problem mit der so genannten Tagesbereitschaft: Sprich: Auf dem Papier gibt es zwar genug Einsatzkräfte im Ort, doch tatsächlich sind diese weit weg an ihrem Arbeitsplatz.

    Angestellte Feuerwehrleute?

    Mögliche Lösungen: Mehr Frauen fürs Löschen und Bergen begeistern. Und wiederum moderne Technik einsetzen: Die digitale Alarmierung, die bald kommen soll, mache es möglich, den Standort jedes Feuerwehrmannes zu lokalisieren. So könnten zielgerichtet jene in den Einsatz geschickt werden, die in der Nähe sind.

    Schmidt macht sich auch für steuerliche Vorteile oder dergleichen explizit für Feuerwehrleute stark: Die Politik müsse sich dazu durchringen, nicht mehr jedes Ehrenamt gleich zu behandeln. „Was ein Übungsleiter tut, ist wichtig, aber bei uns geht es um Leben und Tod.“ Wenn alles nicht fruchtet, müssten die Kommunen hauptamtliche Einsatzkräfte beschäftigen, sprich: bezahlen.

    Quelle: http://www.swp.de/…/feuerwehrleute-im-landkreis-jetzt-auch-…

  • 03.07.2017 Schleswig-Holstein Kreis Segeberg Funklöcher bei Feuerwehrübung im Forst

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    Eine Großübung für einen Löscheinsatz im Segeberger Forst zeigte Probleme auf. Die Orientierung im Wald für die Rettungskräfte ist schwierig, weil Markierungssteine verwittert sind. Und was noch mehr Sorgen bereitete: Kontakt ist im Wald trotz des neu eingeführten Digitalfunks oft unmöglich.

    Bockhorn. Die 250 Kräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk (THW) mussten während ihrer Übung im Wald bei Bockhorn zeitweise auf Melder zurückgreifen, die die Nachrichten und Befehle per Kradfahrt weiterleiteten.
    Kradfahrer ersetzten Mobilfunkkontakt

    „Ein Problem, das die gesamte Übung begleitet hat, war die Kommunikation“, sagte Einsatzleiter Hans-Heinrich Pohlmann, Gemeindewehrführer aus Heidmühlen. „Das öffentliche Mobilfunknetz und auch ein nicht stabiles Digitalfunksignal machten es schwierig, Einsatzaufträge zu übermitteln.“

    Ansonsten zeigte er sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Das Engagement aller eingesetzten Kräfte sei gut, alle seien hochmotiviert gewesen.

    Zu wenig Funkmasten gebaut?

    Während von den Fahrzeugfunkgeräten noch meist eine, wenn auch manchmal lückenhafte Verständigung möglich war, versagten die Handfunkgeräte vollkommen. Fachleute erklärten dies damit, dass die Wellenlänge des Digitalfunks identisch mit der Länge der Fichtennadeln sei. Bei Nässe würden sie einen undurchdringlichen Spiegel bilden. Nur im Nahbereich, unterhalb der Fichtenkronen von Gerät zu Gerät, klappte die Verständigung.

    Fachleute vorort meinten, nun räche es sich, dass beim Aufbau des behördeneigenen Funknetzes aus Ersparnisgründen auf ein Drittel der optimal erforderlichen Masten verzichtet worden sei. Seitdem werde versucht, durch Antennenoptimierung die Löcher zu stopfen.

    Auch das normale Handynetz konnte hier nicht immer weiterhelfen. Auch da hieß es häufig: „Kein Netz“.

    Quelle: http://www.kn-online.de/…/Kreis-Segeberg-Funkloecher-bei-Fe…

  • 02.07.2017 Bayern Donau-Iller: Ab Montag funkt Feuerwehr digital. Was sich durch die Umstellung ändert

    Montag geht es los: Ab dem 3. Juli werden die Feuerwehren im Verbandsgebiet des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Donau-Iller auf Digitalfunk umgestellt. Die analogen Geräte dienen dann nur noch als Rückfallebene oder für den Einsatz in benachbarten Bundesländern, in denen die Umstellung auf Digitalfunk noch nicht erfolgt ist.

    Im Vorfeld der Umstellung war in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach die Leitstellentechnik erweitert und die Mitarbeiter geschult worden. Bereits im Oktober 2016 wurden Rettungs- und Sanitätsdienst auf die neue Technik für den Rettungs- und Sanitätsdienst umgestellt.

    Der Analogfunk, mit dem die Einsatzkräfte bisher gearbeitet haben, entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Mit Einführung des Digitalfunks war es das Ziel, ein bundesweit einheitliches digitales Sprech- und Datenfunksystem bei allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zur Verfügung zu stellen. Der Zeitplan für die Umstellung von der Analogfunktechnik zur Digitalfunktechnik war für ganz Deutschland geplant und vorgegeben. Der Rettungsdienstbereich Donau-Iller – dazu gehören die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu und die kreisfreie Stadt Memmingen – ist gemeinsam mit dem Rettungsdienstbereich Allgäu der letzte Netzabschnitt in Bayern, in dem mit der Migration begonnen wurde. Seit Oktober 2014 arbeitete eine Projektgruppe an dem Thema. Gefunkt wird deutschlandweit auf Tetra (Terrestrial Trunked Radio). Ganz billig war die Umstellung nicht: Bei sämtlichen Fahrzeugen im Bereich des Rettungsdienstes und der Feuerwehr mussten nämlich Fahrzeugfunkgeräte eingebaut werden. Die Anschaffung von Handfunkgeräten sowie die Schulungen der Anwender waren ein großes Projekt für die Rettungsdienstorganisationen und die Feuerwehren.

    Quelle: .Augsburger Allgemeine

  • PTLV: Willkommen im digitalen Zeitalter - Ausstattung der Feuerwehren in Hessen mit digitalen Pagern / Umsetzungsphase für den Hochtaunuskreis hat begonnen



    Bad Homburg (ots) - Die "Landesstelle BOS-Funk Hessen" (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) im Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung (PTLV) hat den Rollout für die in Hessen geplanten 50 bis 60 Tausend digitalen aktiven Alarmierungsempfänger im August 2016 gestartet. Analog dem Netzaufbau erfolgt der Rollout nicht für das gesamte Landesgebiet gleichzeitig, sondern sukzessive. Als eine der ersten Kommunen und Gemeinden erhielten Pfungstadt und Modautal die digitalen Pager. Darmstadt, Darmstadt/Dieburg, Wetterau, Waldeck-Frankenberg und Groß-Gerau waren die ersten Kreise, die mit der digitalen Alarmierung ausgestattet wurden. Der Startschuss für den Hochtaunuskreis mit seinen 13 Städten und Gemeinden erfolgte am gestrigen Mittwoch, 21. Juni 2017 in Bad Homburg v. d. Höhe.

    Das digitale Sprach- und Datennetz für alle BOS in Hessen dient als Grundlage für die Alarmierung von nichtpolizeilichen BOS. Die nichtpolizeilichen BOS sind Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, wie z.B. die Feuerwehren, die Rettungsdienste und den Katastrophenschutz. Bisher wurden Feuerwehr und Rettungsdienst über den veralteten Analogfunk alarmiert. Diese Technik ist nicht mehr zuverlässig, da sie zunehmend ausfällt und Reparaturen nur noch bedingt möglich sind.

    Die Entscheidung, eine Alarmierung mit dem BOS-Digitalfunk durchzuführen, basierte auf der ökonomischen Erkenntnis, dass hiermit auch mehrere unterschiedliche Dienste parallel genutzt werden können. Die Infrastruktur wurde gleichsam durch den Aufbau des Sprach- und Datennetzes für die BOS geliefert. Ein Grund, warum Hessen den Ausbau des Netzes sehr komfortabel wählte. Hessen ist zudem das erste Bundesland, das bei der Einführung des Digitalfunks die Alarmierung einbezieht und so insbesondere die Anforderungen und Besonderheiten der Alarmierung ehrenamtlicher Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Hilfsdienste berücksichtigt.

    Durch die Entwicklung eines aktiven digitalen TETRA-Alarmierungsempfängers (Pager) der Industrie, ist nun auch die zweite Hürde neben dem Netzaufbau genommen.

    Startschuss für den Hochtaunuskreis

    Gestartet wurde die Umsetzungsphase für die insgesamt 13 Städte und Gemeinden mit einer Informationsveranstaltung am 21. Juni 2017 der Brandschutzaufsichtsbehörde in Bad Homburg v. d. Höhe. An diesem Tag wurden die Abläufe und die Rahmenbedingungen seitens der "Autorisierten Stelle Digitalfunk Hessen", verortet im Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung, des Endgeräteherstellers Airbus Defence and Space (Airbus D&S) und des Servicepoints des Landkreises, Vertretern der Gemeinden, der Feuerwehren und Hilfsorganisationen vorgestellt. Die Städte und Gemeinden des Hochtaunuskreises haben für die Ausstattung ihrer Feuerwehren einen Bedarf von insgesamt ca. 2.500 Pagern angemeldet.

    Die Firma Airbus D&S, Cassidian Communications GmbH mit Sitz in Sulzbach, stellt zum Abruf dieser Endgeräte durch die jeweiligen Kommunen (Bedarfsträger) ein zentrales webbasiertes Abrufsystem in Form eines elektronischen Warenkorbs zur Verfügung. Die benötigten Komponenten können hierüber abgerufen werden. Neben den Bestellungen können auch aktuelle Themen zum Warenkorb eingesehen und bereitgestellte Software heruntergeladen werden. Die Administration erfolgt über ein zentrales landesweites Updatesystem (Server/Client) der Firma Airbus D&S (Taqto). Eine abgestimmte Basiskonfiguration wird von der Abteilung Landesstelle BOS-Funk Hessen des PTLV je Leitstellenbereich auf dem zentralen Server bereitgestellt. Jeder Nutzer hat somit die Möglichkeit, sein Update selbst, ggf. am heimischen PC, durchzuführen. Die Benutzerverwaltung erfolgt zentral durch die Landesstelle BOS-Funk Hessen.

    Der Auftakt ist gemacht! Den Umstieg von analoger zu digitaler Alarmierung organisiert der Landkreis mit den Kommunen eigenverantwortlich in Abstimmung mit den Bedarfsträgern in ihren Zuständigkeitsbereichen.

    Das Land Hessen unterstützt die Kommunen bei dieser Umstellung durch die gemeinsame Beschaffung der digitalen Funkgeräte und Pager sowie durch eine konkrete Förderung der digitalen Endgeräte mit rund 7 Millionen Euro.

    Vorteile der aktiven Alarmierung Im Digitalfunk gibt es nun die "Aktive Alarmierung", die zweierlei Vorteile mit sich bringt:

    1. Die Leitstelle erkennt bei Einzelalarmierung, ob ein Alarm den
    Empfänger erreicht hat (technisch).
    2. Die Leitstelle erfährt, ob der Empfänger auch einsatzbereit ist
    (taktisch).

    Beide Informationen sind für die Einsatzdisposition wichtig. Letzterer Punkt ist insbesondere für ehrenamtliche Organisationen ein großer Vorteil, denn nun steht innerhalb kürzester Zeit fest, ob mit der Alarmierung die Mindeststärke sichergestellt ist oder ggf. eine Nachalarmierung erfolgen muss. Darüber hinaus können den Einsatz betreffende Informationen in Form von Alarmtexten (z.B. Einsatzadressen, Einsatzstichwort) den Einsatzkräften bereits bei der Alarmierung zur Verfügung gestellt werden.

    Mit dieser Technik ist es auch möglich, einen persönlichen Status zur Nichtverfügbarkeit (z.B. krank, Urlaub, Dienstreise, etc.) zu übertragen. Damit kann der Organisationsverantwortliche frühzeitig seine Einsatzplanung optimieren.

    Rückfragen bitte an:

    Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung (PTLV)
    Pressestelle
    Telefon: + 49 611 8801-5101
    E-Mail: Pressestelle.ptlv@polizei.hessen.de
    https://www.polizei.hessen.de/Dienststel...um-fuer-Technik,-
    Logistik-und-Verwaltung/

    Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126708/3666111

  • 29.06.2017 Schleswig-Holstein Pönitz: Große Übung fordert sechs Feuerwehren.

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    In Pönitz trainierten nicht nur die Einsatzkräfte, es war auch
    ein Test für die Digitalfunk-Technik.

    Pönitz. Eine streng geheim gehaltene Feuerwehr-Übung in Pönitz wurde zu einem Stresstest für alle Beteiligten.

    Am Ende bilanzierte der Scharbeutzer Gemeindewehrführer Patrick Bönig recht zufrieden: „Es war gut, die Zusammenarbeit der Wehren, insbesondere die mit den Nachbarn aus Süsel, zu üben. Im Ernstfall müssen wir, nicht zuletzt angesichts der oft dünnen Personaldecke, auch zusammenarbeiten können. Dass das funktioniert, hat die Übung gezeigt.“

    Spaziergänger hatten gegen 19 Uhr aus der Sporthalle in Pönitz, die derzeit komplett saniert wird, dichten Rauch kommen sehen. Sie alarmierten die Feuerwehr. Erster am Einsatzort war der Pönitzer Wehrführer Patrick Nasner. Er stellte fest, dass „die unklare Rauchentwicklung“ wirklich ein Feuer war.

    Recht bald wurde klar, dass die zunächst alarmierten Kräfte nicht ausreichen. Also wurde das Alarmstichwort erhöht, so dass die Wehren aus Gleschendorf, Schürsdorf, Wulfsdorf, Haffkrug sowie gemeindeübergreifend auch die aus Süsel herbeigerufen wurden. Der Rettungsdienst vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) rückte mit zwei Fahrzeugen an. Auch wenn alle Beteiligten irgendwann wussten, dass es sich „nur“ um eine Alarmübung handelte, arbeiteten sie intensiv weiter. Schließlich mussten sie in dem verwinkelten und verqualmten Gebäude, in dem Bauarbeiten stattfanden, „Verletzte“ finden und retten. Bönig: „Das war vor allem für die Atemschutzgeräteträger keine leichte Aufgabe.“

    Ziel der Übung sei aber nicht nur das Training der Einsatzkräfte gewesen. „Wir nutzen nun schon seit einigen Wochen den Digitalfunk. Doch auf Herz und Nieren testen konnten wir die Technik noch nicht – vor allem nicht in Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden“, erläuterte der Gemeindewehrführer.

    Zunächst lief nicht alles ganz nach Plan, da die neue Technik doch ihre Tücken zeigte. Bönig: „Die Mängel haben die eingesetzten Kräfte aber schnell behoben. Hier hat sich die intensive Fortbildung im Vorfeld ausgezahlt.“

    Nach etwa eineinhalb Stunden war dann alles vorbei: Das „Feuer“ war gelöscht und die „Verletzten“ waren versorgt. Zeit zur Manöverkritik in gemütlicher Runde.

    Quelle: http://www.ln-online.de/…/Grosse-Uebung-fordert-sechs-Feuer…

  • Bayern Lindau (Bodensee): Ab 1. Juli funken die Feuerwehren digital. Zusätzlicher Funkmast bei Cooper Standard schließt die Funklöcher.

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    Foto: Noch ist es ein Provisorium neben dem Schornstein von Cooper Standard. Wenn der Schornstein saniert ist, wird die neue Antenne für den Digitalfunk der Feuerwehr, auf dem Kamin installiert.

    Die Zeit den analogen Funks der 60er-Jahre ist für die Feuerwehren aus dem Landkreis Lindau vorbei. Kreisbrandrat Friedhold Schneider teilt mit, dass alle heimischen Wehren ab Samstag, 1. Juli, nur noch digital funken werden. Möglich machen das verschiedene Verbesserungen, unter anderem ein neuer Funkmast auf dem Betriebsgelände bei Cooper Standard.
    Feuerwehr hat seit Jahren über Digitalfunk gesprochen

    „Die lange Vorbereitungszeit hat nun wirklich ein Happy-End gefunden“, teilt Schneider mit. Seit mehr als zehn Jahren hat die Feuerwehr vom Digitalfunk gesprochen, die Projektfahrstrecke war jedoch von Flensburg bis Lindau sehr lang. Seit drei Jahren liefen im Landkreis Maßnahmen wie Förderantrag, EU-Ausschreibung, Beschaffung und Einbau der Endgeräte. Die Gemeinden haben trotz 85-prozentiger Landesförderung viel vorgeleistet. „Aber auch die Feuerwehren waren insbesondere mit Schulungen sehr stark beaufschlagt, galt es doch, alle 1600 Feuerwehrkräfte auf die neue Technik einzuschwören“, berichtet Schneider.

    Der landesweite Netzaufbau schien zum Herbst 2015 im Landkreis Lindau abgeschlossen, doch eine umfangreiche Probe- und Testphase aller Landkreisfeuerwehren zeigte „gewaltige Mängel im Funknetz“, wie Schneider sich erinnert. „Insbesondere im Stadtgebiet Lindau, in den Seegemeinden Nonnenhorn und Wasserburg sowie auf der Autobahn war kein oder ein fast nicht nutzbares Funknetz vorhanden.“ Das obere Kreisgebiet war hingegen sehr gut versorgt. Dennoch hat Schneider den Start des Regelbetriebs mit Digitalfunk blockiert, bis allen Landkreis-Feuerwehren überall eine sichere Kommunikation gewährleistet ist.

    Deshalb rollte aus dem Landkreis Lindau „eine massive Reklamationswelle“ in Richtung München. „Es gab hiernach nicht nur eine Nachjustierung, sondern eine Nachbesserung in Form einer zusätzlichen Funkstation im Stadtgebiet und einer Antennen-Nachbesserung an der Autobahn-Funkstation“, berichtet Schneider jetzt. Die Herausforderungen waren zeitlich wie auch finanziell groß, räumt der oberste Feuerwehrmann des Landkreises ein, „aber ein Funknetz, das nicht zuverlässig funktioniert, ist wertlos“.

    Nun stellt er fest, dass sich die Reklamationen gelohnt haben, neue Messungen haben „ein ganz erfreuliches Ergebnis“ gebracht: „

    Ab 1. Juli wird digital gefunkt.“ Damit sei eine durchgängige Kommunikation von jedem Fahrzeug zur Leitstelle in Kempten störungsfrei möglich, wie es die Feuerwehren vom Analog-Funk her gewohnt sind.

    Künftig gibt es deutlich mehr als einen Funkkanal

    Dabei weist Schneider auf einen Vorteil der neuen Technik hin, denn bisher mussten sich alle 120 Feuerwehrfahrzeuge des Landkreises einen Funkkanal teilen, nun stehen eine Vielzahl an Ausweichkanälen zur Verfügung. Die sind auch nötig, denn allein im Bereich der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienstalarmierung in Kempten sind bei den Feuerwehren 3600 neue Handsprech- und Fahrzeugfunkgeräte im Einsatz.

    Künftig soll das neue Digitalfunknetz auch die Alarmierung der Feuerwehren und Hilfsorganisationen übernehmen, die bisher noch analog läuft. Dann können die Verantwortlichen das alte Analog-Funknetz endgültig abbauen. Das soll Kosten verringern. Wann das soweit sein wird, schreibt Schneider aber noch nicht.

    Quelle: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Ab-1-Juli-funken

  • 23.06.2017 Brandenburg Hoher Fläming: Unwetter fordert alle Feuerwehren der Region - Probleme mit dem Digitalfunk

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    haben die dutzenden Unwetter-Einsätze von Feuerwehren erschwert. Sie waren am Donnerstag in vielen Orten der Fläming-Region gefordert, um Gefahren durch umstürzende Bäume zu beseitigen. In der Siedlung Setzsteig konnte ein Bungalow nur durch pfiffige Ideen gerettet werden.

    „Die Situation war ein bisschen vergleichbar mit dem Wirbelsturm Kyrill“, sagt Burkhard Brüning, Wehrführer der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Ab 14.30 Uhr mussten insgesamt rund 80 Leute aus neun der zwölf Ortswehren innerhalb von vier Stunden zwölf Einsätze im Gemeindegebiet absolvieren. Probleme gab es dabei mit der Kommunikation. „Denn ab Mittag war der zentrale Digitalfunk und der Kontakt zur Leitstelle zeitweise ausgefallen“, sagt Brüning. „Und nicht überall funktionierten alle Netze der Handys gleichermaßen, die wir alternativ nutzen mussten“, so der Wehrführer.

    Besonders stark waren die Wiesenburger Helfer bei Setzsteig und im Bereich der Bundesstraße 107 zur Landegrenze nach Sachsen Anhalt gefordert. Dort gelang es dank der Kooperation mit der Feuerwehr Bad Belzig, einen Bungalow zu retten. „Ein Eichenbaum hatte sich an einem Hang stark geneigt und drohte auf das Gebäude zu stürzen“, erklärt der Einsatzleiter. Mit der Bad Belziger Drehleiter und viel Geschick der Helfer gelang es, den Baum kontrolliert genau neben den Bungalow stürzen zu lassen. „Die Jungs griffen dort tief in die Trickkiste, damit dies gelang“, erzählt Burkhard Brüning. Die Einsätze zu vielen umgestürzten Bäumen im Raum Wiesenburg – so auch bei Grubo und Reetz – dauerten bis gegen 20.30 Uhr an.

    Die Bad Belziger Wehr hatte gegen 13.45 Uhr zunächst eine Alarmierung der Waldbrandzentrale zu einer vermeintlichen Rauchentwicklung bei Lüsse. „ Dort war aber nichts“, sagt der Ortswehrführer Raphael Thon. Ernster wurde es dann jedoch gut eine Stunde später. Auf der B 102 zwischen Ortsausgang Richtung Schwanebeck und der Ampelkreuzung an der Umgehungsstraße hatte ein Blitz in einen Baum eingeschlagen und ihn gespalten . „Dabei brach ein 20 Zentimeter starker Ast herab, der über Telefonleitung und Straße hing“, erzählt Thon. Für die Bergungsarbeiten war die Bundesstraße für circa eine halbe Stunde voll gesperrt. Es kam zu Staus bis ins Stadtgebiet.

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    Zunächst bis Mitternacht dauerten die Einsätze von Feuerwehren im Amt Brück an. „Insgesamt wurden 16 Einsätze absolviert“, sagt Amtsbrandmeister Uwe Paul. Schwerpunkt war die Waldgemeinde Borkheide, wo allein acht Alarmierungen erfolgten. „Überall ging es um umgestürzte Bäume“, so Paul.

    Treuenbrietzener Feuerwehrleute waren den Nachmittag über zunächst zur Unterstützung für die Einsatzkräfte in Beelitz und der Gemeinde Seddiner See gefordert. Dort wütete das Unwetter stärker und ließ viele Bäume umstürzen. Zu Motorsägen greife mussten die Treuenbrietzener Brandschützer am Abend dann jedoch auch im eigene Gebiet. Direkt an der Hauptzufahrt zum Krankenhausgelände droht ein Baum umzustürzen. „Wir haben ihn mit Hilfe der Drehleiter heruntergeschnitten“, erklärt Stadtwehrführer Olaf Fetz. „Ingesamt ging bei uns alles viel glimpflicher ab als etwa in Beelitz oder rund um den Beetzsee“, erzählt der Treuenbrietzener Stadtwehrführer gegenüber der MAZ.

    Auch im Raum Niemegk blieben die Unwetterschäden eher gering. Doch kippte an der Straße zwischen Lühnsdorf und Niemegk bei einer kurzen Sturmböe ein Chausseebaum auf eine Wiese. Dabei beschädigte er mit dem Wurzelwerk den Seitenbereich der Kreisstraße. Feuerwehrkräfte aus Dahnsdorf und Niemegk sicherten die Einsatzstelle und übergaben diese anschließend an die Polizei. Die Straße wurde halbseitig gesperrt.

    Erheblich Probleme bereitete das Unwetter auf diversen Straßen. „Durch herabgefallene Äste oder umgestürzte Bäume kam es im gesamten Kreisgebiet zu Verspätungen im Busverkehr“, sagt Hans Jürgen Hennig, Geschäftsführer der Verkehrgesellschaft (VGB). Direkt betroffen war ein Bus der VGB. Er wurde am Nachmittag auf dem Weg von Brandenburg an der Havel nach Ziesar von einem runterstürzenden Ast an der Front stark beschädigt. „Personen kamen nicht zu Schaden“, erklärt Hans Jürgen Hennig.

    Mitarbeiter der Straßenmeistereien waren über Stunden im Dauereinsatz, um herabgestürzte Äste von Farbahnen zu holen. Teilweise griffen auf den Alleen im Fläming auch Autofahrer zur Selbsthilfe, um die Gefahrenstellen umgehend zu beseitigen.

    Auch am Freitag waren Einsatzkräfte in Brück und Treuenbrietzen nochmals gefordert als am Morgen auf der B 246 bei Brück-Gömnig sowie am Nachmittag bei Rietz-Ausbau weitere Bäume entdeckt wurden, die drohten auf Straßen zu stürzen. Sie wurden beseitigt.

    Quelle: http://www.maz-online.de/…/Unwetter-fordert-alle-Feuerwehre…

  • 23.06.2017 Bayern Bad Tölz: Neuer Mast soll Tölz aus Funkloch holen

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    Der Freistaat arbeitet „mit Hochdruck“ daran, die Digitalfunk-Verbindung für die Rettungsdienste in Bad Tölz zu verbessern. Wie die zuständige „Autorisierte Stelle Bayern“ (AS BY) auf Anfrage des Tölzer Kurier mitteilt, soll dazu ein neuer Funkmast gebaut werden. Denn aktuell haben Feuerwehr, Polizei und Sanitäter im Tölzer Stadtgebiet mit Funklöchern zu kämpfen.

    Bad Tölz–Viele Vorteile hatte der Freistaat den Rettern vom Digitalfunk versprochen und mächtig Gas gegeben, damit die Technik rechtzeitig vor dem G 7-Gipfel auf Schloss Elmau im Sommer 2015 eingeführt werden konnte. Dass der Digitalfunk ein großer Fortschritt ist, ist nicht von der Hand zu weisen. „In Randbereichen, wie am Sylvensteinsee und in Vorderriß, haben wir tollen Empfang“, erklärt Alois Grünwald von der Tölzer Polizei. Ganz anders in Bad Tölz. „Hier haben wir im ganzen Stadtgebiet eine deutliche Verschlechterung der Qualität“, stellt der Tölzer Feuerwehr-Kommandant Wolfgang Stahl fest. „Das ist nicht der Anspruch, den wir an den Digitalfunk haben.“

    Ursprünglich war einmal vorgesehen, dass auf dem Sendemast des Bayerischen Rundfunks in Gaißach ein Tetrafunk-Sender installiert wird, um Bad Tölz und Umgebung abzudecken. Nach Bürgerprotesten aber teilte der BR im April 2015 überraschend mit, der Sender könne nicht installiert werden, da der Mast „statisch ausgelastet“ sei. Bis heute konnte die Nutzung dieses Mastens „vertraglich nicht gesichert werden“, heißt es von der AS BY.

    Jetzt strahlt vorwiegend ein Sender am Blomberg nach Bad Tölz – aber eben nicht überall hin. Nach Schilderung von Polizei und Feuerwehr bleiben mehrere Funklöcher. Laut Alois Grünwald ist speziell der Bereich entlang der Lenggrieser Straße von der Schletzbaum-Kurve bis zur Firma Hirschkuss in Gaißach problematisch – inklusive Moraltpark.

    Dazu komme, dass auch weitere Sender nach Tölz strahlen: vom Brauneck, aus Hartpenning und sogar bis vom Achala (Jachenau). „Die Funkgeräte springen immer wieder zwischen den Sendern hin und her – je nachdem, welcher wo am stärksten ist“, schildert Stahl. Dadurch komme es zu Aussetzern.

    Laut Stahl und Grünwald haben die Defizite noch zu keinen kritischen Gefahrensituationen geführt. Bei einem Alarm wisse die Feuerwehr trotzdem ohne Verzögerung, wo sie hin muss, so Stahl. Aber bisweilen könne es schwierig werden, bereits ausgerückte Kameraden unterwegs per Funk zu erreichen und Bescheid zu geben, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Jede Blaulichtfahrt aber berge ein gewisses Risiko und sei möglichst zu vermeiden.

    Grünwald schildert aus dem Alltag: „Wir waren bei einem Unfall am Moraltverteiler. Um den Halter eines Autos abzufragen oder um den Abschleppdienst anzufordern, mussten die Kollegen ständig ein paar Meter hin- und herlaufen, um eine Funkverbindung zu bekommen.“ Problematisch könne es bei Einsatzlagen werden, zu denen überregional Einsatzkräfte anrücken: „Man geht davon aus, dass alle Kollegen einen Funkspruch gehört haben – aber keiner weiß, dass vielleicht eine Streife gerade keinen Empfang hatte.“

    Die Polizisten behelfen sich laut Grünwald in der Praxis damit, dass sie mit dem Handy telefonieren. Die Gruppenkommunikation, die beim Digitalfunk so praktisch ist, ist auf diese Weise freilich nicht möglich. Die analogen Funkgeräte liegen bei der Polizei nur noch für den Notfall im Keller, falls der Digitalfunk komplett zusammenbrechen sollte. Doch weder Streifenwagen noch Feuerwehrfahrzeuge bieten genug Platz, um doppelt ausgerüstet – mit Analog- und Digitalfunk – auszurücken. Und die überörtlichen Kollegen sind ohnehin nur mehr digital zu erreichen.

    Polizei und Feuerwehr haben ihre Probleme immer wieder gemeldet – nur Hoffnung auf Verbesserungen konnte man ihnen bislang nicht machen. „Nach dem Aufbau des Digitalfunknetzes wurden die geschilderten Probleme in Bad Tölz durch Messungen festgestellt, bestätigt und dokumentiert“, sagt die AS BY. Um Abhilfe zu schaffen, seien „diverse technische Maßnahmen geprüft und praktisch getestet“ worden, ebenso die Nutzung von mehreren bereits vorhandenen Funkmasten. Ergebnis: Dadurch würden „die Versorgungsdefizite nicht zufriedenstellend beseitigt“.

    Weiter heißt es: „Aus diesem Grund plant die AS BY aktuell den aufwändigen Neubau einer Tetra-Basisstation.“ Der allerdings könne „bis zu zwei Jahre dauern“. Wo es kompliziert werden könnte, lässt sich aus dem nächsten Satz erahnen: „Die AS BY ist besonders bei der Standortfrage sehr stark auf die Mithilfe insbesondere der Kommunen angewiesen.“

    Quelle: https://www.merkur.de/…/neuer-mast-soll-toelz-aus-funkloch-…

  • 20.06.2017 Nordrhein-Westfalen Gevelsberg: DIGITALFUNK Hochbetrieb im Engelberttunnel trotz Sperrung

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    Landesbetrieb Straßenbau.NRW rüstet Anlage auf Digitaltechnik um.
    Geschäftige Betriebsamkeit im Engelberttunnel. Trotz der Sperrung, oder vielmehr gerade wegen. Die autofreie Zeit muss schließlich genutzt werden. Die Straßenmeisterei Schwelm reinigt die Eingangstore, Technikfirmen warten ihre Gerätschaften und der Landesbetrieb Straßenbau.NRW rüstet die Anlage mit neuer Digitalfunktechnik aus. Die Kosten dafür betragen 100 000 Euro. Einbauten, die im Ernstfall Leben retten sollen, von außen aber kaum zu sehen sind.

    Antennen ausgetauscht

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    Kurz nach 9 Uhr rollen die Fahrzeuge des Landesbetriebes an, nicht das erste Mal in den vergangenen Monaten. Und nicht das letzte Mal. Bei diesem Einsatz geht es darum, die beiden Antennen auszutauschen. Eine an jedem Eingang. Ihre Aufgabe ist es, den Funkverkehr der Feuerwehr einzufangen. Im besten Fall ohne Rückkopplung und mit gutem Empfang im gesamten Tunnel.

    Eine hochtechnische Angelegenheit. Die Antenne ist mit etwa 250 Euro der kleinste und günstigste Part der umfassenden Maßnahme. Mehrere Kabelstränge führen an der Decke des Tunnels entlang und enden im Inneren der Tunnelzentrale. Dem Herzstück der Tunnelanlage, dem sogenannten Betriebsgebäude. In dem Metallbunker reihen sich Schaltschränke eineinander, dröhnt die Lüftungsanlage, rattern die Rechner und allerhand anderes technisches Gerät. Hier läuft alles zusammen. Unter anderem das Licht wird von hier aus geregelt, die Lautsprecheranlage, die Co2-Messung und eben der Digitalfunk. Stefan Thomas, Projektingenieur des Landesbetriebes, erklärt, dass er sogar von seinem Büro in Leverkusen aus, auf die Anlage zugreifen könnte. So könne schnell auf Störungen reagiert werden.

    Den Überblick über alles hat die Tunnelleitzentrale in Hamm. Sie ist 24 Stunden besetzt und durch die Kameras im Tunnel bestens im Bilde. „In einem Brandfall kann sie den Menschen im Tunnel den Weg nach draußen weisen“, erklärt Thomas. Die Digitalanlage indes ist direkt mit der Gevelsberger Feuerwehr verbunden.

    Der Bund hat Mittel für die Umrüstung auf Digitaltechnik für insgesamt 60 Tunnel in NRW freigegeben. „Wir kommen quasi mit einem bunten Strauß aus technischen Möglichkeiten und die Feuerwehren suchen sich aus, was sie benötigen“, erklärt Stefan Thomas. In Gevelsberg wird eine Anlage montiert, die sowohl analog als auch digital kann. Die Stadt Essen sei komplett auf digital umgestellt, Dortmund habe noch gar keinen Digitalfunk, weiß der Mann
    vom Landesbetrieb.

    Sperrung bis zum 28. Juni

    Während die Richtlinie für den Funkverkehr der Polizei einheitlich von der Landespolizei, der Zentrale Technische Dienste, vorgegeben werden, ist die der Feuerwehr eine Sache der Kommune. In Gevelsberg wurden die Digital-Empfänger bereits angeschafft. Ein großer Kostenfaktor, wie Stefan Thomas erklärt und zeigt einen Digitalempfänger, der mehrere hundert Euro kostet. Im Engelberttunnel hat dieser aber noch keinen durchgängigen Empfang. Noch müssen an den Schaltschränken Komponenten ausgetauscht werden, Messfahrten fehlen ebenfalls noch. Im August, so die Planung, sollen die Arbeiten, die im November 2016 begonnen haben, abgeschlossen sein.

    Zurück in den Engelberttunnel: Mit dem Hubsteiger fahren die Mitarbeiter des Landesbetriebes zur alten Antenne, montieren sie ab und versetzen die Halterung. Sonst würde der Antennen-Stab nicht passen. Zwei Mitarbeiter einer anderen Firma sind an der Schranke zugange. Sie haben erst die Technik im Betriebsgebäude überprüft und dann den Werkzeugkasten ausgepackt. André Kettelhoit von der Straßenmeisterei Schwelm spritzt unterdessen die Wände an den Eingängen mit einem Hochdruckreiniger ab.

    Zwei Tage dauert es insgesamt, den Tunnel zu reinigen. Ein guter Zeitpunkt. Die Durchfahrt ist bis Mittwoch nach der Kirmes eh gesperrt, und ein rausgeputzter Engelberttunnel zur Kirmes gerade richtig.

    Quelle: https://www.wp.de/…/hochbetrieb-im-engelberttunnel-trotz-sp…#

  • 13.06.2017 Erfurt: Rettungskräfte müssen Zusammenarbeit weiter verbessern

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    Knapp 700 Beteiligte trainierten bei Erfurt den Einsatz nach einem ICE-Unfall. Schwachstellen sind Digitalfunk und Alarmierung.

    Erfurt. Mit Großalarm wurden Samstagvormittag knapp 700 Rettungskräfte und Helfer, aber auch Statisten und Beobachter, für eine Notfallübung aktiviert. Ein ICE im Tunnel "Augusta-burg", westlich von Erfurt, war wegen Feuers stehen geblieben.

    Hilfe eilte aus Erfurt und dem Kreis Gotha heran. Zur Unterstützung rückten zudem Feuerwehren und Rettungskräfte im Ilm-Kreis, dem Kreis Sonneberg, dem Unstrut-Hainich-Kreis sowie der Stadt Suhl und in Sömmerda aus. Der Alarm ging auch bei der Bundespolizei, der Thüringer Polizei sowie dem Technische Hilfswerk ein. Die Bahn schickte ihr Notfallmanagement und Mitarbeitern zum Betreuen gestrandeter Reisender aus dem verunglückten ICE.
    Abläufe werden noch einmal überprüft

    Sollte sich auf der künftigen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Erfurt und Ebensfeld in Bayern ein solches Unglück ereignen, erreicht der erste Alarm ebenfalls rund 700 Einsatzkräfte entlang der Strecke. Die meisten von ihnen sind freiwillige Feuerwehrleute in den Tunnelbasiseinheiten.

    Zehn Minuten vor 9 Uhr lief am Samstag Thüringens bisher größte Rettungsübung an. Geprobt wurde zwar der Notfall in einem ICE-Tunnel. Aber das Zusammengehen aller Beteiligten muss auch bei einem Flugzeugabsturz, einer Naturkatastrophe oder einem Terroranschlag reibungslos funktionieren. Der Kreis Gotha nutzte die Gelegenheit, seine Rettungskette bis auf die OP-Tische in den Krankenhäusern zu testen.

    Einsatzkräfte trainieren Rettung bei Zugbrand auf ICE-Neubaustrecke

    Mit einem Großalarm wurden Samstagvormittag knapp 700 Rettungskräfte und Helfer für eine Notfallübung am ICE-Tunnel Augustaburg westlich von Erfurt aktiviert.

    Ziel der Übung sei, mögliche Schwachstellen bei der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu erkennen, erklärte Dietmar Adlung, Sprecher der Berufsfeuerwehr Erfurt, zu Übungsbeginn.

    Immerhin waren 121 Reisende aus dem ICE zu retten. Etwa 30 von ihnen hatten schwerere Verletzungen und konnten nicht zu Fuß die Unglücksstelle verlassen – so das Übungskonzept. Denn oberstes Prinzip an der ICE-Trasse ist, wer kann, rettet sich im Notfall selbst. Das bedeutet zumeist, unter Anweisung des Zugpersonals im Tunnel den nächsten Rettungsausgang zu erreichen. Schwer- verletzte sind dagegen auf die Hilfe der Feuerwehrleute angewiesen.

    Etwa 18 Minuten nach dem ersten Alarm waren die ersten Einsatzkräfte am Tunnel. Nach anderthalb Stunden hatten sie die Verletzten im Zug erreicht. Da war das Feuer bereits gelöscht. Nach zweieinhalb Stunden wurde der letzte Verletzte aus dem Tunnel geborgen.

    Für die Feuerwehrleute bedeutet das Schwerstarbeit. Sie müssen sich unter Atemschutz mit ihrer Feuerwehraussrüstung zwischen den engen Sitzreihen des ICE bewegen, um den Menschen helfen zu können.

    Von Verbesserungspotenzial sprach am Sonntag Oberbrandrat Marc Stielow vom Thüringer Innenministerium. Er ist für die Gefahrenabwehr an der Neubaustrecke zuständig. Die einzelnen Übungsstationen hätten hervorragend geklappt, betonte er. Probleme gab es aus seiner Sicht aber noch beim Zusammenspiel der einzelnen Beteiligten und der Kommunikation. So sei der Digitalfunk im Tunnel Augustaburg erst kurz vor der Übung installiert und noch nicht ausführlich getestet worden, erklärte er einen Teil der Kommunikationsprobleme.

    Dietmar Adlung verweist darauf, dass viele der Feuerwehrleute das erste Mal zusammengearbeitet hätten. Kreisübergreifende Einsätze in dieser Dimension gebe es nur selten. Aus seiner Sicht wurden die Übungsziele alle erreicht.

    Beide Beamte betonten, dass nun intensiv ausgewertet werde, was noch zu optimieren ist.

    Die Übung habe beispielsweise gezeigt, dass die Einsatzkräfte aus dem Ilm-Kreis zu viel Zeit für ihre Anfahrt benötigten, erklärte Marc Stielow. Deshalb müsse noch einmal über die Zuordnung der Feuerwehren nachgedacht werden.

    Auch die Abläufe beim Alarmieren werden geprüft. Knapp 30 Minuten nach Auslösen des Alarms kam dieser in Gotha an. Die für die Bahn zuständige Bundespolizei soll nach Informationen der Thüringer Allgemeinen erst nach über einer Stunde davon erfahren haben.

    Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/…/Rettungskraefte-muess…

  • Freiwillige Feuerwehr Lübeck-Vorwerk

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    Wir schreiben den 06.06.2017.... Es ist 7 Uhr....der Analoge Fahrzeugfunk hat ausgedient!

    Seit heute morgen funkt die Feuerwehr Lübeck komplett Digital. Seit dem Wachwechsel um 7 Uhr wurde der Analogfunk abgestellt. Schweren Herzens trennen wir uns von altbekanntem rauschen und klackern während des Funkens. Auch neue Funkrufnamen haben nun nach Landesvorgabe bei uns Einzug genommen.

    Näheres dazu erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

    Ende mit Florian Lübeck.

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Ort: Salzgitter Lebenstedt
Geschlecht: männlich
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